Markus Heitz - Zwerge 5: Besuch bei Piper Fantasy

          
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Vorab zu #Zwerge5: Besuch bei Piper Fantasy

Am Freitag war Grimoires.de in Person von Nico zu Gast bei Piper Fantasy. Neben einer kurzen Führung durch den Verlag gab es natürlich auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen: Einerseits dem Lektorat, andererseits Markus Heitz, dessen fünfter Zwergenroman am 16. Februar erscheint.

Verlagssitz: Thiersch-Villa

Treppenhaus Piper Verlag

Wie stellt man sich einen Verlag vor? Ehrlich gesagt hatte ich keine rechte Vorstellung vom Piper Fantasy Gebäude: Modernes Büro? Hochhaus? Altbau? Letzteres stimmt: Die Räumlichkeiten befinden sich in einer Villa von 1880 - zusammen mit einigen Wohneinheiten.

Lektorat: Viel Verwaltung

Büro von Piper-Fantasy-Lektorin Mirka UhrmacherDas Lektoren-Büro von Mirka Uhrmacher

Lektor heißt Leser - also liest man viel? Ja und nein, denn wie Carsten Polzin und Mirka Uhrmacher hervorheben, ist der Job viel Verwaltung: Rechtesicherung, Absprachen mit Übersetzern, Redaktion, Recherche nach neuen Autoren, Besprechungen - aber ja: auch Lesen von neuen Manuskripten. Aber oft in der Freizeit und immer mit "berufsgeschädigtem" analytischen Blick. Im Gegensatz zu früher haben deutsche Autoren inzwischen bessere Chancen, und sogar einige Vorteile durch die kürzeren Kommunikationswege.

Interessant: Selbst Piper als einer der größten deutschen Verlage im Bereich Fantasy weiß eigentlich nicht so genau, wer die Zielgruppe Fantasy-Leser ist und wie man sie erreicht. Das ist auch ein Grund für diesen 1. Piper Fantasy Tag gewesen, denn Blogs und Review-Seiten sind das verlässlichste Mittel, Fantasy-Leser anzusprechen. Und was liest Markus Heitz? Nichts, jedenfalls keine Fantasy. Die schreibt er schließlich selbst.

Keine Elben! Zwerge ... für Metaler?!

Markus Heitz (C)Martin HoehneManchmal sagt einem schon die eigene Intuition, welche Zielgruppe ein Roman hat: Vieles im Bereich Romantic Fantasy wendet sich vor allem an ein weibliches Publikum.

Und das Publikum für die Zwerge? Im Vergleich sehr männerlastig: Auch viele Metal-Fans scheinen darunter zu sein. Heitz erinnert sich an einen (Death-)Metal-Tribut auf die Zwerge - von dem er leider kein Wort verstehe konnte, aber nun ja.

Warum überhaupt die Zwerge? Im Fahrwasser des Herrn der Ringe und der "Völker"-Romane wurde er gefragt, ob er sich auch einen solchen Völker-Roman vorstellen könnte. Er konnte und nannte die Zwerge - denkt aber immer noch, dass man vielleicht eher die Elben erwratet hätte. Aber zu Zwergen hat er vom Rollenspiel her den besseren Bezug. Und schließlich folgten ja auch die Albae.

Sag, kennst du den Witz vom Ork, der den Zwerg nach dem Weg fragt...

Wer kennt diesen nie zu Ende erzählten Witz nicht, der seit über einem Jahrzehnt aus dem Geborgenen Land in unsere Lektüre gelangt? Bringt der fünfte Zwergenband endlich die Auflösung? Nein. Gab es sie wenigstens in kleiner Runde? Nein - und es wird sie wohl auch nie geben. Eigentlich sollte es ein kleiner Gag am Rande sein. Dass er sich zu einem derartigen Running Gag mit enorm hoher Erwartungshaltung entwickelt, hätte Markus Heitz nie gedacht.

Mehr als ein Jahrzehnt ist seit Erscheinen des ersten Zwergen-Romans vergangen! Da kann einiges entfallen oder Auffrischung bedürfen. Daher hier einmal die Zwerge/Albae-Romane in chronologischer Reihenfolge:

Chronologie der Zwerge- und Albae-Romane

Ist der fünfte Zwergen-Band nach diesem Jahrzehnt nun das große Finale? Immerhin steht sogar "Triumph" im Titel und das ist in der Regel ein Abschluss. Aber nein: Diesen Fehler hat Heitz einmal gemacht. Jetzt hält er sich eine Fortsetzung bewusst offen, auch wenn zunächst andere Projekte anstehen.

Bis #Zwerge5 erscheint, gibt es eine exklusive Leseprobe und ein weiteres Stück aus dem Roman vorgetragen von Markus Heitz selbst:

Die Rezension zum Triumph der Zwerge gibt es mit Erscheinen des Buchs am 16. Februar!

P.S.: Auch die Seiten der anderen Blogger/Rezensenten vom Fantasy-Tag lohnen einen Blick:

Markus Heitz liest Der Triumph der Zwerge
Avatar von nico Rezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 03.02.2015 und zuletzt geändert am .

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