Buch-Cover, Robin Gates: Die Schicksalsfestung

Die Schicksalsfestung

Serie: Runlandsaga (#4)Genre: Fantasy
Seiten: 574
Erschienen: 09/2010 (Original: 2010)
ISBN: 978-3-8000-9528-5
Preis: 9,95 Euro (Softcover)
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Runlands Untergang steht kurz bevor: Die Serephin haben den letzten Wächterdrachen aufgespürt und sein Tod wird auch das Ende Runlands besiegeln. Ihre Gegner sind weiter von einem Sieg entfernt als je zuvor: Neria und Enris wurden von den Endarin zur Prüfung in die Vergangenheit geworfen, begleitet von zwei Serephin, die die Seiten gewechselt haben. In der belagerten Stadt Mehanúr, wo die Serephin einst die noch junge Rasse der Menschen mit ihren eigenen Leben beschützten muss die Gruppe nun erst einmal einen Weg finden, in ihre eigene Zeit und Welt zurückkehren. Und mehr als das: Sie müssen über den Rand der Welt hinaus, zur Schicksalsfestung der Träumenden Cyrandith.

Das Buch erhält 8 von 10 Punkten.

Mit "Die Schicksalsfestung" liegt nun der vierte und abschließende Teil der Runlandsaga vor. Ein Einstieg mit diesem Band ist nahezu unmöglich, denn die Handlung des Vorgängers wird direkt fortgesetzt. Dieses Wissen lässt auch schon einige Schlüsse zu: wie die vorangehenden Romane wird die Handlung in mehreren Strängen erzählt. Am wichtigsten sind hier die Gruppen um Enris und Neria sowie die beiden Priester; nur gelegentlich kommen andere Figuren in den Fokus. Auch neue Figuren, wie beispielsweise Zwerge, tauchen auf, bleiben aber Nebenfiguren und könnten sogar gänzlich wegfallen; aber sie fügen sich in die Welt Runlands ein und wirken nicht wie bloßer Ballast. Ja: Man hätte an vielen Stellen sparen können. Die Zwerge, eine Geisterreise zum Weltenbaum und anderes ist für die Handlung schlicht unnötig; aber Gates Stil – und das sollte jeder Leser bereits gemerkt haben – ist es eben, auch für die Handlung Unwichtiges aber zur Welt gehöriges darzustellen. Das zieht in die Länge – ein durchaus berechtigter Vorwurf – wird aber nie zu langweilige Exposition und passt ins Gesamtbild.

Zeitreisen wirken auf einige abgegriffen und in der Tat frage auch ich mich, was die Zeitreise in diesem Roman nun eigentlich einbringen sollte. In Ordnung: Der Leser erhält einen Rückblick auf Vergangenes, ohne dass tatsächlich ein Rückblick stattfindet. Allerdings auch den gesamten Paradox-Ballast, den Zeitreisen mit sich bringen, den der Roman aber einfach ignoriert. Spannung ist meist da, die Handlung ist nach wie vor interessant – aber immer wieder kommt es auch zu langsamer plätschernden Passagen. Zu weiten Teilen ist die Handlung nun vorhersehbar; Überraschungen gibt es allenfalls an einigen wenigen Drehpunkten, denen wieder sehr lineare Handlung folgt. Und natürlich treffen sie alle zusammen, in einer Art und weise, die man fast nur noch als Deus-ex-machina beschreiben kann. Wobei das nicht einmal ganz unpassend ist, immerhin sind die Serephin die Schöpfer der Menschen und die Träumende Cyrandith ist eine Göttin. Dennoch wirkte das Finale auf mich ein wenig over-the-top: Hochtechnisierte Endar, Serephin, Zwerge, Wolfsmenschen, ganz normale Menschen alle auf einen Haufen in einem finalen Kampf. Dabei gelingt es Robin Gates, trotz Weltrettungs-Mission nicht das Gefühl einer epischen Queste vorherrschen zu lassen: zentral sind eher die Einzelschicksale der Figuren, die natürlich mit dem Schicksal der Welt verknüpft sind. Diese Figuren werden nie sehr tief, gehen aber deutlich über bloße Typen hinaus.

Die Haupthandlung wird sinnvoll abgeschlossen. Gleichzeitig gibt der Autor aber auch Ausblicke: Verschiedene Figuren haben ganz unterschiedliche Zukünfte; mancheFigur erscheint zudem in neuem Licht. Unbefriedigender Cliffhanger ist dieser Abschluss nicht. Im Gegenteil: er passt zur Serie, die sich von Anfang an nicht auf eine einzige Kern-Geschichte festgelegt hat sondern immer wieder in die weitere Welt ausgeschweift ist.

"Die Schicksalsfestung" ist ein passender Abschluss der Runland-Saga, der Raum offen lässt, über das weitere Schicksal der Charaktere zu mutmaßen.. Der größte Kritikpunkt ist dabei das Ende, das ein wenig zu schicksalhaft wirkt. Jedem, der die Serie bis hierin verfolgt, kann aber auch der Abschluss nahe gelegt werden.

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Avatar von nico Rezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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