Buch-Cover, Lisa Desrochers: Angel Eyes - Zwischen Himmel und Hölle

Angel Eyes - Zwischen Himmel und Hölle

Originaltitel: Personal Demons [AME]
Übersetzer: Gabriele Weber-Jaric
Genre: Romantic Fantasy
Seiten: 382
Erschienen: 08/2011 (Original: 2010)
ISBN: 978-3-86252-006-0
Preis: 14,95 Euro (Hardcover)
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Frannie glaubt nicht an Liebe. Doch dann trifft sie auf Luc und erstmals fehlen ihr die Worte: Das ist ein Junge, um den sie wirklich kämpfen will, den sie nicht einfach ihrer Freundin überlässt. Doch Luc ist mehr als er scheint, denn er kommt direkt aus der Hölle und soll Frannies Seele für diese sichern. Das ändert nichts an seiner dunklen, anziehenden Aura. Auch die Gegenseite schläft nicht: der Engel Gabe versucht Frannie, für den Himmel zu gewinnen und auch er ist überaus anziehend, auf eine ganz andere Art. Aber warum wollen Himmel und Hölle Frannie unbedingt für sich gewinnen?

Das Buch erhält 8 von 10 Punkten.

Das kurioseste an "Angel Eyes" ist wohl der übersetzte Titel: "Personal Demons", Persönliche Dämonen im Original; im Deutschen zudem mit langem Untertitel. Der macht immerhin klarer, worum es geht: Romantic Urban Fantasy, wobei Fantastische Element eher klein gehalten ist. Im Mittelpunkt stehen Frannies Beziehungen. Insgesamt bietet der Roman nichts Neues aber eine gute Neuerzählung eines bekannten Plots.

Girl meets Boys

Der Roman beginnt mit Lucs erstem Schultag. Mit Hilfe seiner dämonischen Kräfte versucht er, Frannie für sich zu gewinnen und stellt dann fest, dass er ihr nicht schaden möchte und sie bestimmt nicht in die Hölle wünscht. Über Frannie selbst erfährt der Leser zunächst sehr wenig, trotz der Erzählstruktur, die immer wieder zwischen den Perspektiven Lucs und Frannies wechselt. Schnell bemerkt man ein "dunkles" Geheimnis in Frannies Vergangenheit und kann die Richtung erahnen; Genaueres bleibt lange offen.

Die Struktur mit mehreren Erzählern erlaubt führt vor allem zur emotionalen Darstellung der Figuren mitsamt ihrer Gedanken. Gerade Lucs dämonischer Zynismus und Sarkasmus geben hier ein wenig Pep. Wesentliche Teile des Romans kann man auch ohne übernatürlichen Einfluss auf "realistische" Art lesen. Zwar ist der Plot absolut bekannt aber im Wesentlichen gelungen – als Kritik wäre möglich, dass die Handlung der Gattung absolut vorhersehbar folgt.

Klischees Unglaubwürdigkeiten

So ist Frannies Familie zum Beispiel erzkatholisch, sie selbst das schwarze Schaf. Wenngleich eher dezent eingebunden ist dies doch fast so ausgelutscht wie der versteckte Nazi-Goldschatz. Ebenso die Wandlung eines Dämons durch diese Sache Namens Liebe an die zunächst niemand glaubt.

Und apropos Glauben und (Un-)Glaubwürdigkeit: Wenn Frannie für Himmel und Hölle so wichtig ist, warum greift keine Seite richtig durch? Immerhin die Hölle stellt zusätzliche Kräfte ab, die zu der Geschichte eine konkrete Bedrohung hinzufügen und dem Standard-Plot ein kleines Extra geben. Dennoch kommt es nie zu einer Schlacht mit fliegenden Feuerbällen: Statt übernatürlichem Sperrfeuer gibt es zumeist subtile Einwirkungen.

Zwischen Himmel und Hölle

Trotzdem sind Luc und Gabe Dämon bzw. Engel. Auch hier kann man wieder aufs Klischee deuten. Durch TV und viele Romane geprägt könnte man viele Action-Szenen a la Buffy erwarten: Schwertkampf, Duelle, fliegende Feuerbälle. Die gibt es hier nicht (sieht man von kleinen, unauffälligen Sticheleien ab). Der Roman setzt stattdessen auf subtile Beeinflussung und Introspektive, wobei die Figuren jeweils selbst ihre Gefühle wiedergeben. Die Kräfte Lucs und Gabes äußern sich in ihrer unberechenbaren Anziehung oder der Seelenrihe, die sie Ausstrahlen. Dass es keine echte Wahl zwischen den beiden gibt, offenbart auch die Struktur: Durch Perspektivwechsel zwischen Luc und Frannie ist Gabe bereits ausgeschlossen. Und wann ein Engel der in Sachen Liebe gegen einen Dämon gewinnt wäre schon überraschend – eine verpasste Chance?

Stil: einfach wie der Plot

Wie der Plot so ist auch der Stil einfach und ungeschnörkelt. Kurze Kapitel und Abschnitte geben der Handlung Tempo, trotz wenig Action, die man aber auch nicht vermisst. Der Roman liest sich flott weg; tiefe Einsichten sollte man nicht erwarten. Das will der Roman aber auch nicht sondern einfach nur unterhalten und das gelingt ihm auf kurzweilige (kritisch mag man sagen: gedankenlose) Weise.

Fazit: "Angel Eyes" ist ein Low Urban Fantasy Romance Roman, der Neues bringt aber die Gattung absolut erfüllt – einerseits ein Vorteil, immerhin weiß man genau, was einen erwartet; andererseits ein Nachteil, immerhin weiß man genau, was einen erwartet. Wer typische Fantasy Romance für zwischendurch sucht, der wird hier gut bedient.

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Avatar von nico Rezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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