Buch-Cover, Brian McLachlan: The Princess Planet

The Princess Planet

Originaltitel: The Princess Planet [KAN]
Illustrator: Brian McLachlan
Genres: Kurzgeschichten; Webcomic
Verlag: Internet
Seiten: 0
Erschienen: 2004 (Original: 2004)
ISBN: N/A
Preis: 0 Euro (Digitaler Text / eBook)
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Wertung: 5/5 Grimoires; 9/10 Punkte, Sehr gut

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Der "Princess Planet" ist eine Welt auf der jedes Mädchen eine Prinzessin ist und auf dem sich Märchen mit Space Opera vermischt. Prinzessin Christi ist ihren exzessiven Lebensstil satt und beginnt mit ihrem Schneemann-Begleiter ein Abenteurerleben. Dabei findet sich immer noch Zeit, mit ihren Prinzessinnen-Freunden herumzuhängen und über Jungs zu reden - oder sich gegenseitig mit den neuesten verrückten Haustieren zu übertrumpfen. Der König hingegn muss sich mit nervigen und dummen Leuten herumschlagen, die es einfach nicht schaffen, eine vernünftige neue Flagge vorzuschlagen. Medusen, Barbaren, Genies und viele (und seltsamere) mehr komplettieren die Bewohner des Planeten.

Der Comic erhält 9 von 10 Punkten.

"The Princess Planet" hat keine durchgehende Handlung. Stattdessen wird in kurzen Abschnitten eine Figur oder ein Thema verfolgt - längere Handlungen gibt es in Ausnahmen, aber jeder Comic hat seine eigene Pointe oder gleich mehrere. Markenzeichen des Comics ist dabei der skurrile Humor in einem Märchen-Science-Fiction-Fantasy-Setting mit einer Logik, die normales Denken auf den Kopf stellt.

Ein Footer der Princess Planet Website - Copyright Brian McLachlan

Kurze Geschichten und wiederkehrende Motive

Auf eine durchgehende Handlung verzichtet "The Princess Planet". Stattdessen gibt es Strips mit Einmal-Gags oder eine Serie von Strips zur selben Figur (etwa einem Genie, einer Medusa, oder einem Frankenstein-Monster) oder zum gleichen Thema (z.B. "Stärke von fünf" dann "Intellekt von 5" und so weiter). Dabei spricht jeder Comic immer noch für sich selbst und hat mindestens eine Pointe. Das gilt auch für die bislang längste Handlung um eine Invasion von Schatten.

Einige Plots kehren regelmäßig wieder, sei es eine Schatzsuche, das Angeben mit den neuen Haustieren oder die Suche nach einem neuen Wappen – und keines ist so nüchtern wie es hier klingen mag, denn "The Princess Planet" ist vor allem skurril bis absurd. Einflüsse sind ganz klar Märchen, Fantasy und Science Fiction aber auch andere Gattungen steuern Teile bei. Zentral ist der skurrile Humor, der Bekanntes wörtlich nimmt und verdreht und/oder das ablegt, was man normalerweise denkt. Wer sagt denn, dass eine Medusa alles immer in wertlosen Stein verwandelt? Eine weitere Methode sind Modifikationen: kann es nicht auch Medusen mit anderem Haar geben als Schlangen? Bei einer Welt mit Lykanthropen gibt es auch eine ganz andere Erklärung für Rotkäppchens plötzlich so veränderte Großmutter… Die Variationen die Brian McLachlan zu bekannten Figuren und Themen bringt sind schier endlos - und auch Wortspiele (teils bewusst grausig) finden sich häufig, etwa der Barber-barian.

Unkonventionelle Logik und Lösungen

Als Heldin kann man am ehesten Princess Christie bezeichnen - gelegentlich finden sich auch andere in dieser Rolle, wie etwa die Vampire jagende Princess Boo. Gemeinsam ist diesen ein enormes Genrebewusstsein und eine hohe Cleverness: Christie gelingt es so beispielsweise, einen Genie auszutricksen. Das misslingt anderen - aber immerhin begreifen sie darauf, was sie falsch gemacht haben und im Grunde ist fast jeder Figur klar, wie die Dinge laufen, zumal der Comic sehr gerne prominente Klischees bedient, von Bösewicht der die James Bond Kopie nicht einfach erschießt bis zur obskuren Schwäche eines Ungetüms. Die einzelnen Lösungen oder Interpretationen sind dabei extrem skurril, folgen aber dennoch immer einer nachvollziehbaren Logik und lassen den Ursprung erkennen. Apropos Lösungen: Jene sind mitunter auch unerwartet und laufen nicht auf "Prinzessin tötet Monster" hinaus. Das gibt es zwar häufig, aber die Methoden sind ebenfalls recht unkonventionell – so fordern ein paar Skelette Christie zu einer Runde Poker um ihre Schätze heraus.

Viele Charaktere und liebenswerte Schurken

Die Anzahl der Charaktere im Comic steigt dabei recht stark an. Das stört jedoch kaum: Die Figuren sind recht einfach gestrickt und wenn man einige der sekundären Figuren nicht wiedererkennt, macht das nichts aus. Die Charaktere sind dabei bewusst archetypisch gehalten: Princess Christie ist das Action-Girl; Princess Patricia die nicht allzu helle; "Prince Rockstar-Scientist" und "Bad Boyfriend" sprechen im Grunde für sich. Nicht nur Helden sondern auch Schurken sind Altbekanntes mit einer leichten Veränderung aus der Skurriles entsteht. Kaum ein Schurke ist jedoch wirklich böse, wie man es von einem Dunklen Herrscher oder dergleichen kennt – viele sind im Gegenteil liebenswert oder suchen einfach nur ihren Platz in der Welt, in der die üblichen Monster durchaus auch vollkommen zivilisiert sind.

"The Princess Planet" ist ein skurriler Comic, von dem man einzelne Teile auch immer nur für wenige Minuten lesen kann. Die Skurrilitäten und Absurditäten lassen sich in einer Rezension unmöglich 1:1 darstellen, daher mein Rat: einfach für 5 Minuten hineinlesen, insbesondere wenn man ein Freund von absurdem Humor und Anspielungen aller Art ist.

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Avatar von nico Rezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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