Buch-Cover, Markus Heitz: Sternenkind

Sternenkind

Serie: Aera - Die Rückkehr der Götter (#4)Genre: Urban Fantasy
Verlag: DroemerKnaur
Seiten: 66
Erschienen: 07/2015 (Original: 2015)
ISBN: 978-3-426-43692-9
Preis: 0,99 Euro (Digitaler Text / eBook)
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In York trifft Malleus Bourreau den Vater des in Treva (Hamburg) Ermordeten. Anscheinend hat der junge Mann den schnellen Weg zum Reichtum gesucht und sich in Hehlerkreisen herumgetrieben. Doch Malleus hat keine Zeit dem nachzugehen: Er wird dringend nach Neu-Karthago gerufen. So bleibt es an Marianne Lagrande, der neuesten Spur nachzugehen. Dabei gerät auch sie in die Schusslinie. Was ist an den Artefakten so bedeutend? Bevor Malleus sich weiter um diese kümmern kann, muss er den Tod eines Halbgottes klären.

Das Buch erhält 8 von 10 Punkten.

Unter Mord geht es nun einmal nicht - das scheint in Aera - Die Rückkehr der Götter auch eine Grundregel zu sein. Diesmal setzt Markus Heitz jedoch eins drauf: Kein Mensch, sondern ein Halbgott findet den Tod. Und auch ansonsten legt die Serie eine Stufe zu: Bourreau und Lagrande werden direkt bedroht und die Götter mischen sich stärker ein.

Tod eines Halbgotts

Karthago wurde einst von Rom zerstört. Inzwischen ist es neu aufgebaut und vorwiegend die Domäne der ägyptischen Götter. Vorherrschend ist dabei der falkenköpfige Sokar, einer der ältesten Totengötter des Alten Ägypten. Mit seiner Hohepriesterin zeugte er einen Halbgott - der tot in einer Feuerschale gefunden wurde.

Die Anordnung der Leiche und ihres Umfelds deutet auf eine lokale, fast vergessene Göttin hin - einer Göttin, der früher anscheinend Kinderopfer gebracht wurden. Doch nicht nur Bourreau kann die Zeichen lesen und Nordafrika ist ein ganz anderes Pflaster als Europa: Ein wütender Mob unterscheidet nicht zwischen Freund und Feind ...

Göttliche Präsenz

Auch in anderer Hinsicht ist Afrika anders als Europa. Die Götter mischen sich stärker ins Leben der Menschen ein; ihre Architektur mit Pyramiden ist deutlicher; und sie stellen sich ihren Gläubigen einmal im Jahr.

Mindestens ein Gott mischt sich auch in Bourreaus Fall ein. Und das auf erfrischende Art: nicht mit mysteriösen Andeutungen; nicht mit göttlichen Forderungen oder Drohungen. Sondern heimlich, mit Unterstützung, die selbst Malleus erst im Nachhinein erkennt. Diese zurückhaltende Art steht zudem im krassen Gegensatz zu manchem anderen Gott, der sein Missfallen deutlich (und endgültig) zum Ausdruck bringt.

Erinnerungen: Wer ist Ihr Gott?

Malleus' Vergangenheit liegt bislang im Dunkeln. Der Leser weiß wenig: Er verlor seine Familie; er kämpfte in den Übergangskriegen. Und er hat einiges noch nicht verwunden. Nun trifft er auf eine Frau mit einem eingebrannten Zeichen im Nacken. Sofort sind die Erinnerungen wieder da: Geschrei, Heulen, Gewehrfeuer, Zähnefletschen und das Splittern von Knochen. Denn es waren Albtraumwesen, die eben dieses Zeichen trugen, die Malleus' Einheit vernichteten. Erhält Malleus die Chance auf ganz persönliche Antworten?

Göttliche Artefakte

Sind dies schon mehr neue Rätsel und kleine Antworten als in den vorherigen Serienteilen, spitzt sich auch die Handlung um die Artefakte zu. Marianne Lagrande wird in ihrer eigenen Wohnung überfallen - nachdem sie weitere Codes über die Reliquien geknackt hat. Inzwischen muss auch Bourreau einsehen, dass sie einiges geleistet hat. Doch auch wenn einige Artefakte identifiziert sind, bleiben Fragen. Was war in der Statuette von Oduduwa eingeschlossen, die Malleus aus Versehen zerbrach? Und wie hängen die Artefakte, wenn überhaupt, zusammen: der Fächer eines japanischen Sturmgottes, eine mittelalterliche Krone mit einem Nagel vom Kreuz Christi, das Horn eines indischen Gott-Stiers, ein persischer Ziegelstein, ein goldener Käfer ... Gewiss ist eigentlich nur: Für die Artefakte gehen einige Menschen über Leichen. Viele Leichen.

Sternenkind dreht die Rätsel- und Geheimnisdichte hoch, verzichtet aber auf kein Bisschen der bekannten Action. Erstmalig endet ein Serienteil in einem "bösen" Cliffhanger: Malleus' Fall ist abgeschlossen, aber am Ende ist er in direkter, unmittelbarer Lebensgefahr. Mehr und mehr geht es zur Sache. Nächster Teil, bitte! Denn aufhören möchte ich jetzt auf gar keinen Fall.

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Avatar von nico Rezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


Zitat(e) aus dem Buch

  • Scheiße. Ich habe die Götterkiller-Munition meiner APB nicht eingepackt. Das kann was werden ...

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