Buch-Cover, André Wiesler: Das Artefakt

Das Artefakt

Serie: Rhiana, Die Amazone (#2)Genre: Heroische Fantasy
Verlag: Heyne
Seiten: 366
Erschienen: 02/2004 (Original: 2004)
ISBN: 3-453-87545-1
Preis: 7,95 Euro (Softcover)
Schlagworte: EinhörnerFae
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Wertung: 3/5 Grimoires; 7/10 Punkte, Gut

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Nachdem Rhiana und Finni aus Burg Abilacht geflohen sind, verschlägt es sie in den verzauberten Farindelwald. Jedoch sind ihnen ihre Verfolger dicht auf den Fersen und sie suchen noch etwas ausser den beiden: Ein Artefakt, ein Schwarzes Auge, das der Flammenbund wohl zu nutzen wüsste, soll im Wald sein.

Natürlich ist es nicht so einfach, dieses Artefakt zu bergen. Zwar gelingt es dem Magier der Flammenbündler, den Lageort des Artefakts aufzuspüren, doch wird dieses kurz zuvor entwendet - und zudem wurden zwei Hohe Feen auf die Eindringlinge aufmerksam und schätzen es nicht allzu sehr, dass ihr Wald betreten wurde.

Auch Rhiana und Finni geraten zwischen die beiden verfeindeten Feen - nur der Rettung eines Einhorns verdanken sie es, dass sie eine sichere Zuflucht gewährt bekommen. Doch die Zeit schreitet voran und mit ihr die Pläne des Flammenbundes: Das Schwarze Auge hat den Weg in die Hände einer Hure gefunden, die eine Dienerin der Feen ist und Rache an Dom Lando üben will - und eine der Feen wünscht alle zu töten, welche den Wald betraten...

Das Buch erhält 7 von 10 Punkten.

Was als erstes auffällt ist, dass Rhiana leicht im Hintergrund steht. Dies ist recht ungewöhnlich, da sie doch der Hauptcharakter ist, allerdings nachvollziehbar, da sie in eine zeitverschobene Welt gelangt, welche Aventuriern nur allzu bekannt ist (was allerdings nicht sofort deutlich wird und mich daher auch zeitweilig verwirrte, da alle anderen Vorgänge in keiner Relation zu stehen schienen). Dennoch bleibt es ungewöhnlich für eine Serie, zumal diese Handlungslinie auf mich nur langweilig und vorhersehbar wirkte - andere waren weitaus besser.

Den Platz der Hauptgeschichte nehmen eine Vielzahl kleinerer Randepisoden ein, um genannte Hure, eine Köhlerfamilie, eine Söldnergruppe, die Flüchtlinge aus Talania - und natürlich die Schergen des Flammenbundes. Außerdem setzt ein komplett neuer Handlungsstrang in Thorwal ein, dessen Zusammenhang zu Rhiana erst gegen Ende klar wird. An diesem Ende musste ich mich aber langsam fragen, ob nicht "Der Flammenbund" der passendere Name der Serie gewesen wäre und "Rhiana, die Amazone" der Titel für das erste Buch.

Insgesamt wird, bedingt durch die Handlungsstränge, mit vielen Namen herumgespielt, die zudem auch nicht immer einprägsam waren und dazu führten, dass ich einige durcheinander brachte.

Auch einiges an Unlogik bringt der Autor hinein. Welchen Sinn macht es, zu fragen, ob jemand den Weg alleine findet, wenn man diesen Jemand dann umbringt? Wie kommt man dazu ein Einhorn ein "Ungetüm" zu nennen? Eigentlich gelten sie doch eher als reine, edle Wesen und greifen nicht wahllos an?! Wieso verzichten die Feen mit einem Mal aufs Gedankenlesen?

Hervorzuheben ist auch, dass der bereits erwähnte konsequente Fehler "Halbelfin" (richtig wäre Halbelfe) auch in diesem Buch fortgeführt wird - lediglich einmal ist "Elfe" richtig...und dann fehlt das "Halb-". Erstaunlich auch, dass Rhiana von den "Holden" weiss aber anschienend kein Bisschen von der anders verlaufenden Zeit in der Feenwelt.

Positiv hervorzuheben sind jedoch auch einige Dinge, wie etwa die Verknüpfung des Plots eines Köhlers, der in den Wald geht und auf eine Fee trifft, mit der Geschichte seines Sohnes. Ebenso ein kleines "Gedächtnisproblem" bei einem Skalden.

Zusammengefasst wirkt "Das Artefakt" jedoch ein wenig wie ein Flickenteppich, der vieles erzählt, was gleichzeitig geschieht, aber einander noch nicht immer bedingt. Es wird sich wohl in den nächsten Bänden zeigen, ob dies wirklich notwendig war. Der erste Band der Serie gefiel mir zwar besser, dennoch hat auch dieser "Flickenteppich" etwas. Er ist durch und durch aventurisch gehalten und hat _interessante_ Ansätze - nur verlaufen sich eben alle ohne zu Ende geführt zu sein. Dies mag bei wöchentlichen Serien durchaus in Ordnung sein - bei Erscheinungsterminen, die so weit auseinander liegen wie bei Romanen, empfinde ich es als unschön. Nur für Rhiana-Freunde und Aventurienliebhaber zu empfehlen. Die 7 Punkte sind sehr knappe.

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Avatar von nico Rezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


Zitat(e) aus dem Buch

  • Wer nichts wagt, lebt länger[...]

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