Buch-Cover, Johanne Hildebrandt: Die Priesterin

Die Priesterin

Originaltitel: Freja - Sagan om Valhalla [SWE]
Serie: Sagan om Valhalla (#1)
Übersetzer: Gabriele Haefs
Genre: Historische Fantasy
Verlag: Heyne
Seiten: 448
Erschienen: 04/2004 (Original: 2004)
ISBN: 3-453-87383-1
Preis: 8,95 Euro (Softcover)
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Grimoires.de    
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Friede herrscht in Vanaheim doch schlimme Kunde wird gebracht: Feinde nahen, die sich mit Gewalt Land nahmen und die Bauern unter Königin Ase erschlugen.

Gemeinsam mit Freya, einer vielversprechenden Priesterin und Tochter der Königin, und Snotra, einer alten Priesterin, begibt sich Gullveig, die Oberste Priesterin, zu jenen Fremden.

Was ihnen dort begegnet, können sie kaum fassen: Die Fremdlinge vom Stamm der Asen achten die alten Sitten nicht im Geringsten. Überdies lassen sich ihre Frauen einfach so von den Männern herumkommandieren.

Wider Erwarten verläuft die Begegnung der unterschiedlichen Kulturen zunächst relativ friedlich, nicht zuletzt Dank Odins Sohn Thor und seiner Mutter, welche den Stammherrn zurückhalten. Letzten Endes jedoch kommt es zum Streit und Gullveig wird erschlagen.

Nachdem Freya flieht, gelingt es ihr, Thor gefangen zu nehmen und nach Vanaheim zu bringen. Zunehmende wird sie von den Visionen ihrer Göttin heimgesucht, die ihr eine andere Zukunft zeigen, als Snotra, die nun Hohepriesterin ist, zu erreichen fähig ist. Eine Zukunft, in der die Fremden eine bedeutende Rolle spielen, ebenso wie eine große Halle deren Name "Walhalla" lauten soll.

Das Buch erhält 8 von 10 Punkten.

Freya, Thor, Odin, Snotra... ja, das sind die nordischen Götter, da denkt der kundige Leser ganz richtig. In dieser Geschichte gehören sie alle jedoch noch den Sterblichen an und besitzen keine göttliche Kraft, wenngleich sich jene auch schon andeutet, wie in etwa durch den hellen Glanz, der Baldur umgibt, die Raben, die Odin im Verlauf der Geschichte begegnen, oder die Geburtsumstände Thors und das Geschenk das er später erhält.

Dies macht die Umstände des Romans zumindest ungewöhnlich. Wer die nordischen Sagen und Mythen nicht kennt, dem wird das alles sehr wenig sagen. Dem Wissenden hingegen begegnen fortlaufend die Götter der Edda oder auch Valküren und andere erwähnte Gestalten - in Menschenform.

Von diesem Part lebt der Roman letzten Endes, der Bekanntheit der Götter. Die Idee ist nicht neu und einmalig, die Umsetzung ist gut: ein wenig vermischt mit historischem Roman - wie auch im Nachwort von der Autorin selbst dargelegt - und somit "realistisch". Ebenso ist der Schreibstil solide, wenngleich der Plot ein wenig lahmt. Dies kann man schon aus dem Klappentext erfahren: Freya verliebt sich in ihren Gefangenen: Thor, den Sohn Odins, gegen den Vanaheim Krieg führt. Wie erwähnt, das Buch lebt in erster Linie von den aus der Edda bekannten Gestalten.

Freunde der nordischen Mythologie, die jene auch gerne aus anderen Blickwinkeln sehen, dürfen beherzt zugreifen. Für jene, welche sich damit nie auseinander setzten, hält das Buch allerdings eine Fülle von Anspielungen auf die späteren Götter bereit, die zu starker Verwirrung führen könnten aber in jedem Fall viele Andeutungen verpuffen lassen.

Abschließend frage ich mich noch, wieso nicht die (zur Abwechslung mal realistischen) Cover des Originals beibehalten wurden, ebenso wie die Titel... Siehe http://www.nordinagency.se/jh/english.html unter "Books".

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Avatar von nico Rezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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