Buch-Cover, William Shakespeare: A Midsummer Night's Dream, Ein Sommernachtstraum

A Midsummer Night's Dream, Ein Sommernachtstraum

Originaltitel: A Midsummer Night's Dream [EN]
Übersetzer: Wolfgang Franke
Genre: Phantastische Klassiker
Verlag: Reclam
Seiten: 176
Erschienen: ? (Original: 1596)
ISBN: 3-15-009755-X
Preis: 4,60 Euro (Softcover, Sonderformat)
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Nach dem Willen ihres Vaters wird Hermia dran gehindert, ihren Geliebten Lysander zu heiraten. Stattdessen soll sie einen anderen heiraten, doch weigert sich entschieden. Da auf eine solche Verweigerung des Willens in Athen die Todesstrafe steht, beschließen Hermia und Lysander zu fliehen. Jedoch wird eine Freundin, Helena, in den Plan eingeweiht. Da diese Demetrius liebt, den Mann, den Hermia heiraten soll, verrät sie den Plan um so in seiner Gunst zu steigen.

Dieser Plan misslingt kläglich, denn Demetrius hat weiterhin nur Augen für Hermia. Noch unglückseliger wird die ganze Situation, als Oberon, der Herr der Feen das Paar im Wald trifft. Selbst im Streit mit seiner Frau Titania, beschließt er - durchaus ehrenwert - dem Paar zu helfen: Für Titania besorgte er ein Kraut, dessen Tropfen jeden in das erste Wesen verliebt machen, das ihm oder ihr erscheint. Leider vertauscht der beauftragte Puck die Paare, die inzwischen im Wald umherirren und so kommt es, dass Hermias Geliebter Lysander plötzlich wie irre hinter Helena her ist, die sich von allen veralbert fühlt. Währenddessen wacht Titania auf und schwelgt in frischer Liebe zu einem einfachen Handwerker - dank Puck mit Eselskopf...

Kann es konfuser sein und dennoch bekannter? Eine unglückliche Liebe, ein Liebestrank, der alles richten soll (hier nicht bestellt sondern in gutem Willen von außen dargebracht) und natürlich das Gegenteil erreicht - die Geschichte war auch damals nicht neu. Dies ist die Shakespearesche Version des bekannten Plots und obendrein eines seiner bekanntesten (und beliebtesten) Werke. Wie üblich ist es kein Roman, keine Geschichte sondern ein zur Aufführung verfasstes Bühnenstück - das trotzdem gelesen werden kann.

Ich persönlich empfinde die Geschichte aufgrund der Vorhersehbarkeit jedoch ein wenig langweilig, andere Shakespeare-Stücke begeisterten mich weit mehr. Das kann folgenden Grund haben: Als Lektüre geht einiges von den optischen Effekten verloren, durch die Aufführungen glänzen (können). Zwar kann die eigene Vorstellungskraft Lücken entsprechend füllen, doch ändert dies nichts daran, dass ich die Geschichte bis auf wenige Szenen recht hohl fand.

Aufgegriffen wurde hier das zeitlose Motiv der Liebe, gleich in zweifacher Form: Die 4 Liebenden, die letztlich in zwei Paaren enden, sowie Oberon und seine Titania. Es ist eine Liebesgeschichte und eine Komödie, wie man sie oft neu inszeniert dargeboten bekommt, sie es als Shakespeare-Stück oder in einem x-beliebigen neuen Film. Phantastische Aspekte bekommt die Geschichte durch die Welt der Feen, die im ("unzivilisierten", "unbekannten" und „gefährlichen“) Wald mit der Welt der Athener verschmilzt.

Meiner Meinung nach verliert der Text des Sommernachtstraums im Vergleich zu anderen Bühnenstücken deutlich mehr an Flair. Die gesamte Passage um ein Schauspiel der Handwerker in diesem Schauspiel verliert deutlich an Reiz, ist es für den Leser doch eben nur genauso geschriebenes Wort. Sollte die Gelegenheit bestehen, empfehle ich den Besuch einer Aufführung (nach Lektüre des (englischen) Textes): Fast sicher wird sie besser sein.

Gelesen wurde der englische Text aus dem Norton Shakespeare, welcher alle Texte Shakespeares (auf englisch und mit Kommentaren) enthält. (ISBN 0393970868) Diese Ausgabe lohnt sich für alle, denen ein etwas unhandliches Werk nichts ausmacht und die alle Shakespeare-Stücke lesen wollen. Überdies glänzt die Ausgabe mit exzellenten Kommentaren und Bibliographien zu allen Stücken und Themen.

Verlinkt ist statt dieser Gesamtausgabe die englisch/deutsche Einzeltext-Ausgabe des Reclam-Verlags mit gewohnt günstigem Preis.

Die Texte sind ebenfalls im Projekt Gutenberg frei erhältlich:

http://www.gutenberg.org/ebooks/1113 [englisch]

"Ein St.-Johannis-Nachts.Traum" (Übers. Christoph Martin Wieland) http://www.gutenberg.org/ebooks/7264

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Avatar von nico Rezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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