Buch-Cover, Tom A. Barron: Sieben Sterne und die dunkle Prophezeiung

Sieben Sterne und die dunkle Prophezeiung

Originaltitel: The Great Tree of Avalon: Child of the Dark Prophecy [AME]
Serie: Der Zauber von Avalon (#1)
Übersetzer: Irmela Brender
Genre: Kinderbuch oder Jugendbuch
Verlag: dtv
Seiten: 549
Erschienen: 11/2005 (Original: 2004)
ISBN: 3-423-70965-0
Preis: 12,50 Euro (Softcover)
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Grimoires.de    
Wertung: 3/5 Grimoires; 6/10 Punkte, Kann-Lektüre

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Wertung: 4/5 Grimoires; 8.9/10 Punkte, Gut bis sehr gut

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Einst wurde die magische Welt Avalon vom Zauberer Merlin geschaffen: Ein Baum, aus einem Samenkorn gewachsen. Nun ist Merlin lange fort und eine düstere Prophezeiung bedroht das Land: In einem Jahr, in dem alle Sterne erloschen soll ein Kind geboren worden sein, das Avalon vernichten Könnte. Doch es gibt Hoffnung, denn im gleichen Jahr soll auch der „Wahre Erbe Merlins“ geboren worden sein, der dies verhindern kann.

Siebzehn Jahre später - als beide Kinder den Höhepunkt ihrer Macht erreichen - wird das Land in der Tat von Katastrophen erschüttert. Eine große Dürre herrscht und es gibt verschiedene Konflikte. Auf den Tod von Siebzehnjährigen ist mancherorts ein Kopfgeld ausgesetzt.

Tamwyn, halb Mensch, halb Flamelon und sein Ziehbruder Scree, ein Adlermensch, ahnen, dass sie in irgend einer Weise in die Prophezeiung verstrickt sind, denn Scree bewacht einen Stab, den er vor siebzehn Jahren überreicht bekam. Auch die Priesterin Elli, ehemalige Sklavin der Gnome, ist in die Geschehnisse verstrickt: Sie ist Teil einer Gruppe, die versucht, Hilfe bei der Herrin vom See zu finden – mit Tamwyn als Führer, der zugleich seinen verloren gegangenen Bruder sucht.

Was keiner von ihnen weiß: Ein dunkler Magier versucht, seinen Meister, den Gott des Krieges zurück an die Macht zu bringen - und sein Plan scheint zu gelingen, denn langsam beginnen die Sterne zu erlöschen.

Das Buch erhält 6 von 10 Punkten.

Zunächst ist zu erwähnen, dass T.A. Barrons Avalon sich nicht mit dem "normalen" mystischen Avalon deckt. Die Entstehung Avalons ist oben bereits umrissen. Die einzige Verbindung zum "echten" Avalon ist der Zauberer Merlin - und einige andere bekannte Figuren tauchen auch auf. Ebenso geizt Barron nicht mit keltischen Namen. Inwieweit das für ein Jugendbuch angebracht ist? Im schlimmsten Fall sind es einfach nur Namen, welche die Kinder/Jugendlichen nicht historisch einordnen können - kein Nachteil also. Einen Vorteil bietet es hingegen für jene, die schon auf den Geschmack am Keltentum gekommen sind.

T.A. Barron erschafft also ein gänzlich neues Avalon und nutzt eine "Marke" aus. Gut, nicht verwerflich. Allerdings verwirrt der „Baum Avalon“ zumindest mich bisweilen. Und das Buch strotzt vor Seltsamkeiten. In einem Jugendbuch die spanische Schreibweise von Canyon benutzen? Das macht es nicht gerade einfacher. Ebensowenig wenn Autor oder Übersetzer die Sätze so konstruieren, dass sie doppeldeutig sind und ich viermal lesen muss, bevor ich denn gewünschten Sinn habe ("schon schwierig genug ohne einen Ballen Stroh auf der Schulter" - ist lesbar so dass es MIT einem Ballen einfacher wäre.). Auch "das wirst du mir heimzahlen" klingt verdreht. Wesen werden ebenfalls verändert: Ghule sind hier unsichtbar (Was versteht Barron unter einem Ghul? Ich habe keine Ahnung!) und Baumgeister sind anscheinend so etwas wie die Seelen gestorbener Bäume.

Unlogisch wird es obendrein: Ein Wesen, das sowieso nicht sprechen kann antwortet notgedrungen ohne zu sprechen... das muss man nicht erwähnen. Priester, die schwören, kein Lebewesen zu töten aber dennoch Fleisch essen (und töten) passen ebenfalls nicht recht und wer einen Elfen als Mensch bezeichnet, macht auch etwas falsch. Das sind alles viele kleine und ärgerliche Fehler, die einem nicht allzu aufmerksamen Leser vielleicht nicht auffallen. Aufmerksameren Viellesern hingegen schon - und sie sind störend sowie meist vermeidbar.

Die Geschichte als Ganzes ist nämlich durchaus nicht schlecht, leidet nur spürbar unter den "Verfehlungen". Genial ist ein einer Fledermaus ähnliches Geschöpf mit seiner speziellen Sprache, und auch ein Narrenwesen hat seinen gewissen Reiz. Wer sich als Wahrer Erbe herausstellt, ist relativ früh klar und keine echte Überraschung (zumindest für mich nicht… andere mögen es als 50:50 Chance sehen), ebensowenig wie einige prophetische Missdeutungen und die Wahrheit dieser Gesichte. Macht aber nichts, dies ist ein Jugendbuch. Die Plots sind hier naturgemäß einfacher gestrickt und begrenzter als in komplexeren Romanen.

Der Zauber von Avalon bekommt von mir keine Empfehlung für Vielleser. Artus-Fans sollten ebenfalls ein anderes Werk suchen: Mit dem klassischen Avalon und Artus hat diese Welt nichts zu tun. Für Jugendliche mag die Lektüre eventuell geeignet sein, sofern sie kein Vorab-Bild Avalons besitzen und nicht so detailversessen sind wie ich.

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Avatar von nico Rezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


Leseprobe

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Sieben Sterne und die dunkle Prophezeiung - Lesepr (extern)

Zitat(e) aus dem Buch

  • "Du verwechselst immer noch Wahrheit, die selten rein ist - mit Reinheit, die selten wahr ist."

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Lesermeinungen:

Name: Gast Bewertung: Wertung: 5/5 Grimoires; 10/10 Punkte, Ausgezeichnet (10) Datum: 04.07.2006 12:47:48
also^^
ich find das buch echt geil^^
ich les jetzt die ganze merlin saga
aba eigentlich dahctre ich das dieses buch dazu gehört <.<
naja auf jeden fallw eiß ich jetzts chon vorher wer riha und die andern alle sind ;)
also das buch ist cool
ich hätte was verpasstw enn ich es nit gelesen hätte ^^
ciao

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