Buch-Cover, C.S. Lewis: Das Wunder von Narnia

Das Wunder von Narnia

Originaltitel: The Magician's Nephew [EN]
Serie: Die Chroniken von Narnia (#1)
Autor: C.S. Lewis
Genre: Kinderbuch oder Jugendbuch
Verlag: Brendow
Seiten: 173
Erschienen: 11/2005 (Original: 1950)
ISBN: 3-86506-081-1
Preis: 9,95 Euro (Softcover)
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Wertung: 4/5 Grimoires; 8/10 Punkte, Gut bis sehr gut

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Digorys Onkel ist ein wenig wunderlich. Oder genauer: verrückt. Oder noch genauer: ein Zauberer, letzter Mensch der noch eine Fee als Patin besaß. Leider macht ihn das nicht zu einem besonders netten Menschen. Als er die Gelegenheit hat, lässt er Polly, Digorys Freundin, einfach verschwinden - komplett aus der Welt. Digory bleibt kaum etwas anderes übrig, als die Ringe seines Onkels zu nehmen und ihr zu folgen.

In der anderen Welt entdecken die beiden andere Welten, doch nicht nur Gutes lauert dort. Mit den beiden kehrt eine Zauberin nach London zurück, eine Hexe, die nicht davor zurückschreckte, alles Leben in ihrer eigenen Welt auszulöschen. Erneut bleibt Polly und Digory nichts anderes übrig als die Ringe zu benutzen um die Hexe wieder loszuwerden - schließlich kann sie nicht einfach die Welt erobern.

So landen sie schließlich zusammen mit Digorys Onkel, einem Kutschenfahrer, dessen Pferd und der Hexe in einer Welt, in der es nur Schwärze gibt. Doch dann bricht die Dämmerung herein - die Morgendämmerung Narnias: eine neue Welt entsteht...

Das Buch erhält 8 von 10 Punkten.

Obgleich „Das Wunder von Narnia“ (warum konnte man nicht wörtlich übersetzen? „Der Neffe des Zauberers“) chronologisch der erste Band der Narnia-Reihe ist und auch in der empfohlenen Lesereihenfolge des Autors. Dennoch war es der vorletzte Band, der veröffentlicht wurde. Hieraus lässt sich schon ein wenig schließen: Der erste Band der Serie ist für das Verständnis der Serie nicht erforderlich. Jedoch muss es einen Sinn geben, ein Buch nachträglich vorzuschieben – und den gibt es.

Diese Rezension schreibt jemand, der den Film bereits gesehen hat (siehe Rezension zu Band 2) – vor diesem Buch. Bei der Lektüre fiel auf, dass nichts wirklich nötig ist, in der Tat. Einige Orte, Ereignisse und Dinge erscheinen allerdings in einem ganz anderen Licht, wenn man deren Vorgeschichte und Entstehung kennt. Ich weiss jedoch nicht, ob ich der Empfehlung folgen soll, dieses Buch auch anderen als erstes zu empfehlen. Es hat auch einen Reiz, die Hintergründe erst später zu erfahren. Diese Entscheidung überlasse ich daher dem Leser.

C.S. Lewis verfasste Narnia für Kinder, mehr oder weniger als Märchen. Dementsprechend ist der Stil einfach gehalten. (Das englische Original kann mit solidem Oberstufen-Englisch angegangen werden und sollte weniger Probleme bereiten als der übliche Shakespeare.) Ebenso lässt sich daraus folgen, dass Narnia recht einfach gehalten ist. Die Helden sind im Alter der Zielgruppe und auf Abenteuer aus – die sie in etwas anderer Form finden als suchen. Der Rest besteht daraus, den angerichteten Schaden wieder gutzumachen, dafür geradezustehen und mit Ehrlichkeit und Mut alles so weit wie möglich ungeschehen zu machen. Eine einfache Moral also. Ein Märchen in dieser Hinsicht.

Aber ein Märchen auch für Erwachsene, denn „eines Tages wirst du alt genug sein, wieder Märchen zu lesen.“ (Lewis in einem Brief an sein Patenkind) Rückt man vom Märchen ab, so erinnern einige Passagen ganz besonders dieses „nullten“ doch allegorisch an die Bibel und anderes – es gibt ein wenig mehr zu sehen als die „oberflächliche“ Moral, die dennoch keinen Zeigefinger bereit hält.

Inzwischen ist Lewis’ Narnia zu einem Klassiker geworden, der verschiedene Autoren erfolgreiche Bücher inspiriert hat, wie zum Beispiel Joanne K. Rowling (Harry Potter). Dementsprechend ist die Serie mindestens einen Blick wert – bevorzugt wohl als Vorleselektüre mit einigen jungen Verwandten.

Die oben angegebene ISBN bezieht sich auf die deutsche Ausgabe. Die gelesene ist die englische mit der ISBN 0-26-1670-46-8.

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Avatar von nico Rezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


Zitat(e) aus dem Buch

  • "Aber natürlich muss du verstehen, dass Regeln dieser Art, wie exzellent sie auch für Jungen[...] sein mögen, unmöglich für Forscher, große Denker und Weise gelten[...]"["But of course you must understand that rules of taht sort, however excellent they may be for little boys[...] and even people in general, can't be possibly expected to apply to profound students and great thinkers and Sages[...]"]
  • "Narnia, Narnia, Narnia, erwache. Liebe. Denke. Spreche. Sei wandelnde Bäume. Sei sprechende Tiere. Sei göttliche Wasser." ["Narnia, Narnia, Narnia, awake. Love. Think. Speak. Be walking trees. Be talking beasts. Be divine waters."]

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