Buch-Cover, Terry Pratchett: Der fünfte Elefant

Der fünfte Elefant

Originaltitel: The Fifth Elephant [EN]
Serie: Scheibenwelt (#24)
Übersetzer: Andreas Brandhorst
Genre: Humoristische Fantasy
Verlag: Goldmann
Seiten: 416
Erschienen: 08/2002 (Original: 1999)
ISBN: 3-442-41658-2
Preis: 8,90 Euro (Softcover)
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Grimoires.de    
Wertung: 3/5 Grimoires; 7/10 Punkte, Gut

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Sam Mumm hat einen neuen Job, wenn auch nur zeitweilig. Jene Aufgabe sagt ihm jedoch nicht zu, denn sie ist politisch. Außerdem wird er unvermeidlich mit Vampiren in Kontakt kommen und jene schätzt Mumm bekanntermaßen genauso wenig wie Politik. Dennoch: Sam Mumm wird der neue Botschafter Ankh-Morporks in Überwald, wo sich Vampire und Werwölfe die Herrschaft teilen und alles etwas anders und düsterer ist. Grund für einen neuen Botschafter ist jedoch das Verschwinden des alten und die Krönung eines neuen „Unteren König“ – eine exzellente Gelegenheit über neue Lieferungen aus den Schmalzminen zu verhandeln; jene Minen, die durch den Aufschlag des sagenumwobenen 5. Elefanten entstanden.

Zu dieser Krönung bahnen sich einige Probleme an: In Ankh-Morpork wird eine Kopie der Steinsemmel gestohlen, welche für die Krönung nötig ist; die Zwerge selbst sind in zwei gleich große Lager gespannt, die ihren Zwerg auf dem Thron sehen wollen - und die Werwölfe haben auch eine eigene Meinung. Zudem ist Angua verschwunden und kann sich Mumms Delegation nicht wie geplant anschließen. Karotte quittiert den Dienst, um seiner Freundin zu folgen - warum auch immer genau sie plötzlich weggelaufen ist. Und Colon, der kurzerhand zum Offizier geworden ist, muss sich in Ankh-Morpork mit den Lasten seines neuen Status' und einem neuen Verkehrssystem auseinandersetzen. Um es zusammenzufassen: Wenn Mumm zurückkommt und die Zustände sieht, würde er durchdrehen - aber erst einmal muss er zurückkommen.

Das Buch erhält 7 von 10 Punkten.

Im Zentrum dieses Buches steht natürlich die Stadtwache, wenn auch nicht die Stadt Ankh-Morpork. Als Einsteigerbuch ist es jedoch ungeeignet: Gaspode, Angua, Karotte, Sam Mumm, Sybil Käsedick (Mumm) und die anderen muss man bereits vorher kennen, sonst werden ihre Eigenarten größtenteils irritierend wirken. Erklärungen gibt es hier kaum - Kenntnis der Charaktere wird vorausgesetzt.

An Hauptthemen liefert das Buch im Wesentlichen zwei: Diplomatie - als etwas freundlicheres Wort für Spionage, bei der beide Seiten wissen, dass jemand ein Spion ist, den man aber zu dulden hat, da dies zivilisiert ist; und Tradition gegen Veränderung, vor allem Hervorgerufen durch die Ankh-Morporker Zwergenmode und die Stadt überhaupt. Wie nicht anders zu erwarten greift das Ganze in einen Kriminalfall, den Mumm trotz mangelnder Zuständigkeit zu lösen auszieht. Elefantenliebhaber kommen jedoch nicht auf ihre Kosten und das Geheimnis um diese Legende wird (hier) auch nicht wirklich geklärt: es bleibt eine gängige, Überwaldener Metapher.

Innerhalb eines soliden und humorvollen Pratchett, der bisweilen auch zum Nachdenken anregt, ist sicherlich die Einführung der "Igors" ein Highlight - in den späteren Büchern sind diese "Chirurgen" kaum mehr wegzudenken. Alles in allem bot diese Roman mir jedoch keine besonderen Höhepunkte; er war solide Pratchett-Qualität, die allerdings auch schon im höheren Bereich liegt.

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Avatar von nico Rezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


Zitat(e) aus dem Buch

  • „Er kam durch eine Explosion ums Leben[…]. Aber er fand großen Gefallen an seinem Beruf.[…] Bis zu der Explosion. Ich glaube, die gefiel ihm nicht.“
  • „[…]Du bist einmal Alkoholiker gewesen, oder, Sir Mumm?“ „Nein,[…] ich war ein Trunkenbold. Um Alkoholiker zu sein, braucht man mehr Geld.“

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