Buch-Cover, Wolfgang Hohlbein: Genesis 1 - Eis

Genesis 1 - Eis

Serie: Genesis (#1)Genre: Fantasy Horror
Verlag: Ueberreuter
Seiten: 400
Erschienen: 08/2006 (Original: 2006)
ISBN: 3-8000-5257-1
Preis: 14,95 Euro (Hardcover)
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Grimoires.de    
Wertung: 3/5 Grimoires; 6/10 Punkte, Kann-Lektüre

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Der siebzehnjährige Ben befindet sich mit seinen Eltern auf dem Kreuzfahrtschiff Princess of Dawn auf dem Weg von Kapstadt nach Brisbane, Australien. Seit er mit seinen Eltern an Bord ist, wird Ben von unheimlichen Albträumen geplagt, die Nacht für Nacht schlimmer werden: Gesichtslose Eismonster greifen ihn an, schießen ihre messerscharfe Finger auf ihn ab, überfallen die „Princess of Dawn“.....

Ben vermutet, dies sei eine seltene Form der Seekrankheit. Seinen Eltern gegenüber verschweigt er die Albträume jedoch.

Nach kurzer Zeit erregt ein junges Mädchen in etwa seinem Alter Bens Aufmerksamkeit: sie ist stets ganz in weiß gekleidet, sieht sehr hübsch aus und hat eine sehr anziehende Wirkung auf ihn. Es stellt sich schnell heraus daß sie Sasha heißt, die Tochter des Kapitäns ist - und Autistin.

Abgesehen von den Albträumen scheint es in Bens Augen eine ganz normale, todlangweilige Kreuzfahrt zu sein.

Doch dann entdeckt er einen Trupp Söldner an Bord, der sich offensichtlich vor den Passagieren versteckt, und seine Albträume werden Realität ...

Der „King of Fantasy“ greift in seinem ersten Band zu der Trilogie „Genesis“ erneut den Cthulhu-Mythos von H.P. Lovecraft auf. Hohlbein-Fans erinnern sich: in „Der Hexer“ spann Wolfgang Hohlbein schon einmal den Cthulhu-Mythos, die Geschichte der „Großen Alten“ weiter. Von daher ist dies kein neues Thema für Hohlbein, er bewegt sich auf bekanntem Terrain.

Am Anfang des Buches lässt er es langsam angehen, malt die Situation auf dem Kreuzfahrtschiff in allen Facetten aus. Das einzig mystische bis dahin sind Bens Träume, welche wohl eher in das Genre „Horror“ gehören als in „Fantasy“.

Gegen Mitte des Buches steigt die Spannung aber explosionsartig, als sich Bens Träume in die Realität verwandeln, und die Normalität an Bord des Kreuzfahrtschiffes aus den Angeln gehoben wird.

Es wachsen hunderte, tausende gesichtslose Eiskrieger auf wundersame Weise aus dem Eis des Nordpols hervor. Jeder der durch diese Krieger oder einen Splitter von ihnen verletzt wird, wird selber über kurz oder lang zu einem dieser Eiskrieger. Das Ziel der Eiskrieger ist offensichtlich: alle an Bord des Kreuzfahrtschiffes zu den ihren zu machen - ein wenig verwirrend, wenn man an anderer Stelle liest, wie hunderte oder tausende von Eiskrieger aus dem Eis des Nordpols heraus wachsen: wieso bemühen sich die Eiskrieger um die paar Menschen auf dem Schiff, wenn sie sich aus dem Eis doch offensichtlich endlos reproduzieren können?

Aber nun gut, es scheint auf jeden Fall das erklärte Ziel dieser Gesichtslosen Eiskrieger zu sein, die Menschheit auszurotten, da sie die willenlosen Sklaven der Großen Alten sind, die vor jahrmillionen über die Erde geherrscht hatten, und jetzt wieder zum Leben erwacht sind. Dies geht auf jeden Fall aus dem Klappentext des Buches hervor, aus dem Buch selber leider nicht.

Wer den Cthulhu-Mythos ein wenig kennt, bzw. „Der Hexer“ von Hohlbein gelesen hat, erkennt ziemlich schnell in einer mystischen Krake eine Kreatur der Großen Alten. Auch daß Ben und die Autistin Sasha Fähigkeiten besitzen, die den Großen Alten schaden können, ähnlich denen des „Hexers“, lässt sich erahnen.

Jedoch dürfte es für „Genre-Fremde“ erst einmal eine Enttäuschung sein: vieles wird angedeutet, aber nichts scheint wirklich greifbar. Dies hat sich Hohlbein eindeutig für die Folgebände „Stein“ und „Diamant“ aufgehoben.

Alles in allem scheint dieser erste Band der Trilogie „Genesis“ ein wenig das Genre verfehlt zu haben: es liest sich eher wie ein Horrorroman als wie Fantasy. Auch stellt sich die Frage: Wo blieb der fantastische, märchenhafte Einfluss von Heike Hohlbein, die ja laut Einband an der Trilogie mit geschrieben hat? Ich konnte ihn nirgends finden. Sehr schade.

Wer jedoch ein gute Priese Horror liebt, wird von diesem Buch begeistert sein. Hohlbein schafft es wieder, nach kurzer Anlaufzeit, durch seinen Schreibstil und Spannungsbogen den Leser durchaus zu fesseln.

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Avatar von Zottel Rezension von: (Grimoires.de)
Zottel war einst riesiger Wolfgang Hohlbein-Fan, aber das hat nachgelassen. Inzwischen schätzt er alle guten Bücher, die sich so in seinen Regalen tummeln.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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