Buch-Cover, Gerald Messadié: Ein Mensch namens Jesus

Ein Mensch namens Jesus

Genre: Historischer Roman
Verlag: Knaur
Seiten: 745
Erschienen: 11/2006 (Original: 1989)
ISBN: 3-426-63471-6
Preis: 9,95 Euro (Softcover)
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Als Sohn einer gerade erwachsenen Maria und eines alternden Joseph wächst Jesus fernab von Jerusalem auf. Er lernt das Handwerk des Zimmermanns von seinem Ziehvater Joseph, welcher vor langer Zeit einmal Priester in Jerusalem war. Doch das Priesterhandwerk will Joseph seinem Ziehsohn nicht lehren, er weigert sich standhaft.

Dem Jugendalter entwachsen reist Jesus durch große Teile der damaligen Welt, lernt andere Kulturen, andere Sitten kennen. Vor allem die Griechen, ihr Wissen um Philosophie und Medizin faszinieren ihn sehr. Nach einigen Jahren geht Jesus zu den „Essenern“: Die strengste Glaubensgemeinschaft der damaligen Zeit, abgeschottet vom Rest der Welt, in einer Siedlung an der Westküste des Toten Meers. Hier bemerkt er nach einiger Zeit, daß er mehr ist, als nur ein „einfacher Gläubiger“. Die Essener beschuldigen ihn des Teufelswerks, woraufhin er die Gemeinschaft der Essener enttäuscht verlässt. Schnell verbreitet sich im ganzen Land das Gerücht, der Messias sei gekommen.

Innerhalb kürzester Zeit schließen sich einige schnell entschlossene Männer Jesus als seine Jünger an, feiern den Messias. Doch er selbst sieht sich nicht als Messias- denn biblisch geht dem Ende der Welt, dem Armageddon, die Ankunft des Messias voraus. Doch das Armageddon ist, wenn es nach Jesus geht, lange noch nicht da. Jedoch das Ende der bisherigen Glaubenswelt...

Das Buch bekommt 3 von 10 Punkten.

In den ersten Kapiteln des Buches ist man als bibelfester Leser erst einmal sehr verwirrt: Gerald Messadié zeichnet in seinem Roman ein ganz neues, so noch nicht da gewesenes Bild von Maria, ebenso von Joseph. Maria ist eine normale junge Frau, welche allerdings schwanger und gleichzeitig noch Jungfrau ist. Da Maria unter der Obhut des Priesters Joseph steht, beschließt der Hohepriester nun, daß Joseph und Maria heiraten müssen, damit die Ehre gewahrt bleibe.

Messadié zeigt in seinem Buch das Bild eines alternden, verbitterten Josephs, der nach seiner Zwangsheirat mit Maria aus Jerusalem nach Alexandria vor den Häschern Herodes flüchtet.

Dort wächst Jesus auf, beginnt die Welt als ein ganz normaler Heranwachsender kennen zu lernen.

Alles in allem fiel es mir sehr schwierig bei diesem Buch durchzuhalten, es zu Ende zu lesen. Am Anfang noch interessiert, durch die komplett andere Darstellung von Maria, Joseph und Jesus, findet man spätestens bei Jesus Reisen durch die damalige Welt nirgendswo mehr einen Spannungsbogen.

Hat man sich durch Jesus Reisen hindurch gebissen, bis dahin daß er als Messias gefeiert wird, in den Tempel von Jerusalem geht und die dortigen Händler verprügelt, wird man leider nicht belohnt. Der Spannungsbogen ging, und kam nie wieder. Jedenfalls nicht bis zum Ende der Geschichte. Das Nachwort sparte ich mir.

Messadié hat durchaus einen sehr guten Ansatz, der Beginn des Buches macht auch Lust auf mehr. Er stellt die biblischen Personen der damaligen Zeit nicht als Heilige dar, sondern als ganz normale Menschen, mit Wünschen und Bedürfnissen, die auch mal Fehler machen. Dies tut er jedoch leider mit solch einer Langatmigkeit und mit viel Liebe zum Detail, so daß das gesamte Werk darunter leidet.

Bei meiner Recherche im Vorfeld zu diesem Buch, erfuhr ich das Messadié 10 Jahre lang für diese Buch recherchiert habe und las sehr viele, sehr gute Stimmen über dieses Werk.

Jedoch muß ich ganz ehrlich sagen: ich kann dieses Buch niemandem weiter empfehlen. Schade!

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Avatar von Zottel Rezension von: (Grimoires.de)
Zottel war einst riesiger Wolfgang Hohlbein-Fan, aber das hat nachgelassen. Inzwischen schätzt er alle guten Bücher, die sich so in seinen Regalen tummeln.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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