Buch-Cover, Victor Loupan: Das Geheimnis der Illuminaten

Das Geheimnis der Illuminaten

Originaltitel: Les Demons De Dan Brown (?) [FR]
Übersetzer: Enrico Heinemann
Genre: Sekundärliteratur
Verlag: Piper
Seiten: 260
Erschienen: 11/2006 (Original: 2005)
ISBN: 978-3-492-24788-7
Preis: 8,95 Euro (Softcover)
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Das Geheimnis der Illuminati

Der Thriller „Illuminati“ von Dan Brown löste bekannterweise eine wahre Hysterie unter seinen Lesern, man kann wahrscheinlich sagen weltweit, aus. Tausende pilgerten nach Rom, um sich dort auf die Spuren von Robert Langdon und Vittoria Vetra -den beiden Protagonisten- zu begeben, oder um auf den dafür eigens organisierten „Illuminati-Stadttouren“ die Schauplätze des Romans zu besichtigen.

Doch was steckt hinter der Fassade dieses rasanten Thrillers? Was daran ist Wirklichkeit, was sind recherchierte Fakten und was pure Fiktion?

Um dem interessierten Leser dies zu beantworten haben die Autoren Victor Loupan und Alain Noël

den Roman und die darin von Dan Brown erhobenen Behauptungen und Fakten gründlich untersucht und die Quellen recherchiert. So führten sie ihre Nachforschungen unter anderem nach Genf zu den Wissenschaftlern von CERN und in den Vatikan um uns sämtliche Fragen die dieses Buch aufwirft zu beantworten. Gab es die Illuminaten wirklich bzw. gibt es sie heute noch? Kann man aus Antimaterie eine Bombe herstellen welche die Sprengkraft einer Atombombe besitzt? Und was ereignete sich wirklich im Fall Galilei?

Victor Loupan und Alain Noël präsentieren dem Leser die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Recherchen anschaulich verpackt und sehr unterhaltsam.

Die beiden Autoren haben sich gründlichst mit der Materie des Romans „Illuminati“ befasst, die so entstandene Analyse liest sich sehr spannend und kurzweilig; sehr hilfreich ist das Glossar dem man viele zusätzliche Informationen entnehmen kann. Sie untersuchen den „Fall CERN“ und reisen zu den Wissenschaftlern nach Genf. Auf den ersten Blick sehen sie dass der reale Generaldirektor so gar nichts mit dem fiktiven Maximilian Kohler des Romans zu tun hat- er sitzt nicht im Rollstuhl und ist auch kein erbitterter Gegner der katholischen Kirche. Dan Brown führt als Fakt an dass ein Tropfen Antimaterie reichen würde um eine der verheerendsten Explosionen herbeizuführen. Bei CERN sieht man dies etwas anderes. Die Wissenschaftler erklären, dass die gesamte Menge der in CERN erzeugten Antimaterie gerade genug Energie liefern würde um eine elektrische Glühbirne für einige Minuten zum Leuchten zu bringen.

Auch im Fall der“ Geheimorganisation“ der Illuminaten sieht die Wirklichkeit etwas anders aus. Dan Browns Meinung nach entstanden sie aus dem Zusammenschluss von der Kirche verfolgten Wissenschaftlern und entwickelten sich über die Jahrhunderte zu einer heute weltweit existierenden Verschwörung. Er belegt dies mit Quellen aus dem Internet die sich als die abstrusesten Websites herausstellen.

Beim Thema katholische Kirche verfällt Dan Brown in seine üblichen Anschuldigungen die auch den Lesern des Buches „Sakrileg“ sehr wohl bekannt sein dürften. Auch hier bemühen sich die Autoren die Kirche wieder in ein rechtes Licht zu rücken, geschieht dies jedoch teilweise sehr überzogen und gespickt mit christlichen Predigten.

Auch der Fall Galilei wird von wissenschaftlicher und kirchlicher Seite nochmals aufgerollt und auch hier stellt sich heraus dass der historische Galilei mit dem Galilei in dem Roman nichts zu tun hat, obwohl sich Dan Brown auch hier als faktentreu bezeichnet.

Dass der Roman „Illuminati“ erst durch so manche Fiktion und Verschwörungstheorie seine extra Prise Spannung bekommt ist eine Sache, dass Dan Brown diese jedoch als recherchierte Fakten darstellt eine andere. Dadurch hat natürlich eine Analyse wie diese ihre absolute Daseinsberechtigung und die beiden französischen Journalisten haben diese sehr unterhaltsam und spannend gestaltet. Das Buch liest sich gut, wenngleich man doch schnell erkennt dass Noël als katholischer Theologe teilweise übertrieben für die Kirche in die Bresche springt. Dies ist etwas unstimmig, nehmen gerade doch die beiden Journalisten für sich in Anspruch die Dinge absolut wahrheits- und faktengetreu darzustellen. Alles in allem ist dies eine interessante Lektüre, zu empfehlen für Leser die den Dingen gerne auf den Grund gehen und sich bei aller Spannung und Fiktion doch auch für den Wahrheitsgehalt einer Sache interessieren.

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Avatar von Zottel Rezension von: (Grimoires.de)
Zottel war einst riesiger Wolfgang Hohlbein-Fan, aber das hat nachgelassen. Inzwischen schätzt er alle guten Bücher, die sich so in seinen Regalen tummeln.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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