Buch-Cover, Richard Laymon: Das Spiel

Das Spiel

Originaltitel: In the dark [AME]
Übersetzer: Kristof Kurz
Genre: Realistische Fantasy
Verlag: Heyne
Seiten: 450
Erschienen: 04/2007 (Original: 1994)
ISBN: 978-3-453-67535-3
Preis: 9,95 Euro (Softcover)
Schlagworte: Splatter
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Grimoires.de    
Wertung: 3/5 Grimoires; 7/10 Punkte, Gut

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Jane ist Bibliothekarin, etwas unzufrieden mit ihren kleinen Fettröllchen, gegen die sie nichts unternimmt, ein bisschen ängstlich, wenn sie im oberen Stockwerk am Ende des Tages alleine die Lichter löschen muss, ansonsten aber ganz zufrieden mit ihrem Leben.

Eines Tages findet sie einen Brief an ihrem Platz, der 50 Dollar und ein Rätsel enthält. Das Rätsel ist schnell gelöst, sie muss ein Buch hier in der Bibliothek finden, um dort den nächsten Hinweis zu finden. Eigenartig findet sie das schon, aber sie lässt sich darauf ein. Sie trifft auf Brace, den letzten Kunden, der über dem Lesen die Zeit vergessen hat und der sie schließlich in das obere Stockwerk begleitet.

Jane erzählt ihm von dem Brief und findet einen weiteren Umschlag in eben jenem Buch, diesmal befinden sich ein etwas komplizierteres Rätsel und 100 Dollar darin. Sie und Brace machen sich schließlich auf und lösen auch das neue Rätsel. Jane ist mittlerweile schon regelrecht in einen Rätselrausch geraten. Sie verdient schnell viel Geld und erlebt ein Abenteuer.

Brace ist davon nicht ganz so begeistert, da vor allem das neue Rätsel gefährlich war und das nächste nicht minder gefährlich wirkt.

Jane will davon jedoch nichts hören, immerhin ist es ihr Leben das sie riskiert und so lange kennt sie Brace auch wieder nicht, als dass sie Ratschläge von ihm annehmen würde.

Anfangs war sie sich auch nicht sicher, ob sich hinter dem Meister des Spiels, oder auch MOG, wie der Rätselsteller die Briefe unterschreibt, nicht vielleicht Brace verbirgt, doch diesen Gedanken verwirft sie schnell wieder, spätestens als MOG von ihr verlangt, dass sie die nächsten Aufgaben allein, ohne die Hilfe von Brace lösen soll.

Langsam aber sicher nehmen die Aufgaben kranke Züge an, so muss Jane nachts alleine auf dem Friedhof gegen einen scharfen Hund kämpfen, sich in einem Negligé in einen Sarg legen oder Frauen aus den Händen wahnsinniger Männer befreien, die darauf hinarbeiten, dass sich die Frauen vor Hunger selbst essen. Jane gerät in immer größere Gefahr, doch gelingt es ihr nicht, sich von der Faszination des Spiels zu befreien.

Wie man an dieser Beschreibung womöglich schon bemerkt, ist dieses Buch sehr eigenartig. Die Grundidee des Spiels ist gut und auch die Ausführungen der einzelnen Aufgaben sind spannend, und so krank diese auch sind, trotz allem faszinierend. Man steigt gleich zu Beginn in die Story ein und ist mittendrin, eh man es sich versieht. Das einzige, was die Spannung ein wenig schmälert sind die ewigen und langatmigen Gedankengänge Janes, wenn sie sich überlegt, „dass das was sie hier tut abartig ist, aber es Geld bringt, aber schon abartig ist und eigentlich würde so etwas ja nicht tun, denn abartige Sachen tut sie sonst nicht“ und dergleichen, sich also ständig wiederholt, widerspricht und schließlich doch tut, was getan werden muss.

Auch Janes Charakter verändert sich im Laufe des Buchs, sie beginnt Menschen zu töten, ohne etwas dabei zu empfinden, prostituiert sich in einem gewissen Sinne, beginnt sich selbst aber auch etwas mehr wertzuschätzen.

Einige Szenen sind überaus unrealistisch und wieder andere wirken ohne große Umschweife, als wären sie einem kranken Geist entsprungen. Dieses Buch basiert auf sexuellen Fantasien und auf brutalen Vorgehensweisen mit und an Menschen. Auch während des Spiels selbst werden Personen, vorzugsweise Frauen, verstümmelt, getötet, vergewaltigt und gefoltert. Nicht jedes Gemüt verträgt das wohl. Überraschend an diesen Szenen im Buch ist, dass sie in die Geschichte eingegliedert sind und passen und nicht seltsam aufgesetzt wirken. Das Gesamtbild machen sie trotzdem nicht besser.

Das Ende ist leider unbefriedigend. Das ist generell ein großes Problem an solchen Geschichten, die Motivation der Protagonisten ist meist fadenscheinig und die Auflösung ist faktisch nicht vorhanden. Man erfährt kaum etwas über MOGs Gründe dieses Spiel zu starten und noch weniger darüber, warum er Jane gewählt hat.

Somit liegt letztendlich ein Buch vor, das man, wenn man viele Gewaltszenen verträgt, gut lesen kann, da es spannend, jedoch auch gelegentlich etwas unlogisch ist.

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Avatar von Katharina Rezension von: (Grimoires.de)
Katahrinas Lesekarriere begann mit Wendy und Mickey Mouse. Über Märchenmond gelangte sie zur Fantasy. Diese entachte auch eine regelrechte Bücher-Sammelwut in allen Bereichen. Am liebsten blieb ihr jedoch die Fantasy - und Vampire.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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