Buch-Cover, Alex Shearer: Das Mädchen in der Glaskugel

Das Mädchen in der Glaskugel

Originaltitel: The Speed of the Dark [EN]
Übersetzer: Barbara Küper
Genre: Fantasy
Verlag: Arena-Verlag
Seiten: 324
Erschienen: 03/2007 (Original: 2003)
ISBN: 978-3-401-05689-0
Preis: 13,95 Euro (Hardcover)
Schlagworte: AlbträumeKunst
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Grimoires.de    
Wertung: 4/5 Grimoires; 8/10 Punkte, Gut bis sehr gut

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Wertung: 3/5 Grimoires; 6.2/10 Punkte, Kann-Lektüre

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Im Grunde soll das vorliegende Buch ein Jugendbuch sein, doch mit seiner ernsten und tieftraurigen Geschichte sowie den verworrenen Gedankengängen wird es wohl eher Erwachsenen eine Freude bereiten.

Im Grunde geht es in diesem Buch um den verkrüppelten, übergewichtigen und dazu auch noch höchst merkwürdigen Ernst Eckmann. Er ist ein Künstler. Aus einem Reiskorn schafft er Kunstwerke in Miniaturform, so zum Beispiel ägyptische Motive oder sogar aus einem Zuckerkristall ein Walross. Ausgestellt werden seine Kunstwerke zwar, die er durch eine dünne Glaskuppel schützt, doch wirklich anerkannt wird er nicht. Der Traum Eckmanns ist es, seinen Kunstwerken Leben einzuhauchen und verzweifelt mehr und mehr über diesem Wunsch.

So lebt er von der Außenwelt isoliert einsam und ohne Freunde, bis er sich in Poppea verliebt, eine Ballerina, die auf der Straße als lebende Spieluhrfigur tanzt. Er weiß jedoch, dass er mit seinem Aussehen niemals eine Chance bei der schönen Frau haben wird.

Dann gibt es da Christopher, der Eckmanns Miniaturen schon immer bewundert hat und ihn oftmals besucht, er kennt Poppea und sein Vater, Robert, ist ebenfalls in die Ballerina verliebt.

Christophers Mutter hat die Familie vor langer Zeit verlassen, weswegen er von Robert allein aufgezogen wird, was in dieser Stadt nicht gern gesehen wird.

Eines Tages verschwindet Poppea plötzlich und Robert folgt ihr kurz darauf. Für Christopher, der nun allein auf der Welt ist, werden alle Alpträume die er jemals hatte damit wahr. Eckmann erbarmt sich schließlich und nimmt den Jungen auf, der erst mit der Zeit auf das Geheimnis stößt und herausfindet, was wirklich mit seinem Vater geschehen ist, bevor er selbst ebenfalls verschwindet.

Ein Manuskript führt die Geschichte ein. Dieses Manuskript wurde von einem erwachsenen Christopher verfasst, dem es nicht einmal möglich war diesen Bericht über sein Leben in Ich-Form zu schreiben.

Es zieht sich wahnsinnig in die Länge und verdirbt einem fast die Lust darauf das Buch weiter zu lesen, wenn man die ersten 50 Seiten jedoch gepackt hat, wird das ganze Buch und die etwas verwirrende Geschichte um einiges besser, als es zuerst den Anschein hatte.

Vor allem die Perspektive des erwachsenen und dann wieder kleinen Christophers ist erst einmal verwirrend. Man weiß nicht, was der denn nun hier zu suchen hat, wie er in die Geschichte hinein passt, oder wie es nun weiter gehen wird.

Die Geheimnisse kommen erst nach und nach ans Tageslicht und auch am Schluss des Buches bleiben einige von ihnen ungelöst und einige Fragen unbeantwortet, was jedoch nicht großartig störend wirkt.

Die in der Geschichte vorkommenden Personen werden so gut es geht dargestellt und das ist ein wirklich gelungener Aspekt dieses Buches. Trotz der wenigen Informationen, die man hat, kennt man sie und kann mit ihnen mitfühlen. Das ist ein besonderer künstlerischer Zug, den nicht viele beherrschen.

Glücklich macht einen diese Geschichte auf jeden Fall nicht, das steht fest. Viel zu verletzt sind die Protagonisten, zu viel Schwermütigkeit liegt in den Zeilen und verlorene Träume und Hoffnungen drücken die Seiten nieder. Wer eine fröhliche Geschichte sucht, die einen das Buch mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht zuklappen lässt, ist hier falsch und sollte gleich die Finger von diesem lassen.

Somit liegt ein Buch vor, das ich trotz seiner Brillanz nur bedingt weiter empfehle, weil es mit seiner Melancholie und seiner in sich stimmigen Traurigkeit kein Buch für die Massen und nur vereinzelt ein Buch für jugendliche Gemüter ist.

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Avatar von Katharina Rezension von: (Grimoires.de)
Katahrinas Lesekarriere begann mit Wendy und Mickey Mouse. Über Märchenmond gelangte sie zur Fantasy. Diese entachte auch eine regelrechte Bücher-Sammelwut in allen Bereichen. Am liebsten blieb ihr jedoch die Fantasy - und Vampire.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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