Buch-Cover, Lara Adrian: Geliebte der Nacht

Geliebte der Nacht

Originaltitel: Kiss of Midnight [AME]
Serie: Midnight Breed (#1)
Übersetzer: Beate Wiener
Genre: Fantasy
Verlag: LYX Egmont
Seiten: 462
Erschienen: 09/2007 (Original: 2007)
ISBN: 978-3-8025-8130-4
Preis: 9,95 Euro (Softcover)
Schlagworte: KunstVampireWaisen
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Grimoires.de    
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Gabrielle Maxwell ist Fotografin und erlangt mit ihren düsteren Bildern verlassener Gebäude aus der Umgebung einen immer größeren Bekanntheitsgrad.

An diesem Abend hat sie eine Ausstellung und sie und ihre Freunde hängen an diese noch einen Besuch in einer Disko an. Gabrielle kann mit Menschenmassen und normalen Vergnügungen nur leider wenig anfangen und so verabschiedet sie sich schnell.

Vor der Disko trifft sie auf eine Gruppe junger Männer, die gerade einen anderen zusammenschlagen. Gabrielle versucht Hilfe zu holen, doch keiner hört sie an, also nimmt sie die Sache selbst in die Hand und schießt einige Bilder mit ihrer Handykamera. Seltsamerweise scheint das die Angreifer zu verstören, denn sie ergreifen die Flucht.

Auf der Polizeiwache glaubt der jungen Frau niemand, vor allem da die Kollegen, die sich den Ort angesehen haben, keine Spuren einer Gewalttat finden können. Dennoch verspricht der verantwortliche Polizist, der Gabrielle sogar schon Drogengenuss unterstellt, dass er am nächsten Tag einen Detective vorbeischicken wird.

Der steht auch tatsächlich vor der Tür, gut aussehend und von einer unglaublichen Ausstrahlung, sodass sich die junge Frau gleich zu ihm hingezogen fühlt. Das ist auch nicht sonderlich verwunderlich, denn Lucan ist ein Vampir, auch wenn er sich hütet das der jungen Frau zu sagen und ein Polizist ist er auch nicht, gibt sich jedoch als einer aus, damit sie keinen Verdacht schöpft und ihm das Handy aushändigt, auf dem die Fotos der Rogues sind.

Rogues sind Vampire, die dem Blutdurst anheim gefallen- und deswegen von Blut abhängig sind. Sie leben nur für den nächsten Biss und sind nichts Besseres als wilde Tiere. Lucan bekämpft diese Bestien und tötet sie, gemeinsam mit seinen Brüdern, wann immer er kann.

Auch er fühlt sich von Gabrielle angezogen und will nichts anderes, als mit ihr das Bett zu teilen. Als er sie eines Nachts besucht, weiß er auch warum das so ist, er erkennt das Mal, das sie trägt und das sie als eine Stammesgefährtin auszeichnet. Eine jener Frauen, mit denen sich Vampire fortpflanzen können, an die sie sich jedoch immer binden, wenn sie sie beißen. Lucan ist ein Krieger und will sich keine Gefährtin zulegen, da der Tod überall lauert und er nicht weiß, wann er zuschlägt, doch die junge Frau geht ihm nicht mehr aus dem Kopf und beherrscht all seine Sinne.

In den letzten Jahren sind sehr viele Vampir-Romane auf dem deutschen Markt erschienen. Es gibt die guten, die durchschnittlichen und die schlechten davon. Dieser hier gehört leider nur zu den durchschnittlichen Romanen und das hat mehrere Gründe.

Zum einen ist da Gabrielle, die zwar durchaus sympathisch ist, aber den typischen leidenden Dackel spielt. Die ist ein Adoptivkind uns schlägt sich mit den Gedanken herum, warum ihre Mutter sie wohl nicht gewollt hat, dann findet sie Frieden darin, ihr Blut fließen zu lassen, sprich, sich diverse Körperstellen aufzuschneiden und sie mag im Grunde keine Menschen, weswegen sie sich die meiste Zeit zuhause verkriecht.

Ihre Freunde sind wandelnde Klischees. Zum einen ist da der durchaus sympathische schwule Kumpel Jamie, der sich sehr um sie sorgt und immer sofort zur Stelle ist, wenn es ihr schlecht geht sowie zwei Freundinnen, die denken, dass ihre Freundin dringend einen festen Freund benötigt.

Die Herkunft der Vampire ist hier durchaus interessant, dies wird so erklärt, dass Aliens vor vielen Jahrhunderten auf der Erde gelandet sind und regelrechte Massaker an den Menschen verübt haben. Da sie keine normale Nahrung aufnehmen konnten, haben sie sich angewöhnt das Blut der Menschen zu trinken. Diese Generation ist jedoch schon lange ausgestorben und Lucan ist eines ihrer Kinder, also ein Gen eins Vampir.

Das normale Vorgehen der Vampire ist, dass sie sich Menschen suchen, von denen sie trinken können, ihre Wunden verschließen und ihr Gedächtnis manipulieren, sodass sie sich nicht mehr daran erinnern können, dass ihnen ein Vampir begegnet ist. Der Biss eines Vampirs ist sehr angenehm und führt die Menschen in eine regelrechte Ekstase, aus diesem Grund werden auch viele Menschen süchtig nach dem Biss und können nicht aufhören darum zu betteln, selbst wenn sie schon an der Schwelle zum Tod stehen.

Nun weiß man, dass es in der Vampirliteratur immer auch um Sex geht, erotische Worte werden ausgetauscht und die ein oder andere Praxis ausprobiert. Das ist auch in diesem Buch so, nur finden sich die Protagonisten ständig mit dem Kopf zuerst zwischen den Beinen ihrer Liebsten wieder und flüstern sich immer wieder die bösen und allseits bekannten vulgären Worte was den Sexualakt und die männlichen Geschlechtsteile betrifft, zu. Das lässt einen gelegentlich doch innehalten und den Kopf schütteln, da dies einfach unnötig erscheint und fehl am Platze wirkt.

Die Beziehung zwischen Lucan und Gabrielle gestaltet sich wie man es gewöhnt ist, äußerst schwierig, da sie sich beide voneinander angezogen fühlen und dennoch nichts miteinander zu tun haben wollen. Gabrielle schreckt vor ihm zurück, da er eine Bestie ist und er schreckt vor ihr zurück, da er sich nicht erlauben will, dass ihm eine Frau zu wichtig wird. Sie wirft ihm deswegen zu Recht vor, dass er sie nur flachlegen will, aber sich ansonsten nicht um ihre Gefühle schert.

Dieses Hin und Her, obwohl es eindeutig ist, dass sie sich wollen und klar ist, wie es enden wird, geht einem etwas auf die Nerven und treibt die Geschichte ein wenig auf die Spitze.

Zuallerletzt soll noch einmal betont werden, das, obwohl dieser Roman keinesfalls zu den Besten seiner Art gehört, er dennoch lesenswert ist und seine guten Seiten hat. Somit ist dieses Buch für einige Stunden als Zeitvertreib durchaus geeignet, wer jedoch mehr erwartet kann sich an andere Serien, auch vom selben Verlag, halten, die gerade vertrieben werden.

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Avatar von Katharina Rezension von: (Grimoires.de)
Katahrinas Lesekarriere begann mit Wendy und Mickey Mouse. Über Märchenmond gelangte sie zur Fantasy. Diese entachte auch eine regelrechte Bücher-Sammelwut in allen Bereichen. Am liebsten blieb ihr jedoch die Fantasy - und Vampire.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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