Buch-Cover, Dave T. Morgan: Der Schrei des Feuervogels

Der Schrei des Feuervogels

Serie: Die Magierkriege (#1)Genre: Fantasy
Seiten: 349
Erschienen: 09/2007 (Original: 2007)
ISBN: 978-3-939139-03-4
Preis: 9,90 Euro (Softcover)
Schlagworte: KriegPhoenixPolitik
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Lange Jahre des Krieges herrschten in Abreanna und Thalanien. Dies soll sich nun ändern, denn der Thronfolger Abreannas heiratet die Prinzessin Thalaniens - und das nicht nur aus politischem Kalkül. Alle Hoffnung auf Frieden wird jedoch zunichte gemacht: Gemäß eines alten Gesetzes fordert der Thronfolger Thalaniens seinen Vater am Tag der Hochzeit heraus und stürzt die Länder in einen weiteren, große Krieg.

Damit nicht genug: Der Kampf war offensichtlich manipuliert - der alte König starb an Gift. An einem Gift, dass es eigentlich nicht geben dürfte, da es viel zu mächtig ist. Lion, jüngster Prinz Abreannas, macht sich bald auf zu den Zwergen und weiter zum Wald der Magier, um Antworten zu finden: Was genau meinte die Magierin, die ihm im Wald begegnete? Was hat es mit dem Feuervogel auf sich, dessen Bild er plötzlich im Arm trägt und was plant der neue König Thalaniens? Es scheint als ob die zerstörerischen Magierkriege, die lange beendet glaubten, beileibe nicht vorüber sind sondern im Gegenteil einen neuen Höhepunkt erreichen...

Das Buch erhält 8 von 10 Punkten.

Vieles im "Feuervogel" wird bekannt vorkommen: Jüngster Königssohn zieht aus um die Welt zu retten, ist das Element, mit dem keiner rechnete. Der Tod wird nahezu direkt herausgefordert und dergleichen mehr. Magier sind offensichtlich die geheime Macht im Hintergrund, wenngleich Magie verboten ist. Dieser Schauplatz war mir zu Beginn nicht übermäßig sympathisch - die Rolle des unterschätzten jüngsten Prinzen ist einfach ein wenig abgenutzt, wenngleich die Heirat zu Beginn und das nicht-kompetetive Verhältnis der Geschwister hier im Kontrast zum "Märchensetting" steht. Leider wird der Anfang des Romans von einigen handwerklichen Fehlern begleitet: Der Autor verliert sich bisweilen in Katalogen, in Aufzählung von Anwesenden und ihres Aussehen. Dies spielt bis auf bei einer Person keinerlei Rolle mehr und trägt auch nichts zur Atmosphäre bei.

Dass er es besser kann beweist er jedoch, sobald der Roman einmal in Fahrt gerät: Zwar kommt es bisweilen zu Irritationen - Dinge, die der Leser nicht als geschehen/gegeben vermutet (die aber nicht explizit unmöglich sind... aber eben auch nicht explizit möglich) - aber nach einem etwas spannungslosen Vorlauf kommt die Handlung in Fahrt. Dies wird unter anderem durch ein Teilen der Handlung erreicht, die jedoch immer wieder klar auf Lion fokussiert, der mehr und mehr die Geheimnisse der Magier erforscht und seinen Platz in der Welt einnimmt.

"Der Schrei des Feuervogels" bietet keine Innovation der Fantasy: Zerstörerische Kräfte (Magie) drohen einmal mehr, eine Welt zu vernichten, deren Völker in verschiedenen Konflikten schwelgen. Diese müssen geeint werden. Der Politik im Wege stehen oft andere Probleme, manchmal nicht offensichtlich, die es zu lösen gilt; auch die Liebe kann zu einem Hindernis werden. Der Handlungsbogen ist bekannt und für einen großen neuen Magierkrieg bietet dieser Roman erst den Auftakt. Aber auch ohne echte Innovationen ist er nach einer etwas mauen Anfangsphase ein sehr guter Roman, der verschiedene Elemente zusammenfügt und dessen Spannung zum Weiterlesen animiert. Wirkliche Schwachstelle bleibt somit der Anfang, dem ein wenig Kürzung in Listen und ein wenig schnellerer Spannungsaufbau gut getan hätten - auch der so Genretypische Prolog macht keinen wirklichen Sinn; zwar taucht er später als zentral auf, aber am Anfang stört er eigentlich nur. Dennoch ein Roman der durchaus zu empfehlen ist und der wegen leichtem Überformat und relativ kleinem Druck (ohne die Seiten unleserlich zu machen!) auch länger hält als die Seitenzahl vermuten lässt.

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Avatar von nico Rezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


Zitat(e) aus dem Buch

  • "Für das Leben, den Frieden und die Liebe - den Tod."

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