Buch-Cover, Joan Aiken: Der Todesruf der Nachtigall

Der Todesruf der Nachtigall

Originaltitel: Midwinter Nightingale [AME]
Autor: Joan Aiken
Übersetzer: Irmela Brender
Genre: Historischer Roman
Verlag: cbj
Seiten: 220
Erschienen: 09/2007 (Original: 2003)
ISBN: 978-3-570-21735-1
Preis: 6,95 Euro (Softcover)
Schlagworte: Werwölfe
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Die Autorin Joan Aiken hat sich mit einigen ihrer Bücher auch in die Herzen deutscher Jugendlicher geschrieben. Mit „Der Todesruf der Nachtigall“ liegt ein neuer Titel der beliebten Autorin vor, der sich auch diesmal wieder an Leser ab zehn Jahren wendet.

Baron Magnus leidet an Lykanthropie und als das bekannt wird, lässt ihn der König in den Tower sperren, wo er von dieser Krankheit genesen soll. Währenddessen wird die Ehe mit seiner bisherigen Frau für nichtig erklärt, woraufhin diese den Thronfolger heiratet. Aus ihrer Verbindung mit Magnus ist jedoch ein Sohn entstanden, der dieselben Gene in sich trägt wie sein Vater, auch wenn diese lange nicht so ausgeprägt sind. Für ihn und für seine Stiefschwester, die aus einer Liaison Baron Magnus hervorgegangen ist, wird gut gesorgt, sie werden mit allem versorgt was sie brauchen, solange ihr Vater die fünfzehn Jahre im Tower einsitzt.

Nun hat diese Tochter, Jorinda, erfahren, dass ihr Vater entlassen wurde und macht sich auf den Weg zu ihm, um ihn zu treffen. Im Zug trifft sie auf einen ärmlich gekleideten Jungen, der trotz allem großen Eindruck auf sie macht. Er ist still, freundlich und ein Graf, auch wenn er es zu verbergen versucht. Simon liebt Tiere und kann Jorinda nicht leiden, weil sie zu viel redet, während er lieber nachdenken möchte.

Zur selben Zeit verschwindet der amtierende und kränkelnde König. Der Bischoff ist entsetzt, denn Baron Magnus stellt für den König nicht nur eine erhebliche Gefahr dar, sondern wenn der König ohne die letzten Segnungen der Kirche stirbt, ist die Thronfolge nicht gesichert. Was niemand ahnt ist, dass Simon den König versteckt hält, damit er in Frieden sterben kann.

Die Geschichte an sich hört sich im Grunde ja interessant an und auch die Personenkonstellation ist alles andere als ungeschickt gewählt. Leider sind die Umstände gelegentlich etwas unglaubhaft, wenn beispielsweise der König einfach verschwindet, untertaucht, um seine Ruhe zu haben und keiner am Hofe weiß wo er steckt oder kein Adliger Simon erkennt, nur weil er ärmliche Kleidung trägt.

Joan Aiken schreibt zwar im Grunde gut und wählt auch passende Worte und schafft damit eine nette Geschichte, aber durch die Szenensprünge und die zum Teil doch etwas abartigen Situationen wird der Genuss der Geschichte geschmälert. Zudem wird immer wieder jemand oder etwas getötet. So dreht beispielsweise der Vater von Jorinda deren Hauskatze einfach den Hals um und ihr Bruder verfüttert diese an die gefräßigen Fische im Graben. Dabei bleibt das noch das harmloseste. Die meisten Protagonisten sind einem nicht unbedingt sympathisch, da bleibt der gefühlvolle Simon die große Ausnahme. Er bleibt auch der einzige, über den andere viel nachdenken oder sprechen, sodass man ihn dadurch besser kennen lernt.

Der Schluss ist nicht unbedingt als befriedigend zu bezeichnen, aber er kommt nicht unerwartet und schließt die Geschichte immerhin ab, worüber man irgendwann nur noch froh ist, somit haben die Flapsigkeiten und Grausamkeiten immerhin ein Ende.

Alles in allem liegt damit ein Buch vor, das nur bedingt zu empfehlen ist, da die Geschichte nicht überaus mitreißend ist und fehlende Spannung mit unnötigen Grausamkeiten wettmacht. So kann man dieses Buch lesen, wenn man gerade nichts anderes zur Hand hat.

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Avatar von Katharina Rezension von: (Grimoires.de)
Katahrinas Lesekarriere begann mit Wendy und Mickey Mouse. Über Märchenmond gelangte sie zur Fantasy. Diese entachte auch eine regelrechte Bücher-Sammelwut in allen Bereichen. Am liebsten blieb ihr jedoch die Fantasy - und Vampire.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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