Buch-Cover, Ascan von Bargen: Lilienblut

Lilienblut

Genre: Dark Fantasy
Verlag: Ubooks
Seiten: 188
Erschienen: 05/2007 (Original: 2007)
ISBN: 978-3-86608-077-5
Preis: 12,95 Euro (Softcover)
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Vampire sind ein sehr beliebtes Thema in der literarischen Welt und die Bücher um Liebe, Lust und Leidenschaft finden dankbare Leser. Oftmals werden die Blutsauger dabei als nachdenkliche und gefühlvolle Wesen dargestellt. Obwohl diese Bücher durchaus ihren Reiz haben, vermisst man an diesen Vampiren oft die wilde Bestie, die gewalttätige Darstellung, die ihnen sonst immer eigen war. In solchen Zeiten tut es gut einmal wieder ein Buch zu lesen wie „Lilienblut“.

Der französische Arzt und Okkultist Joaquin Ferrier hat im Jahre 1894 mit diversen Dämonen seiner Vergangenheit zu kämpfen, als ihn der Hilferuf einer verzweifelten Familie ereilt. Der erfolgreiche Bankier fürchtet um das Leben seiner einzigen Tochter Justine, ein ausgesprochen hübsches und beliebtes Mädchen, die vor einigen Tagen plötzlich erkrankt ist. Der Arzt will aus dem Schreiben herauslesen, dass das Kind wahrscheinlich unter einer Anämie leidet und macht sich auf dem Weg, dem sechzehn jährigen Mädchen zu helfen. Im Haus des Bankiers angekommen, erwartet ihn jedoch nicht eine einfache Kranke, sondern das Grauen selbst. Der Körper des Mädchens hat eine seltsame Transformation durchgeführt, sie wurde sozusagen zu einer lebenden Mumie und stinkt bestialisch. Als der Arzt das abstoßende Geschöpft untersuchen möchte, erwacht Justine plötzlich zum Leben, würgt ihn mit unglaublicher Kraft und kommt ihm bedrohlich nahe, stirbt jedoch, bevor sie ihn töten kann. Ferrier ist ratlos, er kennt weder die Symptome noch kennt er die Krankheit, an dem das Mädchen verstorben ist und so weiß er nicht, was er zukünftigen Opfern sagen soll. Kurz vor ihrem Tod hat der Arzt der Kranken noch Blut abgenommen, da er gehofft hatte, auf diese Weise eine Antwort auf seine zahlreichen Fragen zu erhalten, doch die Entdeckung, die er macht, ist ungeheuerlich. Das Mädchen hat an einer seltsamen Blutarmut gelitten, die er sich nicht erklären kann. Ebenso muss er an den Namen denken, den das Mädchen im Augenblick ihres Todes hervorgestoßen hat. Zur selben Zeit bricht eine Epidemie in Paris aus und alle Erkrankten zeigen dieselben Symptome wie Justine und sie alle kennen denselben Namen. Ferrier macht sich auf die Suche nach der Ursache und rennt dabei in sein Verderben.

Der Autor spielt mit ihren Lesern und das auf zweierlei Hinsicht. Zunächst ist von Anfang an klar, dass Ferrirer sterben wird, das wird zu Beginn deutlich gemacht. Dennoch gibt es hoffnungsvolle Momente, in denen man denkt, dass er es doch schaffen könnte zu überleben. Die Gewissheit, dass er sterben wird, lässt den Leser aber ganz anders an die Geschichte herangehen, als es unter anderen Umständen möglich gewesen wäre. Zum anderen erschafft er monumentale und eindringliche Bilder mit einer ganz besonderen bildhaften Sprache, von der sich andere Autoren gut noch eine Scheibe abschneiden können. So werden seine Beschreibungen zwar immer recht lang, doch der Leser kann sich auch nicht gegen die aufkommenden Bilder wehren, die ihm das Geschehen in ihrer Umgebung in aller Deutlichkeit aufzeigen. In diesem Buch geht es um Vampire vom alten Schlag, also um die mordenden Blutsauger, für die das menschliche Blut Nahrung bedeuten. Dementsprechend viel Blut fließt in diesem Buch und die Autorin geht alles andere als zimperlich mit ihren Protagonisten um, dabei verliert das Buch jedoch niemals an Geschmack oder dümpelt ab. Auch die Darstellung der Vampire erstreckt sich von altgewohntem über neue Ideen aus, was gut miteinander kombiniert wurde. So positiv sich das Ganze anhört, muss jedoch erwähnt werden, dass dieses Buch niemals richtig spannend oder nervenaufreibend wird, dazu ist weder der Stil der Autorin noch das Setting geschaffen, das vermisst man jedoch auch nicht. Die Geschichte bleibt durch diesen Punkt weiterhin gut, schafft es jedoch nicht, überragend zu werden und damit zu den besten Büchern dieses Genres zu gehören.

Wer jedoch eine zauberhafte Geschichte auf einer gewaltigen Sprachebene, mit sympathischen Protagonisten und einem guten Setting lesen möchte, sollte zu diesem Buch greifen und in dieser Geschichte versinken.

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Avatar von Katharina Rezension von: (Grimoires.de)
Katahrinas Lesekarriere begann mit Wendy und Mickey Mouse. Über Märchenmond gelangte sie zur Fantasy. Diese entachte auch eine regelrechte Bücher-Sammelwut in allen Bereichen. Am liebsten blieb ihr jedoch die Fantasy - und Vampire.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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