Buch-Cover, Lynsay Sands: Verliebt in einen Vampir

Verliebt in einen Vampir

Originaltitel: Love Bites [AME]
Serie: Argeneau (#1)
Übersetzer: Regina Winter
Genre: Humoristische Fantasy
Verlag: LYX Egmont
Seiten: 334
Erschienen: 09/2008 (Original: 2004)
ISBN: 978-3-8025-8171-7
Preis: 9,95 Euro (Softcover)
Schlagworte: Vampire
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Grimoires.de    
Wertung: 3/5 Grimoires; 7/10 Punkte, Gut

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Rachel Garrett arbeitet in der Pathologie. Eines Abends fühlt sie sich nicht gut, weiß, dass sie eine Grippe ausbrütet, als zwei Sanitäter ein Mordopfer bringen. Der junge, gutaussehende Mann ist erschossen worden. Als Rachel das Opfer untersucht, fällt ihr auf, wie attraktiv der Mann gewesen ist, wie makellos sein Körper und so erschreckt sie sich gleich nochmal so sehr, als er plötzlich wieder anfängt zu leben, nachdem sie die Kugel aus seinem Körper entfernt hat.

Der junge Mann, Etienne, der in Wirklichkeit ein Vampir ist, wird von einem wahnsinnigen Menschen verfolgt, der glaubt, ihn töten zu müssen, obwohl er niemandem etwas tut. Diesmal hat er ihn erschossen und Etienne konnte sich nicht schnell genug regenerieren. Schnell löscht der Vampir Rachels Gedächtnis, doch ganz kann er sich nicht aus ihren Gedanken verbannen, so träumt sie jede Nacht von ihm, bis er eines Abends wieder eingeliefert wird, weil er in die Luft gesprengt wurde. Noch während er sich regeneriert und Rachel ihn untersucht, stürmt sein Verfolger in die Pathologie, um dem Vampir den Kopf abzuschlagen. Da Rachel gerade Lebenszeichen wahrgenommen hat, versucht sie den Patienten vor dem Verrückten zu schützen und gerät selbst in die Bahn der Axt. Während sie im Sterben liegt, erwacht Etienne und auch seine Familie stößt zu ihnen. Der Vampir möchte sich für die Hilfe revanchieren und rettet Rachel das Leben, indem er sie ebenfalls zu einem Vampir macht. Da ein Vampir jedoch nur eine einzige Verwandlung vornehmen darf, spart er sich die meistens für seinen Gefährten auf. Nun kann Etienne nur hoffen, dass Rachel die für ihn bestimmte Frau ist, oder er muss für immer alleine bleiben.

Als Rachel in einer ihr fremden Umgebung erwacht, weiß sie zunächst nicht wer sie ist und was sie hier zu suchen hat. Selbst nachdem Etienne versucht hat ihr zu erklären, was mit ihr geschehen ist, blockt sie ab und möchte nichts davon hören, dass sie nun ein Vampir sein soll. Doch noch immer ist Etiennes rachsüchtiger und höchst größenwahnsinniger Verfolger hinter ihm her und damit gerät auch Rachel in Gefahr, da den verrückten Mann ihretwegen Schuldgefühle plagen.

So, hier liegt nun also eine neue Reihe vor, die Geschichte ist es jedoch nicht. In der letzten Zeit hat man zahlreiche Vampir-Romane auf den Markt geworfen, in denen es darum geht, dass sich ein Vampir und ein Mensch ineinander verlieben. Das einzig wirklich neue hieran ist, dass der Mensch noch vor dem Beginn der Beziehung ebenfalls ein Vampir wird. Es gibt einige sehr komische Szenen, beispielsweise, als Rachel es einfach nicht glauben kann, ein Vampir zu sein und versucht Argumente dafür zu finden. Auch die kleinen Streitereien, die sie mit Etienne beginnt, oder ihre manchmal sehr schrägen Gedankengänge sind zum Teil sehr amüsant. Nach und nach aber auch ermüdend. Die Autorin hat leider nicht das Talent zu erkennen, wann es denn endlich einmal genug ist, sondern macht immer weiter. Und so diskutieren Etienne und Rachel fünf Seiten über eine bestimmte Sache, wobei sich die Argumente immer wieder widerholen. Das muss nicht sein.

Auch wird hier mit Klischees gespielt und Wortspiele betrieben, das führt zu sehr schrägen Situationen, die im englischen sicher noch einen Tick besser rüberkommen.

Aber irgendwie war es das auch. Von den prickelnden erotischen Szenen, für die Werbung gemacht wurde, ist kaum etwas zu sehen. Zwar schlafen sie früher oder später miteinander (da ein Vampir einen Orgasmus übrigens zwanzig Mal intensiver erlebt, wird Rachel immer ohnmächtig dabei), aber das ist nie etwas Besonderes. Mehr Hintergrund hat die Geschichte dann auch nicht. Es gibt keine finstere Bedrohung, keine Geheimnisse, die es zu erforschen gilt oder ähnliches. Selbst Pudge, der große Feind, der ja schuld ist an Rachels Verwandlung ist nur eine Lachfigur, die einem höchstens noch kurz leid tut. Seine Bedrohung, ist in Wahrheit keine, sondern er rückt immer weiter in den Hintergrund, während Etienne und Rachel auf körperlicher Basis zueinander finden. Damit bleibt eine im Grunde mittelmäßige Geschichte übrig, die noch nicht mal durch den herausragenden Stil der Autorin aufgewertet kann, der ist nämlich überaus schlicht.

Alles in allem liegt hier ein Roman vor, den man durchaus mal zwischendurch lesen kann, der es jedoch nicht schafft ebenso mitzureißen, wie andere Titel des Verlages. Das Buch bietet leichte Unterhaltung und ist für all jene Leser, die einfach einmal wieder ein seichtes Buch mit Vampiren lesen wollen sehr geeignet.

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Avatar von Katharina Rezension von: (Grimoires.de)
Katahrinas Lesekarriere begann mit Wendy und Mickey Mouse. Über Märchenmond gelangte sie zur Fantasy. Diese entachte auch eine regelrechte Bücher-Sammelwut in allen Bereichen. Am liebsten blieb ihr jedoch die Fantasy - und Vampire.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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