Buch-Cover, Robert Louis Stevenson: Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde

Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde

Originaltitel: Strange Case of Dr Jekyll and Mr Hyde [EN]
Serie: Mitternachtsbibliothek (#3)
Übersetzer: Maren Bonacker
Genre: Phantastische Klassiker
Verlag: Arena-Verlag
Seiten: 112
Erschienen: 06/2007 (Original: 1886)
ISBN: 978-3-401-06112-2
Preis: 9,95 Euro (Hardcover)
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Die Geschichte von Dr. Jekyll und Mr. Hyde wurde schon viele Male erzählt. Oftmals wurde die Geschichte verändert, den Zeiten angepasst, eine Version für Kinder geschrieben und dergleichen. Auch der Ausdruck von Jekyll zu Hyde werden ist eine feststehende Wendung in unserer Sprache. Doch wo liegt der Ursprung, wie verläuft die Geschichte wirklich, die Stevenson geschrieben hat? Der Arena-Verlag veröffentlicht die Reihe der Mitternachtsbiliothek. Hier drucken sie Klassiker in ihrer ursprünglichen Form ab und die Geschichte von Jekyll und Hide ist ein Teil davon.

Richard Enfield wurde Zeuge einer schrecklichen Sache, als ein großer, grotesk und unheimlich wirkender Mann ein kleines Mädchen umrennt und ohne auf die Kleine zu achten, über sie hinweg trampelt. Die Spaziergänger können es nicht fassen, halten den Mann fest, der sich als Mister Hyde ausgibt und Enfield pocht auf eine Entschädigung für das Kind. Mr. Hyde stimmt zu und führt die aufgebrachten Menschen zu der Haustür eines noblen Hauses. Wenig später kehrt er mit einem Scheck zurück, der jedoch von einer sehr angesehenen und beliebten Persönlichkeit der Stadt unterschrieben worden ist. Man glaubt Mister Hyde nicht, dass er den Scheck auf ehrliche Art und Weise bekommen hat und so muss die andere Person den Scheck einlösen. Enfield erzählt seinem Cousin Utterson die Geschichte, jedoch ohne den Namen der zweiten Person zu nennen, diesem geht das Ganze nach, da er weiß, dass es sich bei eben jener Person um einen seiner Mandanten Dr. Jekyll gehandelt hat. Dieser wurde unlängst zu einem Freund und hat sein Testament bei Utterson gemacht. Ein Umstand ist jedoch seltsam, denn er ändert das Schriftstück so ab, dass, falls er spurlos verschwinden sollte, sein gesamter Besitz an einen Mister Hyde fallen soll. Nun ist Utterson beunruhigt und versucht herauszufinden, was es mit diesem Hyde auf sich hat, rennt jedoch gegen Wände. Ein Jahr später ereignet sich ein Mord an einem weiteren Mandanten Uttersons. Dieser ist fest der Meinung, dass nur Hyde dahinterstecken könnte. Die Polizei ist derselben Meinung, da die Indizien dafür sprechen. Utterson sucht schließlich Jekyll auf, der jedoch behauptet Hyde schon lange nicht mehr gesehen zu haben. Doch im Laufe der Zeit geht eine merkwürdige Veränderung mit Dr. Jekyll vor sich. Zunächst wirkt er frei und unbeschwert, doch dann verändert er sich vollkommen, schließt sich ein hält sich von der Außenwelt fern. Utterson kommt ebenfalls nicht mehr an ihn heran, bis eines Abends dessen Diener zu ihm kommt und ihn um Hilfe bittet, da er Dr. Jekyll in Gefahr sieht. Beide kehren zu Dr. Jekylls Haus zurück und Utterson macht eine unglaubliche Entdeckung.

Das Buch ist nicht das, was man erwartet. Man hat so viel über die Geschichte gehört, kennt sie aus Filmen, Comics, Elemente davon wurden entfremdet und wiederverwendet, dass die ursprüngliche Handlung nahezu verloren gegangen ist. Diese Geschichte ist sehr ruhig, fast behäbig und es dauert ein wenig, bis man versteht in welche Richtungen die einzelnen Gesprächsfetzen weisen sollen. Das große Grundthema des Buches ist ja die Spaltung von Gut und Böse und wie soetwas möglich sein kann. Direkte Erklärungen liefert das Buch nicht, aber genau das macht es so unheimlich. Es gibt dem Bösen, das in jedem Menschen lauert ein Gesicht und das gefällt niemandem. Interessant wird das Ganze auch noch, wenn man bedenkt in welchem Menschen das Böse schlummert. Dr. Jekyll wird als sehr sympathischer und untadeliger Mensch dargestellt, er tut einem fast leid und man kann gar nicht anders als ihn zu mögen. So kann man sehen, was sich alles hinter der Fassade eines guten Menschen verbergen kann. Dieses Thema wurde auch oftmals wieder aufgegriffen, beispielsweise in der Comicfigur Hulk, hier erhält das Monster ebenfalls ein befremdliches Abbild, sobald die schlechte Seite eines Menschen ans Tageslicht tritt. Das Buch ist schon etwas älter, dementsprechend ist es auch der Stil des Autors, obwohl er schon für die heutigen Verhältnisse angepasst wurde. Der Einband ähnelt den anderen Bänden der Serie, lediglich der Schriftzug trägt eine andere Farbe.

Alles in allem liegt hier ein interessanter und vor allem lesenswerter Teil der Reihe vor, der durchaus für all jene zu empfehlen ist, die sich einmal mit den Klassikern der Horror-Literatur befassen möchten.

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Avatar von Katharina Rezension von: (Grimoires.de)
Katahrinas Lesekarriere begann mit Wendy und Mickey Mouse. Über Märchenmond gelangte sie zur Fantasy. Diese entachte auch eine regelrechte Bücher-Sammelwut in allen Bereichen. Am liebsten blieb ihr jedoch die Fantasy - und Vampire.

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