Buch-Cover, Julie Kenner: Wie angelt man sich einen Dämon

Wie angelt man sich einen Dämon

Originaltitel: Demons are forever [AME]
Serie: Kate Connor (#3)
Übersetzer: Franziska Heel
Genre: Urban Fantasy
Verlag: Heyne
Seiten: 383
Erschienen: 01/2009 (Original: 2007)
ISBN: 978-3-453-53293-9
Preis: 8,95 Euro (Softcover)
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Wertung:  
Grimoires.de    
Wertung: 4/5 Grimoires; 8/10 Punkte, Gut bis sehr gut

8/10

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Wertung: 5/5 Grimoires; 10/10 Punkte, Ausgezeichnet

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Kate Connor hat nunmehr echte Probleme. Und damit sind nicht Dämonen gemeint, die es auf ihre Familie abgesehen haben. Diese gibt es auch, aber viel problematischer ist es zunächst, dass ihre Tochter nun über ihren "alten" Beruf Bescheid weiß - und Kates Angst, dass sie selbst auf die Jagd gehen möchte ist nicht unbegründet. Ihre Einstellung ist jedoch klar: Selbstverteidigungstraining - sicher; Jagen - keine Chance!

Bald schon zeigt sich, dass Kates Tochter in der Tat zum Angriffsziel für Dämonen geworden ist. Zudem macht Kate sich nunmehr ernsthaft Sorgen um das, was mit ihrem ersten Ehemann passiert ist: Der scheinbare Überfall war anscheinend ein geplanter Mord. Eric hatte sich zu einem Alimentatore ausbilden lassen und war auf dem Weg zu einem Treffen ermordet worden. Was weiter passierte ist extrem unklar, doch Kate ist entschlossen, es herauszufinden. Und was ist dann noch mit David Long, den Kate zunächst als Dämon verdächtigte und dann als Eric - wie auch immer dies sein könnte. Ist tatsächlich Schwarze Magie im Spiel? Würde Eric so etwas benutzen? Und warum haben die Dämonen mit einem Mal solch besonderes Interesse an ihm? Und was soll das Gerede von einem "Stein"?

Das Buch erhält 8 von 10 Punkten.

Nach einem spannungstechnischen Tief im zweiten Roman kommt Kate Connor nun stärker zurück. Ironischerweise geht dies Teils zu Lasten der "Idee" der Serie, 'Buffy als Mutter', wie ich bereits zuvor sagte. Die Übertriebene Last der Mütter - zumindest für eine gesunde Actionhandlung übermäßig dargestellte - führte im Vorband zu Lageweile. In diesem Band sieht man immer noch die Probleme des normalen Lebens, aber sie nehmen deutlich weniger Platz weg und sind stärker mit dem Geheimleben verwoben. Dies ist natürlich auch mit der Problematik verbunden, dass die Tochter nun alles weiß: Kates Situation ist komplexer geworden. Nach wie vor wirkt sie jedoch bisweilen „überstresst“. Zwar findet ihre Tochter diesen Job „cool“, doch eben jene Coolheit geht Kate selbst meist ab, vergleicht man sie mit Buffy (und dieser Vergleich drängt sich einfach zwangsläufig immer wieder auf). Auch die Unwissenheit ihres Mannes nimmt langsam irritierende Ausmaße an.

Durchgehende Action gibt es nicht: erneut gibt es einiges an Nachforschungen und Detektivarbeit. Primär ist hier Eric betroffen und was zu seinem Ableben führte; bald jedoch geraten auch die Dämonen und der seltsame "Stein" nach dem sie suchen ins Visier und es stellt sich - wer hätte dies vermutet - heraus, dass beide in einer Verbindung stehen. Zugegeben, der Leser hätte dies vermutet, denn hochanspruchsvoll zu sein gab die Serie nie vor: es gibt weder klassische Anspielungen noch tiefe Philosophie oder ähnliches. Legenden und Mystik aus Überlieferungen werden nur am Rande aufgegriffen oder passend erfunden. "Kate Connor" will einfach nur unterhalten und das gelingt hier wieder deutlich besser als zuvor. Gelegentlich wirkt alles zu rund: Kate hat ihre Probleme und andere tragen die Lösungen an sie heran, damit sie letztlich die Dämonen ausschalten kann. Auch dieses Problem ist nicht neu und verhältnismäßig gering: nahezu alle großen Helden hatten ihre Informationsquellen. Könnte man die Lösungsproduktion oft als deus-ex-machina bezeichnen, so fällt dies jedoch nicht ernsthaft ins Gewicht. Einiges bleibt auch weiterhin vorhersehbar, gelegentlich ist aber auch Platz für Überraschungen.

Insgesamt kann man beim dritten "Kate Connor" Buch erneut sagen: Buffy-Fans kommen auf ihre Kosten - mit einem kleinen Dreh.

Und um erneut auf den Titel zu sprechen zu kommen... wer hier einen Dämon angelt ist mir schleierhaft. Dass Dämonen immer wiederkehren - so der englische Titel - ist zwar nichts Neues und sagt kaum etwas aus, stellt mir aber zumindest kein Rätsel. Aber sei es drum: mittlerweile bin ich sogar schon gespannt auf neue "originelle" Titelübersetzungen.

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Avatar von nico Rezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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