Buch-Cover, Mary Janice Davidson: Wer zuletzt beisst

Wer zuletzt beisst

Originaltitel: Undead and Unworthy [AME]
Serie: Betsy Taylor (#7)
Übersetzer: Stefanie Zeller
Genre: Humoristische Fantasy
Verlag: LYX Egmont
Seiten: 255
Erschienen: 01/2009 (Original: 2008)
ISBN: 978-3-8025-8197-7
Preis: 8,95 Euro (Softcover)
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Endlich ist es geschafft, Betsy und Eric Sinclair haben geheiratet und kehren aus den Flitterwochen nach hause zurück. Dort läuft es jedoch alles andere als rund, denn noch während Betsy ihr ausgedehntes Sex-Leben mit ihrem angetrauten Ehemann genießt, taucht der Geist ihrer verstorbenen Stiefmutter auf. Die hat ihr schon zu Lebzeiten die Hölle auf Erden bereitet und Betsy ist alles andere als begeistert davon, auch noch nach ihrem Tod von ihr belästigt zu werden. Natürlich quälen sie Gewissensbisse, da sie indirekt an ihrem tödlichen Unfall schuld war, aber dennoch gehen diese nicht so weit, sie in Zukunft um sich haben zu wollen. Anstatt ihr zu sagen, was sie möchte, beginnt Ant auch, Betsy Vorwürfe zu machen und noch während Betsy damit beschäftigt ist, ihren Schock zu verdauen, wird sie von einem der Biester angegriffen. Schuld daran trägt Gerrit, das ehemalige Biest, das durch das Blut von Betsy und ihrer Teufelsschwester wieder zu einem denkenden Wesen wurde. Dieser hatte Mitleid mit seinen alten Gefährten und aus diesem Grund versucht mit ihnen dieselbe Verwandlung durchzuführen, indem er ihnen sein Blut gegeben hat. Nun können die Biester tatsächlich wieder denken, sprechen und handeln und sind sehr wütend auf die Königin der Vampire, weil diese ihnen nicht auch geholfen hat. Sie alle wollen sie in Stücke reißen und da bleibt Betsy nur übrig gemeinsam mit ihrem Mann, Jessica, Tina und Marc durch die geheimen Gänge des Hauses zu fliehen. Für Alice kommt jedoch jede Hilfe zu spät, sie hat durch die Biester offensichtlich den Tod gefunden und spätestens zu diesem Zeitpunkt wird Betsy klar, wie ernst es ist. Eric ist ernsthaft böse mit Garett und auch seine Werwolffreundin Antonia kann sich nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass ihr Geliebter ihr Vampir-Rudel in Gefahr gebracht hat. Doch auch Nick möchte etwas von Betsy, er fordert es quasi als Wiedergutmachung dafür, dass sie ihn damals nach ihrer Verwandlung benutzt hat. Er ist an einem schweren Fall dran, bei dem sie ihn unterstützen kann und die Königin der Vampire kann nicht nein sagen, da sie sich wegen ihm noch immer schuldig fühlt und es auch gerne sehen würde, wenn er und sie wieder Freunde sein könnten, nachdem er ja nun mit ihrer besten Freundin zusammen ist. Jessica allerdings findet das nicht annähernd komisch, da das bedeutet, dass ihr Freund Betsy nur dafür benutzt, um vor seinem Chef gut dazustehen und um sie diverse Kugeln abfangen zu lassen.

Das Buch hat es in sich, auch wenn kaum etwas passiert und sich dennoch alles verändert. Man muss sich einerseits von Freunden verabschieden, die sterben, was einen dann doch sehr traurig macht und andererseits verändert sich auch die Situation zwischen den Protagonisten vollkommen. Ein großer Kritikpunkt dieses Buches ist die kaum vorhandene Handlung, die sich zieht und zieht und zieht und immer von nervtötenden Streitereien unterbrochen wird, die in verbalen Attacken enden. Gerade Nicks vollkommen unlogisch erscheinender Hass auf Betsy, da sie ihn damals ja nicht absichtlich gebissen und ihm seitdem schon sehr geholfen hat und seine immer wiederkehrenden Anfeindungen durchziehen das Buch wie ein ätzender Faden. Das Ganze eskaliert am Ende des Buches. Betsys Kräfte entwickeln sich dagegen immer weiter und besonders in Stresssituationen scheinen sie regelrecht zu explodieren, sodass sie diese nutzen kann, ohne es eigentlich vorgehabt zu haben. So lässt sie auch Eric gelegentlich wie einen kleinen und vor allem hilflosen Jungen aussehen, was nicht unbedingt für diesen spricht. Was das alles genau bedeuten soll ist unklar und wird wenn überhaupt in eventuellen Folgebänden ausgearbeitet werden.

Der Stil der Autorin ist wie immer recht locker und passt auch während der traurigen Szenen, die sich in letzter Zeit ja zu häufen scheinen. Das Buch endet so, dass man fast schon annehmen könnte, es wäre das letzte seiner Art, doch die Autorin gibt in ihrem Nachwort zu verstehen, dass sie daran denkt weiterzuschreiben. Mit der Hoffnung auf ein positiveres und vor allem endlich mal wieder richtig lustiges Buch kann man dem ja entgegenblicken.

Alles in allem liegt hier der für mich schlechteste Teil der Reihe vor, da zwei gute Bekannte sterben (mit Alice drei), die man bis dahin doch sehr ins Herz geschlossen hatte und die Stimmung erneut drückend und überwiegend negativ ist, sodass man viel von der lockeren und amüsanten Art der Vorgänger vermisst. Man kann nur hoffen, dass bald ein weiterer Band folgen wird, der alle guten Eigenschaften wieder aufnimmt. Fans der Serie sollten diesen Band aber lesen.

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Avatar von Katharina Rezension von: (Grimoires.de)
Katahrinas Lesekarriere begann mit Wendy und Mickey Mouse. Über Märchenmond gelangte sie zur Fantasy. Diese entachte auch eine regelrechte Bücher-Sammelwut in allen Bereichen. Am liebsten blieb ihr jedoch die Fantasy - und Vampire.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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