Buch-Cover, Ina Kramer: Von Menschen und Monstern

Von Menschen und Monstern

Serie: Das Schwarze Auge (#30)Genres: Fantasy; Kurzgeschichten
Verlag: Heyne
Seiten: 285
Erschienen: 02/1998 (Original: 1998)
ISBN: 3-453-13358-7
Preis: 6,60 Euro (Softcover)
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Wertung: 1/5 Grimoires; 2/10 Punkte, mangelhaft

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Wertung: 2/5 Grimoires; 4.6/10 Punkte, geht so

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Die 1. Geschichte, "Das Wesen im Schloss", von Barbara Büchner ist eine aventurisierte Version von "Blaubart". Nicht gerade gelungen (1) und für mich ein Grund, das Buch schon von Anfang in einem schlechten Licht zu sehen. In der Tat legte ich es zunächst für lange Zeit beiseite, bevor ich weiter las. Barbara Büchner hat einfach nicht das "Feeling für Aventurien", wie auch die "Wunderwelten", FanPros eigene Hauszeitschrift einst betonte.

Die zweite Geschichte stammt von Hademar von Wieser und ist mit "Tronde, geht Feiern" betitelt. Es ist nichts Weltbewegendes, aber immerhin eine nette kleine Begegnung mit dem thorwalschen Hetman (4).

Die dritte Kurzgeschichte stammt von "Altmeister" Ulrich Kiesow und handelt vom Flußvater, jener mystischen Sagengestalt, die auch als der Große Fluß selbst bezeichnet wird. Zweifellos ist die Geschichte "typisch-aventurisch" (was Wunder bei dem Autoren?), jedoch konnte sie nicht sonderlich begeistern. Spannung fehlt - als Volksmärchen kann sie jedoch sehr gut durchgehen (6).

Kommen wir zu Nummer 4, "Gaukeleien" von Lars Feddern. Hier weiß ich wirklich nicht weiter... Ein Kobold ist ein Mensch hat einen koboldschen Bruder und Vater??? Zumindest scheint dies demjenigen, der Schelme nicht kennt, zu Anfang so. Des weiteren viele Unstimmigkeiten (adelige, reiche "Elfin"...). Und dass ein Schelm für jemanden Rache nimmt habe ich auch noch nie gehört. Außerdem ist der Vorspann zu lang und zu spät wieder eingeflochten. Die Basis-Idee (Junge sieht Traumfrau, flieht) ist ja nun wirklich ausgeschlachtet... Man kann wirklich von Glück reden, dass die Geschichte nicht länger ist! Um es selbst zu verstehen mußte ich fast jeden Absatz mehrmals lesen... (0)*1

Die Geschichte Nummero 5 von Herausgeberin Ina Kramer selbst kann da schon mehr begeistern. Wer würde nicht gerne die Gedanken eines Hochgeweihten des Praios kennen? Zumal sie in einer lebhaften Geschichte geschildert werden. Jedoch ist auch diese nicht wirklich großartig. Immerhin greift sie eine Begebenheit aus Aventurien direkt auf, namentlich die "Blaue Frau". Zeitweilig wirkt die Geschichte jedoch zu langatmig (5).

Wer mitgezählt hat weiß: Wir sind nun bei der sechsten Geschichte, "Eine Geschichte dreier Raben" von Stefan Küppers. Die Geschichte ist gut. Sie ist es einfach, auch wenn sie vielleicht ein ganz kleines wenig ausgelutscht vorkommt. Ein Vampir streitet für Boron und gegen die Finsternis, tötet nur, wenn er muss und nur solche die ohnehin sterben. Dabei sieht sich diese Gruppe Vampire als Paladine Borons, des Totengottes. Was Küppers nicht vergisst, und beim Showdown mit einem "echten, finsteren" Vampir auch deutlich werden lässt, ist, dass letztendlich alle Vampire Geschöpfe des Namenlosen Gottes sind. Eine wirklich nette Geschichte für Zwischendurch (8).

Auf sechs folgt sieben und das ist hier "Der Menschenfresser" von Stephan Johach. Die Story könnte nicht viel ausgelutschter sein: Kinder sehen einen (vermeintlichen) Menschenfresser im Zirkus, er entkommt, sie wollen ihn fangen, geraten in übe Gegend, werden von Magier gerettet, finden das Monster... Naja... aber auch wenn diese Geschichte schon mehr als tausend Male in verschiedensten Formen erzählt wurde ist die Umsetzung in Aventurien gelungen und man kann sie gut lesen (6).

Hatte man nun das Gefühl, es werde besser, so ist die achte und letzte Geschichte, "Ratte" von Christel Scheja, eine weitere Enttäuschung. Einige logische Fehler und eine ausgelutschte Story. Ich sage nur: armes ausgenutztes Dienstmädchen, verfluchte Baronin, gebundener Diener. Den Rest kann man sich fast selbst denken. Hinzu kommt, dass Magie in Aventurien zwar vorhanden ist, aber nicht solche, wie sie hier Verwendung findet. Ich könnte noch weiteres aufzählen, aber ich will ja nicht so sehr langweilen wie es diese Geschichte mit mir tat... Auch das Ende, das wenigsten ein wenig halb-neues hat lässt zu Wünschen übrig, gibt es doch keine Erklärung dafür (Aber es gibt ja Leute, die es so mögen). (2)

Das Buch erhält 2 von 10 Punkten

Ein Roman aus Aventurien, der Welt des Rollenspiels "Das Schwarze Auge"

*Dies ist eine Sammlung von Kurzgeschichten!!!. Jedoch sind sie in diesem Buch von doch sehr unterschiedlicher Qualität, weswegen hinter jeder Beschreibung Einzelbewertung in Klammern steht. Jedoch würde ich enpfehlen, den Kauf WIRKLICH gründlich zu überlegen.

Fazit: Diese Kurzgeschichtensammlung ist meines Erachtens grausam! Die Autoren 1, 4 und zu geringem Teil auch 8 haben sich nicht einmal die Mühe gemacht, sich irgendwie mit der Welt auseinander zu setzen und der Rest ist zu großen Teilen abgeguckt. Allerdings ist die Geschichte von Stefan Küppers wirklich lobend zu erwähnen! Er hat alles lückenlos in Aventurien eingeflochten. Zwar ist sein Vampir ein Diener Borons, doch er hat stark genug angedeutet, dass tatsächlich alle Vampire vom Namenlosen stammen.

Dieses Buch taugt meiner Meinung nach für 3 verschiedene Personengruppen: Jene, die bereit sind über viele logische Fehler hinwegzusehen und alles gerne zum x-ten Mal hören; jene, die sich anschauen wollen, wie man NICHT schreiben sollte (abgucken ist erlaubt, aber nicht so); und zuletzt jene, die bereit sind die Hälfte bis drei Viertel der Seiten herauszureißen um den Rest zu lesen!

Das Buch wird der sonstigen Fülle Aventuriens (wie auch einige andere) nicht gerecht.

*1 Anm. (20.02.2002): Es existieren Badoc-Elfen, jedoch wirkt eine solche Elfe zu dem Schelm und den Kobolden in der Geschichte m.E. wie eine Überladung mit Sonderbarkeiten. Zudem wurde ein Satz über mangelnde Einarbeitung gestrichen, mit dem ich dem Autoren zugegebenermaßen Unrecht tat.

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Avatar von nico Rezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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Lesermeinungen:

Name: Gast Bewertung: Wertung: 2/5 Grimoires; 4/10 Punkte, geht so (4) Datum: 21.02.2006 19:59:14
Ich denke das Buch hat mehr verdient als 2 Punkte schon allein DIE Ulligeschichte ist wie immer gut geworden.Doch ihr habt schon recht bei vielen Geschichten zwingt man sich schon fast zum weiterlesen.
Zum Glück habe ich mir das Buch nur von Freunden ausgeliehen. Mein Geld wäre mir dafür auch zu Schade. Da les ich lieber noch einmal den guten alten Scharlatan.
J.N.

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