Buch-Cover, Jonathan Stroud: Valley - Tal der Wächter

Valley - Tal der Wächter

Originaltitel: Heroes of the Valley [AME]
Übersetzer: Katharina Orgaß
Genre: Fantasy
Verlag: cbj
Seiten: 496
Erschienen: 01/2009 (Original: 2009)
ISBN: 978-3-570-13493-1
Preis: 18,95 Euro (Hardcover)
Schlagworte: Mord
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Das Tal zieht sich weit hinweg, bis zu den hohen Bergen, an denen die Hügelgräber liegen. Wer es zuerst besiedelt hat weiß niemand, woher die ersten Menschen kamen ebenfalls nicht, doch eines ist sicher, niemand darf das Tal verlassen, weil dahinter nur das Verderben und der Tod wartet. Der Tod hat auch einen Namen „Trolde“. Diese garstigen und brutalen Wesen haben einst die Menschen des Tals angegriffen und getötet, bis die Vorfahren jener Menschen wahre Helden geboren haben, die loszogen und das Land von der Plage befreiten. Nun wachen sie in diesen Gräbern darüber, dass die Trolde den Bewohnern nichts mehr tun. Dies gilt jedoch nur bis zu den Hügelgräbern, darüber hinaus gilt ihr Schutz nicht und von dort kehrt niemand lebend zurück. Hal Svensonns ist ein Sohn eines Stammesoberhauptes. Seine Eltern sind jedoch nicht sonderlich reich und angesehen, wenn sie auch ein gewisses Mitspracherecht inne haben. Er selbst schlägt vollkommen aus der Art, ist klein, schnell und massig, dabei jedoch vollkommen furchtlos und für jeden Unsinn zu haben. Das stößt den Menschen sauer auf, doch das stört den Jungen nicht, der davon träumt ein Held zu sein und die Welt außerhalb der Hügel zu erforschen. Als in Hals Heimatdorf das alljährliche große Fest abgehalten werden soll, zu dem auch Familien anderer Siedlungen geladen sind, lernt er Aud kennen, die ebenfalls die Tochter eines Familienoberhaupts ist. Sie ist frech, etwas altklug, findet aber sofort Gefallen an dem ungestümen Jungen, der sich Hals über Kopf in sie verliebt. Als er es mit einem Streich jedoch zu weit treibt, kommt es zum Streit mit den Gästen und Hals Familie organisiert ein Abendessen, bei dem Frieden gestiftet werden soll. Es kommt jedoch alles ganz anders, da der Streit an jenem Abend eskaliert und zu späterer Stunde Hals geliebter Onkel getötet wird. Hal hat die Täter gesehen, den Mord beobachtet und auch versucht zu helfen. Zwar wird er verschont, doch er sinnt auf Rache, die der Rat nicht gewähren möchte, weswegen der Junge allein aufbricht, um Gerechtigkeit zu üben. Da er weiß, dass er in diesem Tal sein Glück nicht finden kann, schmiedet er gleichzeitig Pläne dieses zu verlassen und auch Aud mit sich zu nehmen.

Das Buch schließt man mit sehr gemischten Gefühlen. Einerseits ist die Geschichte gut, hat Potential, neue Ideen, ebenso wie altbekannte, jedoch gut umgesetzte und mit Hal und Aud auch sympathische Charaktere. Dennoch fehlt es der Geschichte an Spannung. Sie plätschert lange einfach nur vor sich hin und weißt zu wenig Höhepunkte auf. Das Ende ist dann gut gelungen und schon kurz zuvor erlebt man recht spannende Szenen.

Sehr schön ist die Entwicklung Hals mitanzusehen, der zu Beginn des Buches nur Unsinn im Kopf hat, sich gnadenlos überschätzt und nicht bereit ist aus seinen Fehlern zu lernen. Er reift im Laufe der Handlung und entwickelt sich zu einem Antihelden, dem man Erfolg wünscht, wenn man auch aufgrund des Stils nie wirklich mit dem Jungen warm wird und damit immer auf Distanz bleibt. Aud ist einfach nur frech und so ist sie zu Beginn einer der eher unsympathischeren Charaktere, schleicht sich jedoch recht schnell in die Herzen der Leser, da man sie zu schätzen lernt. Nachdenklich macht die Haltung der Einwohner des Tals, die allesamt gegen den Fortschritt sind und sich weigern ihr Tal zu verlassen. Sie halten an dem fest, was sie kennen und alles Neue wird von ihnen abgetan. Diese Haltung regt zum Nachdenken an und man fragt sich, wie lange es noch möglich sein wird eine Entwicklung dort aufzuhalten und zu verhindern, bis die Kinder irgendwann erneut fragen, warum man nicht in das Land hinter den Hügelgräbern gehen darf.

Der Stil ist gewöhnungsbedürftig, aber immerhin innovativ, sodass sich sicherlich Liebhaber finden werden, die dieses Buch gerne lesen. Mir war es stellenweise zu langatmig und zu sachlich, um wirklich mitzureißen. Die Aufmachung des Buches ist dagegen wunderbar und verdient nur Lob!

Alles in allem ist der neue Stroud lesenswert, aber nicht vollkommen überzeugend.

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Avatar von Katharina Rezension von: (Grimoires.de)
Katahrinas Lesekarriere begann mit Wendy und Mickey Mouse. Über Märchenmond gelangte sie zur Fantasy. Diese entachte auch eine regelrechte Bücher-Sammelwut in allen Bereichen. Am liebsten blieb ihr jedoch die Fantasy - und Vampire.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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