Buch-Cover, Stephan M. Rother: Der Stein des Raben

Der Stein des Raben

Genre: Kinderbuch oder Jugendbuch
Verlag: cbj
Seiten: 256
Erschienen: 03/2010 (Original: 2010)
ISBN: 978-3-570-22110-5
Preis: 9,95 Euro (Softcover)
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Wertung: 4/5 Grimoires; 8/10 Punkte, Gut bis sehr gut

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Skagens Schicksal ist vorherbestimmt: Als Sohn des Dorfhauptes soll er die Nachfolge seines Vaters antreten, wenn die Zeit gekommen ist. Doch Skagen gefällt die Vorstellung nicht, für immer in seinem Fischerdorf zu bleiben. Nach einer missglückten Darbietung seiner Musik läuft er fort und findet sich plötzlich in einer gänzlich neuen Situation. Er trifft auf die Zauberin Ormuz, die ihm zum geheimnisvollen Rabenstein verhilft. Dieser macht aus ihm einen vollendeten Barden und ermöglicht es Skagen, sogar vor dem König zu spielen. Doch dann brechen Trolle in Skagens Heimat ein und nur der Rabenstein kann helfen - doch der Stein ist keineswegs nur eine Hilfe.

Das Buch erhält 8 von 10 Punkten.

"Der Stein des Raben" ist nicht nur ein Rabenstein sondern zudem noch ein Bardenstein, denn er macht jeden zu einem solchen. Stephan M. Rother legt mit diesem Buch vor, das so gar nichts mit seinem Beruf als "Stand-Up Historian" zu tun hat. Das Setting erinnert allerhöchstens vage an nordische Gegenden, insbesondere durch die Trolle und Fischerdörfer; es ist vielmehr aber ein beliebiges Fantasy-Königreich, auf das auch nicht allzu viel Beschreibung verschwendet wird, und hat statt einem historischen Setting eher ein sacht anklingendes Märchen-Flair. "Der Stein des Raben" richtet sich an ein junges Publikum ab etwa ~10 Jahre, ist flott geschrieben und ohne Längen. Mit 226 Seiten ist es ein eher kurzes Buch, hat aber genau die richtige Länge. An einigen Stellen hätte der Autor weiter ausschmücken können, verzichtet hierauf jedoch dankenswerterweise; humorige Situationen in gesundem Maß ergänzen eine allzu karge Handlung überzeugend.

Die Handlung ist für Altleser nichts Neues und reiht sich in die Tradition der Entwicklungsromane: Am Anfang steht ein großer Wunsch, en magischer Gegenstand erfüllt diesen Wunsch und dann tauchen Problem auf an deren Ende der Held viel klüger dasteht als zuvor. Natürlich ist eben jenes magische Artefakt, die scheinbare Lösung, eines der Probleme. Dass erfüllte Wünsche selten gut sind, weiß man aus zahlreichen Geschichten über Dschinnen und andere; ähnliches gilt für die Magie an sich, wo eigentlich keine Magie hingehört. Dass eben jenes Artefakt dann noch wichtig ist, um einen Feind zurückzuschlagen, ist eine Dreingabe, die ebenso wenig neu ist. Mit Innovation kann "Der Stein des Raben" also nicht punkten. Die Geschichte hat einen altbekannten Plot, ist insofern sehr vorhersehbar. Der Verzicht auf viel Beschreibung ist daher der richtige Weg, die Geschichte zu erzählen. Zwar geht es nicht immer in purer Handlung voran, aber selbst in den Zwischenszenen mit minimaler Exposition dominieren Handlungen der Charaktere. Kurz: Auch wenn ich ahnte oder wusste was passieren wird, so wurde mir die Lektüre zu keinem Zeitpunkt langweilig.

"Der Stein des Raben" ist eine flotte, kurzweilige Geschichte für jüngere Leser. Der Plot ist altbekannt, jedoch gut erzählt; die Moral - Vorsicht mit Wünschen und Magie und noch mehr Vorsicht mit Dingen, die man nicht versteht - ist klar und drängt sich nicht auf. Eine schöne, genre-typische Lektüre ohne hohen Anspruch, perfekt auch für ältere zum Nebenbei-Lesen.

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Avatar von nico Rezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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