Paläofiction

Paläofiction (alternativ: Paläofiktion) könnte man, wenn man es darauf anlegt, als konsequente Fortsetzung des Historischen Romans bezeichnen. Problem an der Sache: Es gibt keine Geschichtsschreibung, denn wir befinden uns hier im Zeitalter der Neandertaler.

Einzige Quellen für dieses Zeitalter sind Funde von Werkzeug und eventuell noch Höhlenzeichnungen, doch eine wirkliche Schreibung von Geschichte begann erst später. Daher ist "Historischer Roman" hier nicht mehr angebracht, lässt sich das in Paläofiction erzählte doch weder beweisen noch konkret verordnen. Lediglich anhand von Funden als für möglich erachten lässt es sich.

Romane des Genres Paläofiction lassen sich also wie folgt charakterisieren: Sie spielen in der Zeit der Höhlenmenschen, der Neandertaler. Dementsprechend sind die Werkzeuge und Mittel der Protagonisten primitiv und auch sie selbst sind eher grobschlächtig und weniger ausgereifte, feinsinnige Charaktere. Sie sind aufs Überleben fixiert und wenig mehr. Dementsprechend sind nicht komplexe Handlungen, gekonnteste Tricks oder Kampfmethoden zu erwarten; Beschreibungen sind ebenfalls mehr einfach denn hochkompliziert - entsprechend der "Trivialdenkweise" der Urmenschen.

Magie oder ähnliches kommt jedoch nicht vor, wird höchstens geglaubt. Aktives Wirken von Magie oder vergleichbarem würde einen Roman in das Genre der Fantasy verlegen, wie einfach die Gesellschaft auch immer ist.

Die Firma Fantasy Productions publizierte jüngst (2005) einige Werke unter dieser Genrebezeichnung.

Paläofiction-Bücher

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Avatar von nicoGenre-Info von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

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