Buch-Cover, Tanja Rast: Odins Waisen

Odins Waisen

Serie: Aegirs Flotte (Teil 2)
Autor:
Illustrator: Christina Ruprecht
Genre: Fantasy
Seiten: 51
Erschienen: 09/2010 (Original: 2010)
ISBN: 978-3-939139-61-4
Preis: 4,95 Euro (Softcover)
Avatar von nicoRezension von:
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy und Phantastik und ihren Bezug zur Realität sowie andern Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.
Wertung:  
Grimoires.de    
Wertung: 4/5 Grimoires; 8/10 Punkte, Gut bis sehr gut

8/10

Leser (1)  
Wertung: 4/5 Grimoires; 8/10 Punkte, Gut bis sehr gut

8/10

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Inhalt und Rezension:

Kurz&Knapp (?)

Verarbeitung bekannter Grundlage
Viel Handlung
Offenes Ende

Thorbrand wacht auf und findet nichts als Zerstörung um sich: Sein Dorf, seine Frau, seine Kinder - alle tot; alles verlassen; nur Ruinen umgeben ihn. Notgedrungen zieht er fort um andere Menschen zu finden, stets begleitet von Wolfsgeheul. Bald trifft er auf andere Menschen und erfährt das Undenkbare: während er bewusstlos in den Trümmern seines Hauses lag fand Ragnarök statt, die letzte Schlacht. Die Götter haben verloren, Midgard ist dem Untergang geweiht. Wohin sollen Thorbrand, die junge Jördis, der Skalde Brande und die anderen wenigen Überlebenden fliehen? Hinter ihnen heulen die Wölfe...

Das Buch erhält 8 von 10 Punkten.

"Odins Waisen" lässt den Leser dort einsteigen, wo auch der Protagonist einsteigt: Bei Null. Thorbrand wacht aus Bewusstlosigkeit auf und weiß nicht, was passiert ist. Auf Seiner Suche findet er nach und nach Antworten. Dies ist eine Geschichte die nie höchste Spannung erreicht, aber in einem guten Tempo fortläuft.

Nordische Mythologie: Hintergrund für Kurzroman

Was dem ersten Heft der Kurzroman-Reihe nicht gänzlich gelang, ist hier durchaus gelungen: Ich fühle mich in der nordischen Mythologie. Genau umgekehrt wie bei "Lokis Fluch" ist dies der Fall da die Mythologie zunächst nur im Hintergrund stattfindet. Eigentlich hat Thorbrand mit den Göttern wenig zu schaffen. Sicher: er ist Anhänger Thors und glaubt an seinen Gott, aber das war es im Wesentlichen. Erst im Laufe der Zeit nimmt die Mythologische Dimension hinzu, die einige Figuren direkt auftreten lässt und in einer Traum-Vision Thorbrands gipfelt, um eine Lösung für die Probleme der Menschen zu finden.

Flucht aus Zerstörung - bedrückende Spannung

Die Handlung, einfach zusammengefasst, ist eine Flucht; eine Suche nach Überlebenden und schließlich eine Suche nach der Möglichkeit, auch weiter zu überleben. Midgard liegt in Trümmern, wo sollen die Menschen hin? Und wer soll sie führen? Prinzipiell kommen sogar mehrere Figuren in Betracht, doch sollte es wenig verwundern, dass Throbrand dieser auserkorene - jedoch nicht unangefochtene - Führer ist. Neben der Frage, wie Thorbrand sich beweist und die Menschen führt, ist der zweite Teil der Handlung das Erkunden der zerstörten Welt, das Finden von Ressourcen - und feindlichen Gruppen.

Wenig Action, Figuren-Typen

Genau genommen das Finden einer feindlichen Gruppe. Insgesamt ist die Action in diesem Buch sehr gering. Eine durchgängig drückende Spannung erhält die Geschichte stattdessen durch das Wolfsgeheul im Rücken und die Ungewissheit, was den Weltenbrand überstanden hat, was Thorbrand tun soll; was er noch tun kann. Im Rahmen von 51 Seiten können sich Charaktere kaum zu Figuren mit Wiedererkennungswert entwickeln; die Autorin ist somit auf Typen angewiesen. Diese nutzt sie geschickt wenn auch naturgemäß wenig überraschend: Thorbrand als Krieger und Beschützer; Jördes mit ihren Kindern und einem Skalde als Beschützte, letztgenannter und die Alte Halldis zudem als spirituelle Berater. Hinzu kommen zwei besondere Charaktere die man zum Figuren-Kern zählen kann, von denen ich aber nichts weiter verraten möchte: auch diese passen unkompliziert in die Handlung.

Ein Aufbruch und ein Ausblick

Thorbrands Reise beginnt in Trümmern und endet am Ozean, der eine Möglichkeit zur weiteren Reise offenbart. (Man schaue einmal auf den Serien-Titel.) Für eine Geschichte am Anfang der Reihe wirkt dies sehr passend: nachdem "Lokis Fluch" den letzen Kampf der Götter direkt eingebunden und einige Flüchtlinge gezeigt hat, die noch keine Fluchtroute gefunden hatten, wird diese nun hier gezeigt - wenngleich mit durchaus fraglichem Ziel.

"Odins Waisen" ist kein Roman mit hohem Anspruch. Auch jemand, der nichts von Nordischer Mythologie gehört hat, wird ohne Probleme hinein kommen. Durch die drückende Spannung, die sich bis zum Ende hält, wird die Geschichte zu einer kurzweiligen, guten Lektüre.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am 08.03.2011 und zuletzt geändert am 08.03.2011.


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