Der Rabenritter

Wolfsnebel

Kurz&Knapp (?)

Ausgelutschte Handlung
Plattes Ende
Unlogiken

Autor:
Illustrator: Arndt Drechsler
Verlag: DroemerKnaur
Serie: Wolfsnebel (Bd. 1)
Genre: Fantasy
ISBN-10: 3-426-63381-7
ISBN-13: 978-3-426-63381-6
Erschienen: 09/2006 [1986]
Seitenzahl: 299
Kaufpreis: 7,95 EUR (Softcover)
Rezensent:

Bewertung: 5/10 Wertung: 2/5 Grimoires; 5/10 Punkte, Naja (Naja)
Besucherwertung:8.18/10Wertung: 4/5 Grimoires; 8.18/10 Punkte, Gut bis sehr gut(11 Stimmen)
Kombinierte Wertung:7.19/10Wertung: 3/5 Grimoires; 7.19/10 Punkte, Gut 
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Beschreibung und Rezension:

Buch-Cover, Wolfgang Hohlbein: Der RabenritterDas Leben des jungen Gauklers Tibor ist nicht gerade das, was man sich unter ruhmreich vorstellt. Nachdem er als Waise auf einem Bauernhof aufgewachsen ist und später von einer Gauklertruppe aufgenommen wurde, verbringt er dort seine Tage als Mädchen für alles und erntet dafür lediglich einige warme Mahlzeiten und des öfteren Schläge. Als eines Tages ein mysteriöser Ritter in dem Dorf auftaucht in dem die Truppe gerade auftritt, ändert sich sein Leben jedoch schlagartig. Denn dieser Ritter wird von skrupellosen Männer gejagt und nur durch Tibors Eingreifen, kann er seinen Häschern entfliehen. Diese sind darüber selbstverständlich so gar nicht erfreut und unversehens findet Tibor sich nun auch in der Rolle des Gejagten wieder.

Das Buch erhält 5 von 10 Punkten

Nun, was soll man dazu sagen. Aus Wolfgang Hohlbeins Feder stammen Klassiker wie „Märchenmond“ und „Midgard“, die eindeutig beweisen, dass er schreiben kann. Bei diesem Buch jedoch fragt man sich zwangsläufig ob ihn irgendwie die Lust verlassen hat. Das Buch beginnt durchaus interessant und baut schnell Spannung auf, verliert sich aber immer mehr in unausgereiften Schilderungen und lustlosen Passagen. Hin und wieder versucht der Autor einem die Personen im Buch näher zu bringen und sympathischer zu machen, indem er beispielsweise beschreibt wie die anderen Kinder den Gauklerjungen Tibor aus ihrem Spiel ausschließen. Diese Momente sind leider selten und wirken dadurch fast gezwungen eingeschoben. Generell fragt man sich während der ganzen Zeit des Lesens, wieso Wolfgang Hohlbein denn jene Stelle nicht weiter ausgeschmückt, oder bei dieser mehr Details eingebaut hat.

Hinzu kommen einige Logikfehler, die teilweise wirklich bösartig sind. So wird in einer Szene beschrieben wie ein Junge gerettet wird und mit einer tiefen Fleischwunde an der Schulter, halb erfroren und am Ende seiner Kräfte am Feuer liegt. Kurz darauf schafft es dieser Junge jedoch in einem Tempo zu flüchten, dass der gesunde Retter kaum noch hinterher kommt. Anschließend schafft es dieser, durch ein Wunder wieder quicklebendige, Junge mühelos, den langen, mühsamen Weg durch eine dunkle Höhle zurück zu finden, den er nur einmal gegangen ist. Er ist sich dann aber kurz vor Ende bei einer Gabelung doch wieder unsicher, als hätte Wolfgang Hohlbein seinen Fehler bemerkt. Dass sich besagter Junge dann noch in den Kampf mit einem riesigen Steinkrieger begibt und diesen durch einen „gewaltigen Streich“ mit seinem Messer ins Schwanken bringt verwundert doch sehr; hatte es nicht geheißen er hätte eine tiefe Fleischwunde an der Schulter?! Das Ganze wird abgerundet durch einige Plattitüden á la „doch war dieser Sieg nicht zu teuer erkauft?“, weil ein Paar Menschen gestorben waren.

Um fair zu bleiben muss man allerdings sagen, dass dieses Buch eindeutig für Fantasy-Einsteiger, beziehungsweise junge Leser gedacht ist und für diese vielleicht sogar eine ganz nette Lektüre darstellt. Das ist schon an der meiner Meinung nach viel zu groß ausgefallenen Schriftformatierung zu erkennen. In normaler Schrift gäbe das Buch statt der knapp 300 Seiten keine 150 her. So war ich mit dem Lesen auch schon nach weniger als zwei Stunden fertig. Hin und wieder werden Illustrationen von Charakteren oder Schauplätzen aus dem Buch eingefügt, was ich als positiv empfinde.

Alles in allem würde ich das Buch einem erfahrenen Fantasy-Leser auf keinen Fall empfehlen, denn die 8 Euro sind in einem anspruchsvolleren Buch sicher besser angelegt.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am 19.12.2006 und zuletzt geändert am 19.12.2006.


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Besuchermeinungen:

Name: Gast Bewertung: 0 Datum: 05.06.2010 17:30:34
Dieses Buch hatt Wolfgang Hohlbein 1 zu 1 von Wolfgang Eschenloh kopieret. Nur den Titel hatt er von "Wolfnebel" auf "Der Rabenritter" umgeändert. Das machen richtige Schriftsteller nicht. Nach dem ich das durch zufall raus fand, weil ich die erst auf Lage von "Wolfsnebel" meiner Oma bekommen habe und schon die Kopie von Wolfgang Hohlbein hatte, war ich seh enttäuscht von meinem lieblings Schriftsteller und hab ihn deshalb von Rang eins auf den letzten Verwiesen.

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