Spiegelzeit

Merkmale kurz-knapp (?)

Antihelden/Unfreiwillige Helden

Autor:
Verlag: Heyne
Genre: Phantastik
ISBN-10: 3-453-18925-6
ISBN-13: 978-3-453-18925-6
Erschienen: 07/2001
Seitenzahl: 509
Kaufpreis: 8,95 EUR (Softcover)
Rezensent: nico

Bewertung: 9/10 5/5 Grimoires - 9/10 Pkt. (Sehr gut)
Besucherwertung:8.88/104/5 Grimoires - 8.88/10 Pkt.(16 Stimmen)
Kombinierte Wertung:8.9/104/5 Grimoires - 8.9/10 Pkt. 
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Beschreibung:
Buch-Cover, Wolfgang Hohlbein: SpiegelzeitJulians Vater tritt seit Jahren unter dem Namen "Mister Mirror" als Varieté - Zauberer auf. Noch dazu als ziemlich erfolgreicher - sein Vermögen übersteigt jede Schätzung.

Eines Tages jedoch geht sein größter Trick gründlich daneben. Als er einen Jungen durch seinen Zauberspiegel schickt taucht er nicht in der Kiste auf, in der er sein sollte. Um es noch genauer zu sagen: Er taucht gar nicht mehr auf...

Noch dazu scheint Julian dem Jungen kurz zuvor auf dem Rummelplatz begegnet zu sein, wo er ihm den "alten Teil" zeigte, inklusive einem Glaslabyrinth. Merkwürdige Kreaturen, die Julian Trolle nennt, treiben sich dort herum. Um so merkwürdiger ist aber, dass es keinen alten Teil gibt, wie er am nächsten Tag heraus findet. Wo ist er dann gewesen?

Julian beschleicht der Verdacht, dass nicht alles so einfach ist. Warum weigert sich sein Vater, den Polizisten zu erzählen, wie sein Trick funktioniert? Warum wird Julian plötzlich von Trollen und ihrem Anführer Lederjacke verfolgt? Und wieso erscheint plötzlich eine dreizehnte Etage im Hotel, die zudem noch aus dem vorherigen Jahrhundert zu stammen scheint und laut Aussage von Angestellten nicht existiert?

Zusammen mit einem Reporter, der Julian bisher nur auf die Nerven gegangen war, macht er sich daran, das Rätsel zu lösen. Dabei macht Julian eine Erstaunliche Entdeckung: Der Zauberspiegel seines Vaters ist genau das - ein Zauberspiegel aus der Zeit als es noch Magie gab, das letzte magische Artefakte, dass in sich alle Magie gespeichert hat. Durch ihn verschwindet sein Vater in die Vergangenheit, in eine Zeit in der er großes Unheil anrichtete indem er den Spiegel zerstörte.

Julian folgt seinem Vater, doch dieser schickt ihn zurück. Die "Herren des Zwielichts" und die Wächter über die Zeit herrschen hier und machen es für Julian und seinen Reporterfreund Frank zu gefährlich. Nur durch die direkte Einmischung von Julians Vater gelingt es ihnen, in die Gegenwart zurückzukommen - schwer verletzt. Als sie sich im Krankenhaus erholen, müssen sie jedoch erkennen, dass es bei weitem nicht vorbei ist. Aus den Spiegeln treten Trolle und ein mysteriöses Mädchen namens Alice, ein Sturm entsteht über dem Hospital und alle Fensterscheiben zerbrechen, wobei sie nach außen gesaugt werden ; die Herren des Zwielichts folgen Julian weiterhin.

Julians Vater hat sich geirrt: Es ist nicht damit vorbei, dass er Julian zurück gebracht hat. Mit der Zerstörung des Spiegels hat er eine Zeitschleife erschaffen, in der die Besucher des Jahrmarktes jede Nacht erneut den Brand der Kirmes erleben. Dies wollen er und Julian ein und für alle Male beenden, indem sie den Spiegel wieder zusammensetzen. Doch die Trolle haben etwas dagegen, denn damit würde auch ihre Existenz beendet sein. Und die Spiegel haben mehr als 2 Seiten...

Das Buch erhält 9 von 10 Punkten

Dies ist eines der besten Bücher, welche die Hohlbeins geschrieben haben. Für die Fans klassischer Fantasy muss man (wie so oft) jedoch eine "Warnung" aussprechen: Es ist die typische "Hohlbein - Fantasy". Drachen sucht man vergeblich und auch die gewohnten mystischen Elemente sind nur andeutungsweise vorhanden. Statt dessen spielt die Geschichte (zum Teil) im Hier und Jetzt und ist lediglich mit Fragmenten der gewohnten Fantasy - Welten angereichert. Dies tut der Geschichte jedoch keinen Abbruch, von Hohlbein ist man es sogar gewöhnt und solange man ohne falsche Erwartungen an das Buch herangeht verspricht es eine Menge Lesespaß.

Die Geschichte ist unübersichtlich, aber dies nimmt nie Überhand. Nach und nach entwirft man eigene Gedanken, findet sie bestätigt oder widerlegt, bis sich zum Schluss ein gerundeter, passender Abschluss ergibt, der auch die (Un-)Möglichkeiten der Zeitveränderung berücksichtigt. Eine wirklich gelungene Geschichte!


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Diese Rezension bewerteten 24 positiv und 0 negativ. (5271 Leser bisher.)

Besuchermeinungen:

Name: Gast Bewertung: 10 Datum: 06.09.2006 13:05:25
Ich finde, das Spiegelzeit das beste Buch ist das ich je gelesen habe!!! Ich finde die Aufklärung am schluss genial!!! Es ist das beste Buch das die Hohlbeins je geschrieben haben!!!
Gratulation

ein treuer Leser

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