Teufelssohn

Merkmale kurz-knapp (?)

Vorhersehbare Handlung
Durchgehender Spannungsbogen
Autor: Kastner, Jörg
Verlag: Knaur
Genre: Mystery
ISBN-13: 978-3-426-63288-8
Erschienen: 01/2010
Seitenzahl: 426
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Kaufpreis: 8,95 EUR (Softcover)
Rezensent: nico
Bewertung: 7/10 3/5 Grimoires - 7/10 Pkt. (Gut)
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Kombinierte Wertung:7/103/5 Grimoires - 7/10 Pkt. 
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Beschreibung:
Cover: Teufelssohn (Kastner, Jörg)Monate sind vergangen seit dem Kampf um das wahre Grab Petri unter dem Vatikan (siehe "Teufelszahl") und alles scheint wieder normal. Doch plötzlich stürzet sich ein Gelehrter zu Tode - und reißt eine Kollegin mit sich, das alles vollkommen unerwartet und vor den Augen Tausender und des Fernsehens. Selbstmord? So scheint es, doch warum wirkte der Gelehrte dabei so widerwillig, als wolle er gar nicht? Und was das Ganze noch brisanter macht: der Tod wurde zuvor angekündigt! Und kurz darauf wird Kommissarin Claudia Bianchi beinahe entführt. Bald schon ist Claudia erneut in mysteriöse Geheimnisse verwickelt, um eine Verbindung zum vergangenen Kampf um das Grab Petri zu haben zeichnet sich immer klarer ab. Überdies hat Claudia ganz private Sorgen: Sie ist schwanger und Paul Kadrell, ehemaliger Jesuit und Liebe ihres Lebens ist spurlos verschwunden. Noch brisanter: Ist Paul tatsächlich der Nachkomme eines alten Gottes, so trägt Claudia nun vielleicht einen weiteren Spross dieses dunklen Gottes in sich.

Das Buch erhält 7 von 10 Punkten.

"Teufelssohn" setzt die Geschehnisse aus "Teufelszahl" fort, mit einem Zeitabstand von einigen Monaten. Die wesentlichen Geschehnisse werden dabei schnell und unaufdringlich zusammengefasst, gut in die weitere Handlung eingeflochten. Damit wird "Teufelssohn" auch für Neueinsteiger lesbar. Hieraus mag man auch auf den Tiefgang des Romans schließen der sich eher Richtung Bahn-Lektüre bewegt als tiefer Philosophie. Die Nachkommenschaft eines dunklen Gottes ist kein neues Motiv und Geheimsekten sind es ebenso wenig; Verschwörungen rund um den Vatikan sind spätestens seit Dan Brown ebenfalls Allgemeingut. Auf diesen Wellen von Vatikan/Bibel/Kirchen-Mystery reitet auch "Teufelssohn", wobei hier ein anderer alter Gott ins Zentrum der Handlung rückt. Zwar werden auch hier Elemente alter Religionen genutzt und verwoben sowie mystisches Wirken als "Tatwaffe" eingebaut (für den Leser von Beginn an klar); "Teufelssohn" nutzt diese Elemente jedoch nur minimal – wesentliche Waffen von Auseinandersetzungen sind keine alten Zauber sondern mundane Schusswaffen.

Dass alles auf eine neue Begegnung mit jenen hinausläuft, die schon damals das Grab Petri angegriffen haben, wird niemanden überraschen; auch ein Wiedersehen mit Paul ist vorhersehbar – sein Fernbleiben wäre die große Überraschung. Als Krimi zum miträtseln ist der Roman ein Fehlschlag: viele Entwicklungen sind im groben vorhersehbar, auf andere wird man geradezu gestoßen und wiederum andere fallen der Kommissarin ohne Probleme und trotz Geheimarchiv-Status in die Hände.

Trotzdem geling es Jörg, die Spannung hoch zu halten und Recherchephasen mit Actionphasen abzuwechseln; langweilig wird der Roman nie. Jedoch kann "Teufelssohn" sich auch nicht aus der Masse hervorheben: ein Alleinstellungsmerkmal fehlt dem Roman; er ist typischer Vertreter der Gattung: als solche ist er solide gelungen, jedoch ohne neue Ideen.


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