Faerie Queene

Edmund Spensers „Faerie Queene“ wurde als Vielerlei bezeichnet: von "das langweiligste Buch das jemals geschrieben wurde" bis zu "eine Lektüre, ohne die ein Verständnis des Elisabethanischen England nicht möglich ist." Zwei Meinungen, die einander nicht notwendigerweise ausschließen.

Es hat schon seinen Grund, dass Spenser nicht in der Schule auftaucht. Die Faerie Queene hat es in sich. Zunächst einmal ist es eine (Arturische) Romanze, oder Vielmehr sind es Zwölf: Zwölf verschiedene Ritter, jeder für eine Tugend stehend, machen sich auf ihre Questen. Über allem schwebt die Autorität der Faerie Queen und in jeder Queste taucht Prinz Arthur auf, der hilft, wenn Not am Mann ist und die Tugenden in ihrer Gesamtheit verkörpert.

Mit diesen Verkörperungen geht es auch fleißig weiter, denn der Plot dient nur für eine Allegorie sondergleichen: Die Ritter treffen auf "Archimago", "Duessa", "Una", die Todsünden und dergleichen mehr, bei denen man nur auf die Namen zu schauen braucht. Auch allfällige Zusammenhänge ergeben sich - ein Buch, das man jedes Jahr neu lesen kann und immer wieder neue Ideen bekommt.

Moment. Ein Buch? Nein, zwölf Bücher. Die Faerie Queene ist in zwölf Bücher unterteilt, jedes für einen Ritter. Jedes dieser Bücher hat wiederum 12 Canti (Gesänge, cf. Dantes Divina Comedia) mit unterschiedlich vielen Strophen in Spensers eigenem Maß. Oder vielmehr: Die Faerie Queene HÄTTE 12 Bücher, bricht aber stattdessen nach dem sechsten Buch ab und besitzt weitergehende Fragmente. Der Tod kam Spenser bei seinem Unterfangen zuletzt in die Quere (und Verächter dieses Werkes mögen sarkastisch bemerken, dass dies einen recht starken Missfallensausdruck von autoritativer Seite darstellt.)

Zweifelsohne ist die Faerie Queene zu Recht Gegenstand andauernder Forschungen, nicht zuletzt wegen der "Faerie Queene" Gloriana, hinter der sich Elisabeth verbirgt - zumindest jene Elisabeth, die der junge Spenser sah, der ältere jedoch kaum noch. Ob die Faerie Queene jedoch als allgefällige Lektüre taugt, wage ich nicht vollends zu beurteilen: Es ist eine Rittergeschichte, ja, eine Romaunce von gut gegen böse. Doch die Allegorien haben Masse und Schlagkraft genug, um einigen Lesern den Spaß zu verderben. (Dies gilt vermutlich besonders für Katholiken, die nicht eben gut wegkommen.) Ein Schicksal so manchen Werkes, das zur Erziehung guter Menschen geschrieben wurde, wie dieses...

Die Bücher der Faerie Queene sind:

I) The Legend if the Knight of the Red Crosse, or Of Holinesse

II) The Legend of Sir Guyon. Or Of Temperaunce

III) The Legend if Britomartis. Or Of Chastitie

IV) The Legend of Cambel and Telamond, or Of Friendship

V) The Legend of Artegall or Of Justice

VI) The Legend of S. Calidore or Of Courtesie

(2 Cantos von "Mutabilitie")

Die Buchreihe Faerie Queene erhielt eine durchschnittliche Note von 8.60/10 basierend auf 5 Rezensionen und Bewertungen zu 2 Büchern.

Bücher von Faerie Queene

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