Adalbert Kuhn

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Franz Felix Adalbert Kuhn wurde in Königsberg in der Neumark geboren. Er war Indogermanist und Mythologie und gilt als Begründer der linguistischen Paläontologie sowie der vergleichenden Mythologie. Er war Direktor des Köllnischen Gymnasiums zu Berlin und Mitglied der Akademie der Wissenschaften.

Schon während seiner Schulzeit zeigte er Interesse an Sprachen und lernte autodidaktisch Grundzüge des Saskrit. Er studierte und promovierte (1837) in Berlin und wurde dort Lehrer. Hier setzte er Grundlagen für die vergleichenden Sprachwissenschaften indem er indogermanische Begriffe rekonstruierte und etymologisch auf ihre Wurzeln zurückverfolgte. Auf diese Art versuchte er, das erste Aufkommen kultureller Konzepte ohne direkten Nachweis nachzuvollziehen. Seine Thesen sind heute nicht uneingeschränkt haltbar, trugen jedoch wesentlich zur Etablierung der indogermanischen Altertumswissenschaft bei.

Ein anderer Schwerpunkt von Kuhns Forschung war die vergleichende Untersuchung von Märchen, Sagen und Mythen. Nach Jakob Grimms "Deutsche Mythologie" (1835) sammelte Adalbert Kuhn selbst Märchen und Sagen und gab diese heraus. Später wandte er sich außergermanischen Quellen zu. Sein Werk "Die Herabkunft des Feuers und des Göttertrunkes" (1859) gilt als erste umfassende Darstellung einer vergleichenden Mythologie. "Über Entwicklungsstufen der Mythenbildung" (1873) liefert eine Methodologie der Mythenforschung. Von Bedeutung und Wirkkraft sind auch die von ihm herausgegebenen und später durch seinen Sohn fortgeführten Zeitschriften: Zeitschrift für vergleichende Sprachforschung und Beiträge zur vergleichenden Sprachforschung auf dem Gebiet der arischen, keltischen und slawischen Sprachen. 1875 verschmolzen die beiden zur Zeitschrift für vergleichende Sprachforschung auf dem Gebiete der indogermanischen Sprachen.

Adalbert Kuhn erhielt eine durchschnittliche Note von 6.50/10 basierend auf 4 Rezensionen und Bewertungen zu 1 Büchern.

Bücher von Adalbert Kuhn

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