Buch-Cover, Jonathan Wylie: Der Traumstein

Der Traumstein

Originaltitel: Dreams of Stone [EN]
Serie: Die Träumende Welt (#1)
Übersetzer: Caspar Holz
Genre: Fantasy
Seiten: 363
Erschienen: 1996 (Original: 1989)
ISBN: 3-404-20278-3
Preis: 0,00 Euro (Softcover)
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Grimoires.de    
Wertung: 3/5 Grimoires; 6/10 Punkte, Kann-Lektüre

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Wertung: 5/5 Grimoires; 9/10 Punkte, Sehr gut

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Der Erd-Geist schläft und träumt die Welt, doch er wurde gestört. Die Menschen weckten ihn und so kam es zur Einebnung, welche die Welt veränderte. Die Magie wurde ausgelöscht und seltsame Phänomene nehmen zu.

Gemma folgt, wie einige andere, einem geheimnisvollen Ruf, der sie in den Süden zieht. Schließlich bricht sie jedoch erschöpft inmitten einer Wüste, am Fuße eines Monolithen, zusammen. Nur Arden verdankt sie es, dass sie nicht verdurstet.

Von Anfang an fühlen sich die beiden zueinander hingezogen und reisen fortan gemeinsam, um Ardens Mission zu erfüllen: Er muss ein magisches Tal retten, dessen Bewohner vor Gesundheit strotzen und eine Art kollektiver Gedankenübertragung besitzen. Der Fluss, der es mit Wasser versorgte, ist jedoch seit mehreren Jahren versiegt

Great Newport, heruntergekommene Stadt, von der man sich Hilfe verspricht, lehnt ab und somit bleibt die Aufgabe an den beiden hängen.

Die Dinge scheinen zudem weit komplizierter, als zunächst vermutet: Gemma entdeckt, dass die Magie nicht wirklich verschwunden ist und dass der Monolith in der Wüste eine höhere Bedeutung hat - und dass sowohl die verschwindende Magie als auch das Magische Tal und andere Dinge miteinander verwoben sind...

Das Buch erhält 6 von 10 Punkten

Der Traumstein und die "Träumende Welt" im Allgemeinen ist ein eher ungewöhnliches Werk der Fantasy. Dies beginnt schon bei der Wortwahl: Personen werden mit "Sie/Ihnen" angesprochen, nicht mit dem üblichen "Ihr/Euch". Ich persönlich empfinde dies als störend und unstimmig, ebenso, wie moderne (bzw. modern wirkende) Begriffe - z.B. "Chefin" - nichts in Fantasy zu suchen haben.

Des weiteren frage ich mich, was ein Inquisitor in irgend einer Wachstube verloren hat - irgend etwas ist da doch im Verständnis der Person eines Inquisitors falsch - zumal es nicht einmal erwähnt wurde, dass es in irgend einer Weise eine Inquisition oder auch nur Kirche gibt. Wie in diesem Fall fehlt auch anderweitig oft eine Aussage, wer anwesend ist. Dies sollte natürlich keinesfalls in eine Aufzählung ausarten, doch sollte man nicht ständig in Verwirrung verfallen wenn irgend eine Person von der man nichts wusste, plötzlich spricht.

Ein weiteres Manko des Werkes sind die mitunter blassen Beschreibungen. Great Newport ist z.B. eine Stadt, die relativ modern bis apokalyptisch anmutet - mit großer Müllhalde, in der Menschen nach verwertbaren Dingen suchen. Allerdings bleibt es nahezu bei dieser oberflächlichen Beschreibung. Auf der anderen Seite mag man natürlich entgegnen, dass dies positiv ist: Die eigene Phantasie wird nicht eingeengt und man kann sich ein eigenes Bild machen.

Vor dem Druck hätte gerne noch einmal die Rechtschreibung geprüft werden - es sind doch recht viele Fehler.

Eine sehr gute Idee ist die Sprache der Meyrkats - sie hängen an jeden Satz ihren Namen an und haben um so längere Namen um so komplizierter und unverständlicher ihnen das Bezeichnete ist.

Zum Schluss sei noch erwähnt, dass der Autor ein Mischbild der "klassischen Fantasywelt" und Anleihen aus der Welt der Moderne verwendet um die Träumende Welt zu schaffen; es wirkt einfach nicht wie _echte_ Fantasy, wenngleich es aufgrund des Plots diesem Genre zuzuordnen ist. Man mag es durchaus lesen, es sei denn man ist ein Verfechter der absolut reinen Fantasy ohne jegliche Anleihen aus Modernem.

Anmerkung: Gelesen wurde eine inzwischen völlig vergriffene Sonderauflage des Bechtermünz-Verlages (Weltbild).

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Avatar von nico Rezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


Zitat(e) aus dem Buch

  • Mein Bruder soll sich nicht bewegen. Denn das Jahr ist nie vorbei
  • Gemma wusste, dass ihre Geschichte wahr war. Arden wusste, dass dies nicht stimmte. Und beide hatten Beweise.

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