Buch-Cover, Jens Schumacher: Der Sternstein von Mogonthûr

Der Sternstein von Mogonthûr

Serie: Ambigua (#1)Genre: Kinderbuch oder Jugendbuch
Seiten: 440
Erschienen: 07/2008 (Original: 2008)
ISBN: 978-3-505-12475-4
Preis: 14,95 Euro (Hardcover)
Schlagworte: ParallelweltWaisen
Bestellen
amazon.de
▾ Optionen ▾
Wertung:  
Grimoires.de    
Wertung: 5/5 Grimoires; 10/10 Punkte, Ausgezeichnet

10/10

Leser (Person-Icon 1)  
Wertung: 3/5 Grimoires; 6/10 Punkte, Kann-Lektüre

6.0/10

»Details
5/5 Grimoires
(0)
4/5 Grimoires
(0)
3/5 Grimoires
(1)
2/5 Grimoires
(0)
1/5 Grimoires
(0)
0/5 Grimoires
(0)
Deine Wertung:
          

Reisen in eine andere Welt ist DAS Thema für Jugendbücher schlechthin und wurde in den letzten Jahren schon mehrmals ausgeschlachtet. Dennoch greift man immer wieder gerne zu diesen Geschichten, wohnt ihnen doch ein ganz besonderer Zauber inne, vor allem wenn ein Autor endlich auch wieder einmal eigene verrückte Ideen mit in die Geschichte einfließen lässt.

Fabian ist ein Waisenjunge und lebt in einer entsprechenden Einrichtung. Unglücklich ist er nicht, denn er ist ein recht guter Sportler und hat viele Freunde. Sein bester Freund heißt Konrad und ist ein Schreinermeister. Sie verbringen viele Stunden miteinander, in denen Fabian in Konrads Werkstatt sitzt und sich dessen Geschichten anhört, während sein Freund arbeitet. In dieser Werkstatt gibt es ganz besondere verzierte Rahmen, die den Jungen immer wieder faszinieren und die er gerne betrachtet. Eines Tages wird Konrad überfallen und muss in das örtliche Krankenhaus eingeliefert werden. Sein Herz hat die Attacke nicht gut mitgemacht und er fürchtet, dass er die Nacht nicht überleben wird. Fabian ist sehr besorgt und schleicht sich heimlich zu seinem alten Freund, da er ihn offiziell nicht besuchen darf. Nun erfährt er unglaubliches. Konrad erzählt ihm, dass er in seiner Werkstatt durch die Rahmen gehen soll, um in eine fremde Welt namens Ambigua zu gelangen. Es war Konrads Aufgabe ein besonderes Amulett zu bewahren, auf dem ein Spruch erneuert werden muss und das muss unbedingt nach Ambigua zurück gebracht werden. Da er aber wahrscheinlich nicht mehr lange zu leben hat, muss der Waisenjunge diese Aufgabe übernehmen. Fabian glaubt dem alten Mann kein Wort, willigt aber ein in der Werkstatt nach dem Rechten zu sehen und es wenigstens zu versuchen. Der Junge wird jedoch sofort von einer Riesenhornisse angegriffen, sobald er die Werkstatt betritt und kann nur mit Mühe und Not zusammen mit dem entsprechenden Amulett durch einen der Rahmen fliehen. Nun muss er feststellen, dass sein Freund die Wahrheit gesagt hat, er befindet sich tatsächlich in einer fremden Welt voller seltsamer Erscheinungen und Sitten, mit denen er nicht vertraut ist. So gerät er auch sofort in Schwierigkeiten, das Amulett wird ihm gestohlen und er selbst wird festgenommen, da man ihm etwas anlastet, was er nicht begangen hat. Doch noch ist nicht alles verloren.

Der Autor verfügt über einen einfachen und sehr geradlinigen Stil, das stört aber überhaupt nicht und führt gerade bei diesem Buch dazu, dass die Seiten nur so verfliegen. Mit dieser Geschichte langweilt man sich keine Sekunde, sondern erlebt vielmehr ein spannendes und zugegebenermaßen sehr skurriles Abenteuer. Wenn man sich dieses Buch durchliest, versteht man, warum der Autor mit Moers verglichen wird, denn beide haben diese sehr schräge Fantasie, die sie Wesen und Dinge erfinden lässt, auf die ein anderer niemals gekommen wäre. Beispielsweise gibt es Nilpferd-Mönche, also Mönche die die Gestalt eines Nilpferdes haben oder die Dozenten an Universitäten sind klebrige Schleimklumpen. Sympathisch ist auch, dass sich bei Fabian keine großartigen Mächte finden lassen, er muss mit dem auskommen, was er mitbringt und das ist seine Sportlichkeit und sein Verstand. Er stolpert in diese Welt und muss sich den Gefahren stellen und Verbündete suchen. Die Welt ist lustig, gefährlich und im Grunde einfach nur unmöglich. Immer wieder schüttelt man den Kopf und denkt sich, dass es doch nicht sein kann, dass ein Autor auf solch seltsamen Gedanken kommt. Aber sie unterhalten fantastisch. Die Aufmachung ist mehr als einen Blick wert, der Einband lässt aber vielmehr auf ein Mädchenbuch schließen. Durch seinen Inhalt ist es aber durchaus für Jungen ab ungefähr 11 Jahren zu empfehlen und eines der wenigen Bücher, an denen sie tatsächlich ihre Freude haben werden.

Das Buch ist gerade rechtzeitig vor Weihnachten erschienen und ich bin mir sicher, das sich viele Jugendliche und auch Erwachsene über dieses ansprechende Werk eines deutschen Autors unter dem Weihnachtsbaum freuen würden! Es ist sehr zu empfehlen!

Bestellen bei:
amazon.de ebooks.de abebooks Thalia
Avatar von Katharina Rezension von: (Grimoires.de)
Katahrinas Lesekarriere begann mit Wendy und Mickey Mouse. Über Märchenmond gelangte sie zur Fantasy. Diese entachte auch eine regelrechte Bücher-Sammelwut in allen Bereichen. Am liebsten blieb ihr jedoch die Fantasy - und Vampire.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


Hat Dir diese Rezension geholfen/gefallen?   

Diese Rezension bewerteten 1 positiv und 0 negativ. (4510 Leser bisher.)


Deine Meinung

Sag uns deine Meinung zu Der Sternstein von Mogonthûr





Grimoires.de auf Facebook
Grimoires.de auf GooglePlus
Grimoires.de auf Twitter
Zum Seitenanfang