Buch-Cover, Robin Gates: Wolfszeit

Wolfszeit

Serie: Runlandsaga (#3)Genre: Fantasy
Seiten: 574
Erschienen: 07/2009 (Original: 2009)
ISBN: 978-3-902607-17-1
Preis: 9,95 Euro (Softcover)
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Grimoires.de    
Wertung: 5/5 Grimoires; 9/10 Punkte, Sehr gut

9/10

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Wertung: 4/5 Grimoires; 8.3/10 Punkte, Gut bis sehr gut

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Nach ihrer Flucht von den Serephin erreichen die Siedler aus Andostaan endlich Menelon. Nun gilt es, die Bewhner vor dem drohenden Unheil zu warnen. Doch Enris hat noch einen weiteren, wichtigeren Auftrag: die Mission des verstorbenen Arcad weiterführen. Gemeinsam mit der Besatzung der Suvare sucht er die Arcand-Inseln auf, wo sich ein Portal zu den Atara befinden soll, welche das Ende Runlands, die Wolfszeit, eventuell noch abwenden können.

Jenes Ende ist nach wie vor das Ziel der Serephin, die inzwischen einen der vier Wächterdrachen getötet haben. Mit Hilfe der "Flammenzungen", einer Sekte von Menschen, die die Serephin verehren, wollen sie den Aufenthaltsort der weiteren Drachen herausfinden. Doch auf der Suche nach seinem Freund Ranár, dessen Körper von einem Serephin in Besitz genommen wurde, entdeckt ein Priester des T'lar Ordens die Umtriebe der geflügelten Schlangen - und ist fest entschlossen, seinen Freund zu retten. Auf Seiten der Invasoren müssen die Serephin schließlich feststellen, dass sie einen Verräter in den eigenen Reihen haben...

Das Buch erhält 9 von 10 Punkten.

Wie von den vorherigen Teilen gewohnt schafft Robin Gates es, mit seiner Handlung zu fesseln. Erneut ist man erstaunt, wie "wenig" eigentlich passiert, wie unwesentlich die Handlung eigentlich voranschreitet, wenn man lediglich "epische" Dreh- und Angelpunkte betrachtet. Man mag erneut kritisierend sagen, dass man all dies in 100 Seiten hätte zusammenschreiben können; doch erneut muss man entgegen halten, dass Gates' Roman eben durch die Dichte der Erzählung seinen eigenen Charakter erhält.

Ein Neueinstieg ist hier nicht mehr möglich - die Zusammenfassung der bisherigen Eeeigisse dient kaum mehr der Auffrischung des Lesergedächtnisses; einige Namen wird man nach einiger Zeit trotzdem nicht zuordnen können. In dieser Hinsicht leidet Gates' Roman wie Robert Jordans Rad der Zeit (8 Seiten mit Eigennamen(!) im Anhang); auch wer den Herrn der Ringe wegen seiner Längen ablehnte, ist mit der Runland-Saga eher schlecht beraten, ist sie doch stellenweise ähnlich langatmig und nicht auf Handlung fokussiert.

Auch ich stieß hier inzwischen einen Seufzer aus: der dritte und vorletzte Teil bringt NOCH EINEN Handlungsort mit neuen Protagonisten ins Spiel – bereits erwähnten T'lar-Priester und die Flammenzungen. Die Verbindung zu Ranár bringt immerhin eine direkte Verbindung zur bisherigen Handlung aber die ist nur lose und vermisst hätte diesen neuen Plot niemand – nicht einmal danach gesucht. Auch geographisch ergibt sich eine große Distanz, spielt die bisherige Handlung doch im Norden und beginnt der Priester in der südlichsten Stadt der Welt. Für meinen Teil hätte ich auf eine weiter Handlung lieber verzichtet - es bleibt den vierten und letzten Teil abzuwarten, wie es Gates gelingt, alle Handlungen zusammenzufügen.

Bisher ergibt sich der Effekt der "Szenenspringerei", wobei von einer Gruppe zur nächsten gewechselt wird und die dortige Handlung weitererzählt wird. Manchmal ergibt sich so mehr Spannung durch Cliffhanger; andere Male jedoch ist dieses Warten lästig. Ich will wissen, wie es weiter geht - jetzt. Mir gefällt das nicht gnadenlose Vorantreiben der Handlung generell – aber teilweise hätte es dem Roman nicht geschadet, auf ein wenig Drumherum zu verzichten..

Dies soll jedoch dem keinen Abbruch tun, dass jeder, der die ersten Teile genoss, auch zu diesem greifen sollte. Das Runen-Element - immerhin ist dies Runland - wird in diesem Band ein wenig stärker betont, indem sowohl als Motto als auch in der Handlung die Edda mit titelgebender "Wolfszeit" zitiert wird. Auf mich wirkte das leider aufgesetzt und über die Relevanz für die Handlung kann ich nur rätseln: warum Runland Runland ist - ich habe keine Ahnung. Macht aber auch nichts - denn wer bis hier gelesen hat erwartet sowieso keine Welt nordischer Götter mehr.

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Avatar von nico Rezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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