Fantasybücher mit Wicca

Wicca: ein Buch der Schatten

Wicca, eine neureligiöse Bewegung mit Wurzeln u.a. zu Hexen-Magie wird auch in Fantasy-Romanen aufgegriffen. Mitunter sind die Hexen die überraschtesten, wenn ihr Zauber mit einem Mal funktioniert.

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Was ist Wicca?

Wikka oder Wicca ist eine neureligiöse Bewegung des Neuheidentums und basiert auf naturverbundener Spiritualität basiert. Wicca entstand in den 1940er/1950er Jahren und ist daher relativ jung. Im Sinne der Erkenntnis des eigenen Lebens und innerer Transformation ist Wicca zudem eine Mysterienreligion. Sie ist besonders im angloamerikanischen Raum verbreitet und seit 1994 als Religion anerkannt. Meist kommen Mitglieder in einem Konvent oder Coven ("Hexenzirkel") zusammen.

Wicca hat einen positiven Fokus auf Dinge wie Reichtum, Liebe, physische und geistige Gesundheit sowie Schutz und Abwehr von negativen Einflüssen. Viele Praktizierende beziehen dies nicht nur auf das eigene Leben, sondern auch auf andere. Insgesamt ist Wicca friedfertig und harmoniebestimmt. Moralische Absolute wie Gut und Böse werden oft abgelehnt, ebenso wie der Einfluss eines einzigen Gottes oder Satans. Eine vielzitierte Maßgabe ist: "Du kannst tun, was du willst, solange niemand zu schaden kommt".

Wicca sieht sich zudem als Religion der Hexen und vermischt zahlreiche Vorstellungen unterschiedlicher Glaubensrichtungen (sogenannte Synkrese), unter anderem keltische, indianische und ägyptische sowie andere ethnische Vorstellungen. Besonders bestehen Parallelen zum Kult der Großen Göttin, wobei ihr ein gleichberechtigter männlicher Gott zur Seite steht, im Sinne einer polaren Natur. Unterschiedliche Wicca-Zirkel haben teils sehr unterschiedliche Ansichten, Feste und Rituale. Fast immer orientieren sie sich jedoch am Mondzyklus und dem Jahreskreis mit den acht Hexenfesten, die an den keltischen Jahreskreis angelehnt sind: Imbolc, Ostara, Beltane, Litha, Lughnasad, Mabon, Samhain, Yule.

Viele Wicca-Anhängerinnen bezeichnen sich selbst als Hexen. Mitunter wird der Begriff auch mit /tsch/-Laut ausgesprochen und ähnelt dabei dem englischen witch.

Wicca in der Fantasy

Diese Selbstidentifikation als Hexen wird in der Fantasy aufgegriffen - als relativ neue Bewegung fast ausschließlich in Urban Fantasy. Der Twist muss fast nicht ausgesprochen werden: Die kleinen magischen Rituale funktionieren, sind echte Magie. Das kann einerseits die Sicht in die geheime, verborgene Welt des Übernatürlichen öffnen. Andererseits kann es auch die ein oder andere Katastrophe geben, wenn ein im Spaß gewirkter Zauber tatsächliche Realität wird. Wicca rückt aber nur selten ins Zentrum, bietet öfter einen Einstieg oder eine Perspektive - gerade im Hinblick darauf, dass "Hexe" nicht "böse" bedeutet.

Da Wicca sehr unterschiedlich gelebt wird, sind auch die Darstellungen sehr verschieden. In der Regel haben Heldinnen (denn diese sind in der deutlichen Mehrzahl), die Wicca betreiben, ein spirituelles und naturnahes Wesen mit viel Empathie; sie nutzen Licht-, Heil- und Naturmagie und schätzen Harmonie. Auf der Antagonisten-Seite gleiten die Figuren hingegen eher in die dunkle Richtung klassischer schwarzer Hexerei mit Flüchen und Verwünschungen. Sie wenden sich von der eigentlichen Idee des Wicca ab und verfolgen selbstsüchtige Ziele.

Quellen und Verweise

  • Titelbild: Buch der Schatten, Foto von Malloym, via Wikimedia Commons, CC-BY-SA-4.0.
Avatar von nico Artikel von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

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