Buch-Cover, André Wiesler: Böses Erwachen

Böses Erwachen

Serie: Shadowrun (#76)Genre: Fantasy (Science Fiction)
Seiten: 392
Erschienen: 08/2006 (Original: 2006)
ISBN: 3-89064-473-2
Preis: 9,00 Euro (Softcover)
Schlagworte: Antihelden
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Grimoires.de    
Wertung: 4/5 Grimoires; 8/10 Punkte, Gut bis sehr gut

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[Achtung: Die Synopsis und die Rezension enthalten Spoiler der etwa ersten 50 Seiten, ohne die eine sinnvolle Rezension nicht möglich bzw. zu vage ist.]

Kyon der Zyniker (siehe Feuerzauber) und der ehemalige Betbruder Mark (siehe Im Namen des Herrn) haben miteinander nichts zu tun. Das dachten sie zumindest, doch nach einem Anruf des seit einigen Tagen verschwundenen Mark müssen die beiden das Gegenteil feststellen. Quiz und Glitzer eilen zur Rettung des scheinbar Entführten und finden diesen auch - verteidigt von Freunden, die ihn als Kyon kennen. Niemand ist mehr erstaunt als Kyon/Mark, der sich in Sekunden von einer Person in die andere verwandelt. Als sich dann auch noch ein "Chauffeur" einschaltet, fragt er sich berechtigterweise, ob er endgültig den Verstand verloren hat.

Im Laufe der Erforschung von "Maryon"s seltsamer Identität stellt sich mehr und mehr heraus, dass sowohl Projekt Feuerzauber als auch das Ritual der Westphalischen Kultisten enger zusammenhingen als die beiden Teams dachten. Und Mark/Kyon ist ein zentrales Puzzlestück, das bereits von einem kaum mehr menschlichen Wesen gejagt wird.

Das Buch erhält 8 von 10 Punkten.

In einem Nachwort zu diesem Roman spricht der Autor von einer "geheimen Trilogie" aus oben genannten Büchern und diesem Buch. Das Vorhaben klingt im Rückblick interessant und ist soweit möglich gelungen. Aber was heißt das eigentlich?

Die beiden zuvor genannten Romane lassen sich unabhängig voneinander lesen und sind in der Reihenfolge nicht aneinander gebunden, benötigen einander nicht. Dieser dritte Roman wirft die Ereignisse zeitlich übereinander und eröffnet eine dritte Plotlinie, welche aus den verwobenen ersten beiden besteht. (Ohne die Lektüre der vorhergehenden dürfte dem Leser ein wenig fehlen: im Gegensatz zu den ersten beiden baut dieser Roman auf die Vorgeschichte auf.) Muss man „Böses Erwachen“ als Ende der Handlung lesen? Nein, aber man kann es. Das Schlagwort lautet "Schizophrenie einmal anders herum“ könnte man sagen - wie genau die metamagische Erklärung innerhalb des Shadowrun-Universums lautet, bleibt offen. Diese Spielart ist interessant und auch die Kombination Macho-Weichei sorgt für einige seltsame Sprüche. Neben der gut-gegen-böse Handlung nimmt überdies die Beziehung zwischen Mark und Quiz wieder einen Großteil ein und ist stark problematisiert: was tun, wenn der Geliebte plötzlich jemand anders ist als der für den man ihn hält? Eifersucht bildet einen weiteren Problemkomplex.

Die Gegenspieler der Runner sind teils bekannt und teils neu, wobei der neue Schurke trotz stereotyper Bekanntheit durchaus seinen Reiz. Die moralische Frage mit wie viel technologischer Verbesserung man noch Mensch sein kann, wird vermieden: dieser Punkt wurde hier eindeutig und weit überschritten.

Seinen bekannten Stil setzt André Wiesler auch hier fort und wem die beiden vorgenannten Bücher gefielen, der kann hier gut zugreifen. Einige Auswirkungen der Runs werden deutlich, was ein nettes Schmankerl darstellt in einem Universum, wo nichts eine Auswirkung auf Konzerne und Institutionen zu haben scheint sondern nur auf die Runner. Allerdings sind auch hier die Auswirkungen begrenzt und durch diesen Trilogie schaffenden Roman lediglich ein Bisschen verlängert. Vorbereitet sein sollte man auch auf Beziehungsstress und die Probleme, die man schon in unserer heutigen Welt kennt, denn in den actionlosen Parts nimmt dieser einen beachtlichen Teil ein.

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Avatar von nico Rezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .



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