Fantasybücher mit Kreuzzügen

Kreuzritter

Bei einem Kreuzzug zieht eine Religion mit Armeen gegen ihre Feinde. Wie das Kreuz im Begriff andeutet, ist dies historisch das Christentum, implizit meist gegen den Islam. Eine neutralere Bezeichnung wäre Heiliger Krieg, zumal in der Fantasy auch andere Religionen gegeneinander kämpfen. Neben der Fantasy sind die Kreuzzüge auch ein beliebtes Setting von historischen Romanen. In historischer Fantasy entfalten die Reliquien und Weihestätten Kraft über das mundane oder zweifelhafte hinaus.

Bücher

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Religiöser Krieg

Bei einem Kreuzzug steht gegenüber einem normalen Krieg die religiöse Komponente im Zentrum. Es geht (zumindest vordergründig) nicht um Landgewinn, sondern um den wahren Glauben. Oft genug sind diese Gründe aber vorgeschoben und hinter dem Krieg stehen mundane machtpolitische Erwägungen.

In der Fantasy kommt insofern eine Komponente hinzu, als dass die Götter hier oft real sind. Sie greifen aktiv in das Geschehen ein und kämpfen womöglich in ihrer eigenen Armee mit - besonders dann, wenn sie ein Kriegsgott sind.

Die Darstellung solcher heiligen oder gottgewollten Kriege ist sehr ambivalent. Geht es Gut gegen Böse, ist ein solcher Krieg eines der häufigsten Elemente der Fantasy. In anderen Variationen sind beide Seiten nur auf Macht aus und Religion nur ein Spielball.

Kreuzritter

Viele Rollenspiele kenne die Charakterklasse des Kreuzritters, der sich oft an Vorstellungen von Templern und ähnlichen Orden orientiert. Dies ist ein Ritter, der nicht zu persönlichen Abenteuern auszieht, sondern in einen Krieg. Sie sind im Gegenzug zum Paladin (mit dem sie überlappen können) jedoch meist weltlich und erfahren keine besondere göttliche Unterstützung, auch wenn sie für deren Sache streiten.

Realer Hintergrund

Seit dem 13. Jahrhundert rief die lateinische, christliche Kirche zu Kreuzzügen auf. Realpolitisch ging es darum, die muslimische Expansion einzudämmen: Muslimische Staaten hatten sich in Nordafrika und auf der Iberischen Halbinsel ausgedehnt. Eine entsprechende Gegenbewegung christlicher Streiter wurde von der Kirche sanktioniert. Unter anderem sollte so der Zugang der Pilger zu den Weihestätten wie Jerusalem sichergestellt werden - eine Aufgabe, der sich beispielsweise der Templerorden verschrieben.

Bald schon ging es jedoch nicht nur gegen den Islam, sondern auch gegen Heiden, Ketzer und sogar politisch unbequeme Gegner. Unter den Adeligen fanden Kreuzzüge Unterstützer, da im Osten neuer Landbesitz winkte. Die arme Bevölkerung versprach sich bessere Lebensbedingungen und ein Ende der Leibeigenschaft. Ein enormes Bevölkerungswachstum mit zusätzlichem Platzbedarf und die Möglichkeit zu Plünderungen waren wirtschaftliche Faktoren, die über drei Jahrhunderte zu sieben Kreuzzügen führten.

Immer wieder bekamen bestimmte heilige Stätten oder Reliquien besondere Bedeutung und dienten als Begründung für einen Kreuzzug oder zur Motivation der Truppen. Ein bekanntes Beispiel ist die Heilige Lanze, die angeblich während der Belagerung von Antiochia entdeckt wurde. In der Folge erstarkter Moral gelang es dem christlichen Heer, die Belagerung zu brechen.

Quellen und Verweise

Avatar von nico Artikel von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

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