Buch-Cover, Angie Sage: Septimus Heap - Flyte

Septimus Heap - Flyte

Originaltitel: Septimus Heap. Book 2: Flyte [EN]
Serie: Septimus Heap (#2)
Autor: Angie Sage
Übersetzer: Reiner Pfleiderer
Illustrator: Mark Zug
Genre: Kinderbuch oder Jugendbuch
Verlag: Hanser
Seiten: 464
Erschienen: 08/2006 (Original: 2006)
ISBN: 3-446-20794-5
Preis: 17,90 Euro (Hardcover)
Schlagworte: Entführung
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Ein Jahr nachdem die Heaps ihren verlorenen, siebten Sohn wiedergefunden haben - und nebenbei die zukünftige Königin - gibt es erneut Probleme: Simon, neidisch von Kopf bis Fuß, ist zurückgekehrt und er hat nichts anderes im Sinn, als Jenna zu entführen. Überdies ist Dom Daniel nicht so tot, wie es sich alle wünschen: er ist es, dem Simon nun zu Diensten ist.

Nach dem ersten Unglauben beginnt die Suche nach Jenna, doch bald ist klar, dass Simon ein wirklich großes Problem ist: er ist tief eingedrungen in die Geheimnisse der Schwarzen Magie. Zudem ist da noch ein Schatten, der Marcia ständig verfolgt und Jenna muss dringen zur Hüterhütte um die Sicherheit der Burg zu gewährleisten.

Das Buch erhält 8 von 10 Punkten.

Der zweite Teil setzt an, nachdem sich die Geschehnisse des ersten Teils beruhigt haben und alles wieder in Ordnung ist. Septimus beherrscht nun ein wenig Magie, aber längst nicht genug, um es mit seinem Bruder aufnehmen zu können. Die grobe Handlung bleibt relativ klein: Jenna wird entführt, verfolgt, entkommt und gelangt zurück nach Hause. Bei all dem gibt es aber viele Randepisoden, wie z.B. Septimus' Vergangenheit in der Jungarmee, Marcias Schatten, Geschehnisse im Wald und allerlei neue skurrile Gestalten - und auch altbekannte. Das Buch lebt also nicht so sehr von einer ausgedehnten Handlung sondern vielmehr von kleinen Randereignissen, die aber beständig die Handlung vorantreiben. Dies spiegelt sich auch wider in der hohen Anzahl der Kapitel: im Schnitt besitzt eines etwas weniger als 10 Seiten. Dadurch wird auch der Nur-noch-ein-Kaptiel-dann-hör-ich-auf Effekt erzielt. Es ist zu verlockend, nur noch dieses kurze Stück zu lesen – und dann dieses kurze Stück – und nur noch ein kurzes Stück danach...

Die Schrift ist auch wie beim ersten Band verhältnismäßig große und die Aufmachung wäre nur mit Schlangenleder und einem echten Vorhängeschloss zu übertreffen. Auch der ungewöhnliche Ausklang "Was zuvor geschah", der (unnötige aber interessante) Informationen zu Nebencharakteren anreißt, wurde beibehalten. Solcherart setzt Flyte alle Stärken um, die Magyk schon gezeigt hat.

Kritisieren kann man hier den Ausgang, der weit offener ist: Simons Geliebte Lucy steht allein da, Simon ebenfalls; DomDaniels zweites Verschwinden dürfte zumindest zweifelhaft sein und auch andere Handlungsstränge wirken unabgeschlossen. Septimus und Co. laden sich in diesem zweiten Band eine Menge neuer Probleme auf, die wohl im dritten Teil behandelt werden - und manchmal recht zwieschneidige Schwerter sind. Zu bemäkeln ist zudem der "Superheldencharakter" der Guten. Sie finden alles, haben immer das Passende dabei, kennen eine gute Abkürzung, treffen auf einen Verbündeten. Insbesondere Septimus gelangt in den Besitz immer stärkerer Zauber und Helfer, so dass ihm mit ein wenig Übung eigentlich nichts gefährlich werden könnte. Auch wenn er Zauberduelle meist nicht gewinnen kann, wirkt dies nicht überzeugend, bei all dem, was er an ungewöhnlichen Artefakten besitzt. Kritik wie beim ersten teil gibt es auch an der Übersetzung: "Charms" für mit Zaubern beladene Gegenstände ist einfach englisch, nicht deutsch, und unnötig - andererseits ist das Beibehalten immerhin konsequent (aber warum nicht einfach „Talisman“?). Auf die Spitze getrieben wird die Nicht-Übersetzung aber noch, indem "Cut" nicht sinngemäß zu "Einschnitt" wird sondern englisch bleibt. Wozu? Und das in einem Kinderbuch. Nichts gegen passend übernommene Wörter, aber unnötige Anglizismen braucht es dann doch nicht.

Das ändert aber nichts am Gesamturteil: Wem Magyk mit der teilweise recht ungewöhnlich verwendeten Magie gefiel, der wird auch von Flyte (mit dessem Titel ich leider gar nichts verbinden kann - villeicht über "flight", Flucht,?) nicht enttäuscht werden.

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Avatar von nico Rezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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