Buch-Cover, Sergej Lukianenko: Das Schlangenschwert

Das Schlangenschwert

Originaltitel: Tanzi na snegu [RUS]
Übersetzer: Irene Worms
Genre: Phantastik
Seiten: 639
Erschienen: 02/2007 (Original: 2001)
ISBN: 978-3-407-80993-3
Preis: 19,90 Euro (Hardcover)
Schlagworte: Schwerter
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Er gehört im Bereich der Phantastik zu den erfolgreichsten Autoren der letzten Jahre, obwohl sein Erfolg sehr überraschend kam. Der russische Schriftsteller Sergej Lukianenko wurde hierzulande mit seinen Wächter-Büchern berühmt, die ja nun auch verfilmt worden sind.

Mit „das Schlangenschwert“ liegt ein neuer Roman vor, der diesmal in der Zukunft spielt.

Tikkirej ist dreizehn Jahre alt und lebt auf dem Planeten Karijer. Alles Leben findet hier unter einer riesigen Kuppel statt und ist sehr kostspielig. So muss man für alles bezahlen, das Leben, das Atmen, das Essen und das bringt viele Familien an den Rand ihrer Existenz. So auch Tikkirejs Eltern. Als diese die ihnen auferlegten Sozialabgaben nicht mehr zahlen können, nehmen sie von dem Sterberecht Gebrauch, dass ihnen per Verfassung zusteht. Damit lassen sie ihren Sohn zurück, aber überlassen ihm ihren Besitz und geben ihm somit eine Chance auf sein Leben und eine Ausbildung.

Er ist mit der Situation gnadenlos überfordert, weiß nicht was er nun anfangen soll und verlässt den Planeten somit auf einem Frachtraumschiff. So gelangt er auf den Planeten Neu-Kuweit, wo er Stasj kennen lernt, der Kapitän eines Raumschiffes ist und noch Hilfe sucht. Tikkirej weiß sowieso nicht wie es mit ihm weiter gehen soll und so nimmt er das Angebot auf Hilfe gerne an. Nun könnte sich alles zum Guten entwickeln, doch der Planet wird angegriffen.

In dieser Situation stellt sich heraus, dass Stasj zu einem geheimnisvollen Orden gehört, der sich die Sternenritter der Phagen nennt.

Tikkirej weiß nicht recht wie ihm geschieht, als er plötzlich mit nach Avalon genommen und dann in alle Geheimnisse des Ordens eingeweiht wird. Gerade eben war er noch ein kleiner Junge und nun befindet er sich mitten in politischen Verwicklungen, in denen er selbst eine große Rolle spielen muss, da sich ein Schlangenschwert an ihn angeschlossen hat, ein legendäres Schwert, das so lange „lebt“ wie auch sein Besitzer und von den Phagen benutzt wird.

Auch wenn es sich in der Inhaltsangabe gelegentlich so anhört, ist dieses kein actiongeladenes Buch voller Kämpfe und wildem Getümmel, wie man es aus Star Wars kennt, sondern im Ganzen ein ruhiges, besonnenes Buch mit einer Geschichte, die gelegentlich schon fast zu tiefgründig ist.

Die Geschichte klingt zu Beginn ja fast erschreckend realistisch, es herrschen Zustände, wie man sie sich nur allzu gut vorstellen kann und die einem, Angst machen. Diese Angst wird dadurch verstärkt, dass dieses Buch in der Ich-Perspektive erzählt wird und man so direkt mit dem Protagonisten die Handlung durchläuft.

Dann ganz plötzlich, flacht die Geschichte ab und wird schlechter, das Ende ist dann regelrecht enttäuschend, was dem ganzen Buch leider einen faden Beigeschmack gibt.

Zudem hat sich der Autor einige Freiheiten genommen, sodass viele Wörter oder Situationen beispielsweise an Star Wars erinnern, der Gedanke drängt sich einfach auf, doch es wirkt nicht geklaut, sondern wird gut in die Geschichte eingebunden, sodass sie eigenständig wirken.

Die Sprache des Buches ist einfach, von der Aufmachung her ziemlich eindeutig ein Jugendbuch, doch es ist ein Buch, das mit dem Leser wachsen wird. Hier werden viele Themen angesprochen oder Scherze gemacht, die man als Kind möglicherweise noch nicht versteht und erst mit dem zunehmenden Alter dafür sensibilisiert wird. Erwachsene werden hieran also auch ihre Freude haben.

Letztendlich liegt hier ein ganz guter Roman vor, der vor allem bis kurz vor Schluss mitreisend ist und den man somit kaum aus der Hand legen kann. Am Ende schwächelt er dann, doch wahre Lukianenko Anhänger werden darüber wohl hinwegsehen.

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Avatar von Katharina Rezension von: (Grimoires.de)
Katahrinas Lesekarriere begann mit Wendy und Mickey Mouse. Über Märchenmond gelangte sie zur Fantasy. Diese entachte auch eine regelrechte Bücher-Sammelwut in allen Bereichen. Am liebsten blieb ihr jedoch die Fantasy - und Vampire.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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