Geralt-Saga

Geralt von Riva ist ein Hexer: ein mittels Kräutern und Magie manipulierter Mensch, geschaffen um die Menschen vor der ihnen feindlichen Umwelt zu beschützen und für sie gegen Monstren anzutreten: Trolle, Gestaltwandler, Drachen ... Doch die Zeit dieser mystischen Kreaturen geht vorbei, und mit ihr auch die Zeit der Hexer.

Häufiger als nicht sind es die Menschen, die die wahre Bedrohung darstellen und den Lebensraum anderer Rassen beschneiden. Insbesondere Zauberer werden deutlich anders und kritischer als in der meisten Fantasy thematisiert und kritisiert: Ihre Fertigkeiten dienen vor allem ihnen selbst, ihre Ethik ist häufig zweifelhaft, ihre Herangehensweise "wissenschaftlicher" als die des klassischen Mystikers. Und wie die neue Technologie der Menschen nehmen sie auf kaum etwas Rücksicht, wenn es ihrem Vorteil dient: Um "Monster" zu beseitigen gibt es schließlich die Hexer - wen interessiert's, dass diese Strige mehrere hundert Jahre in Frieden gelebt hat? Jetzt sind wir da!

Geralt ist kein tumber Krieger, sondern hat seine eigenen Moralvorstellungen. Im Laufe seiner Tätigkeit geht er wiederholt problematische Beziehungen mit der Zauberin Yennefer von Vengerberg ein und adoptiert Cirilla (Ciri), die Erbin des Königreichs Cintra. Diese spielt in der eigentlichen Geralt-Saga eine derart bedeutende Rolle, dass man sie fast Ciri-Saga nennen könnte.

Die Kurzgeschichten sind geprägt von vielen märchenhaften Motiven und Neuinterpretationen der Märchen, die am Ende einen Twist einfügen und die berichtete Geschichte infrage stellen. Meist sind diese Geschichten mit Humor und Augenzwinkern versehen, aber bittersüß. Eine stete Quelle von Humor ist auch Geralts bester Freund, der Barde und Schürzenjäger Rittersporn. In den Romanen wird der Ton dunkler: Das Kaiserreich von Nilfgard macht sich auf, die Welt zu erobern. Auch hier treten Werwölfe, Vichte, Strigen, Vampire und andere klassische Wesen des Volksglaubens auf, die sich in verschiedenen Aspekten jedoch von ihrem Monster-Vorbild lösen: Letztendlich wollen sie nur überleben und sind dabei häufig anpassungsbereiter und netter als die Mehrzahl der Menschen. Auch hier begegnen dem Leser noch häufig Anspielungen auf andere Erzählungen, insbesondere dem Artus-Mythos.

Die Geschichten um den Hexer bzw. Widzmin Geralt stammen von polnischen Schriftsteller Andrzej Sapkowski. Im Deutschen erschienen zunächst zwei Kurzgeschichtensammlungen. Die eigentliche Geralt-Saga spielt nach diesen und besteht aus Romanen. Ein Comic, mehrere Computerspiele (The Witcher) und sogar Filme ergänzen die Welt von Geralt.

Der letzte Roman der Saga hat ein relativ offenes Ende. Andrzej Sapkowski schreibt nach wie vor an weiteren Geralt-Geschichten, die jedoch nicht in chronologischer Reihenfolge spielen.

Die Buchreihe Geralt-Saga erhielt eine durchschnittliche Note von 8.33/10 basierend auf 79 Rezensionen und Bewertungen zu 8 Büchern.

Bücher von Geralt-Saga

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