Geralt-Saga

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Das Erbe des Weißen Wolfs

Das Erbe des Weißen Wolfs

Der letzte Wunsch

Der letzte Wunsch 1

Das Schwert der Vorsehung

Das Schwert der Vorsehung 2

Das Erbe der Elfen

Das Erbe der Elfen 3

Die Zeit der Verachtung

Die Zeit der Verachtung 4

Feuertaufe

Feuertaufe 5

Der Schwalbenturm

Der Schwalbenturm 6

Die Dame vom See

Die Dame vom See 7

Zeit des Sturms

Zeit des Sturms 8

Autoren

Andrzej Sapkowski
Marcin Zwierzchowski

Geralt von Riva ist ein Hexer: ein mittels Kräutern und Magie manipulierter Mensch, geschaffen um die Menschen vor der ihnen feindlichen Umwelt zu beschützen und für sie gegen Monstren anzutreten: Trolle, Gestaltwandler, Drachen ... Doch die Zeit dieser mystischen Kreaturen geht vorbei, und mit ihr auch die Zeit der Hexer.

Menschen als wahre Monster

Häufiger als nicht sind es die Menschen, die die wahre Bedrohung darstellen und den Lebensraum anderer Rassen beschneiden. Insbesondere Zauberer werden deutlich anders und kritischer als in der meisten Fantasy thematisiert und kritisiert: Ihre Fertigkeiten dienen vor allem ihnen selbst, ihre Ethik ist häufig zweifelhaft, ihre Herangehensweise "wissenschaftlicher" als die des klassischen Mystikers.

Und wie die neue Technologie der Menschen nehmen sie auf kaum etwas Rücksicht, wenn es ihrem Vorteil dient: Um "Monster" zu beseitigen gibt es schließlich die Hexer - wen interessiert's, dass diese Strige mehrere hundert Jahre in Frieden gelebt hat? Jetzt sind wir da!

Moralische Fragen

Geralt ist kein tumber Krieger, sondern hat seine eigenen Moralvorstellungen. Im Laufe seiner Tätigkeit geht er wiederholt problematische Beziehungen mit der Zauberin Yennefer von Vengerberg ein und adoptiert Cirilla (Ciri), die Erbin des Königreichs Cintra. Diese spielt in der eigentlichen Geralt-Saga eine derart bedeutende Rolle, dass man sie fast Ciri-Saga nennen könnte.

Stets wiederkehrend sind in sich abgeschlossene Situationen und Episoden in denen Geralt zwischen Seiten wählen muss, die beide problematisch sind und beide mindestens einen schlechten Effekt haben. Während verschiedene Figuren Geralt dazu bringen wollen, ihren Weg zu gehen, versucht Geralt neutral zu bleiben. Das gelingt ihm selten und so ist er gezwungen, eines der Übel zu wählen. Schlächter von Blaviken ist eine Bezeichnung die ihm wegen genau solch einer Wahl anhängt bei der die wahren Hintergründe für die meisten verborgen bleiben; sie würden die Sache deutlich anders erscheinen lassen.

Monster wollen leben

Die Werwölfe, Vichte, Strigen, Vampire und andere klassische Wesen des Volksglaubens kennt man. Hier lösen sie sich jedoch in verschiedenen Aspekten ihrem Monster-Vorbild: Letztendlich wollen sie nur überleben. Dabei sind sie häufig anpassungsbereiter und netter als die Mehrzahl der Menschen. Jene Menschen zögern meist nicht, die Ungeheuer einfach abszuschlachten - denn das Zeitalter der Menschen ist da.

Kurzgeschichten: Märchen-Motive

Die Kurzgeschichten sind geprägt von vielen märchenhaften Motiven und Neuinterpretationen der Märchen, die am Ende einen Twist einfügen und die berichtete Geschichte infrage stellen. Meist sind diese Geschichten mit Humor und Augenzwinkern versehen, aber bittersüß. Die einzelnen Geschichten sind dabei nur lose miteinander verbunden und mitunter in eine Rahmenhandlung mit Rückblenden eingefügt.

Eine stete Quelle von Humor ist auch Geralts bester Freund, der Barde und Schürzenjäger Rittersporn.

Romane: Die Ciri-Saga

Der Ton der Kurzgeschichten findet sich nicht in den Romanen wieder, die mit Das Erbe der Elfen beginnen. Auch in den Kurzgeschichten ist die Welt häufig düster und es gibt keine Lösung, die alle rettet. Oder auch nur die meisten und gleichzeitig ethisch vertretbar ist. Die Romane werden hingegen eine ganze Spur düsterer. Auch in den Romanen begegnen dem Leser noch häufig Anspielungen auf andere Erzählungen. Nach und nach gewinnt vor allem der Artus-Mythos an Bedeutung.

Denn es herrscht Krieg: Nilfgaard schickt sich an, die anderen Reiche zu unterjochen. Zauberer und Zauberinnen gehen neue Allianzen mit eigener Agenda ein. Und alle haben es auf Ciri abgesehen, das Löwenjunge von Cintra und Ziehtochter von Geralt und Yennefer. Diese hat inzwischen eine Ausbildung zur Hexerin begonnen, denn das scheint die beste Möglichkeit zu sein, sie vor Gefahren zu schützen. Doch muss Ciri auch andere Dinge lernen.

In den folgenden drei Romanen rückt Ciri ins Zentrum der Handlung. Sieverschwindet mehrfach und taucht an anderen Orten wieder auf - und scheint sogar in andere Welten gelangen zu können, was sie nur noch wertvoller macht. Alte Bekannte tauchen ebenfalls auf, nicht nur die Dauergäste wie Rittersporn, sondern auch manche, die nur in einer einzelnen Kurzgeschichte auftraten, wobei einige eine größere und weitreichendere Bedeutung erhalten. Ein Happy End? Das sollte man auch hier nicht erwarten, jedenfalls nicht für alle und nicht ohne bittere Süße

Verwandte Werke und Spin-Offs

Die Geschichten um den Hexer bzw. Widzmin Geralt stammen von polnischen Schriftsteller Andrzej Sapkowski. Im Deutschen erschienen zunächst zwei Kurzgeschichtensammlungen. Die eigentliche Geralt-Saga spielt nach diesen und besteht aus Romanen. Ein Comic, mehrere Computerspiele (The Witcher) und sogar Filme sowie ein Tischrollenspiel ergänzen die Welt von Geralt.

Der letzte Roman der Saga hat ein relativ offenes Ende. Andrzej Sapkowski schreibt nach wie vor an weiteren Geralt-Geschichten, die jedoch nicht in chronologischer Reihenfolge spielen.

Chronologie & Kontinuität

Es gibt keine verbindliche, offizielle Chronologie zwischen den meisten Erzählungen um Geralt. Die Kurzgeschichtensammlungen (Das Schwert der Vorsehung, Der letzte Wunsch, zwei Geschichten aus Etwas endet, etwas beginnt) spielen vor der eigentlichen Saga, teils "lange" davor. Innerhalb der Saga ist die Reihenfolge klar. Weitere Kurzgeschichten spielen zu oft unbestimmter Zeit während der Saga oder danach.

Die Witcher-Computerspiele sowie die dort geschilderten Ereignisse sind bestenfalls halboffiziell. Andrzej Sapkowski sagte hier, dass er einige grundlegende Annahmen der Spiele für korrekt hält, sich im Weiteren aber nicht an die Spiele gebunden fühlt - wobei diese den bereits existierenden Materialien vergleichsweise treu blieben. Auch die Comics und sogar eine Geschichte Sapkowskis selbst über die Hochzeit von Geralt und Yennefer sind laut Autor nicht-kanonisch und in der "echten" Geschichte so nicht passiert.

Die Buchreihe Geralt-Saga erhielt eine durchschnittliche Note von 8.35/10 basierend auf 88 Rezensionen und Bewertungen zu 9 Büchern.

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