Buch-Cover, John Ronald Reuel Tolkien: Tuor und seine Ankunft in Gondolin

Tuor und seine Ankunft in Gondolin

Originaltitel: The Silmarillon u.a. [EN]
Serie: Mittelerde
Übersetzer: Hans J. Schütz
Genre: Realistische Fantasy
Verlag: dtv
Seiten: 132
Erschienen: 11/2002 (Original: 1976)
ISBN: 3-423-08588-6
Preis: 7,50 Euro (Softcover)
Schlagworte: ElfenMittelerde
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Wertung: 3/5 Grimoires; 7/10 Punkte, Gut

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Eins geriet Tuor, Sohn Huors in die Gefangenschaft der Südlinge welche Morgoth dienten. Doch nur drei Jahre blieb er ein Sklave, bis er floh und sich dort versteckte, wo er zuvor von Elben aufgezogen worden war. Er wurde zur Nemesis seiner Feinde, denn bei seinen Streifzügen tötete er ihrer viele und niemand wagte es, ihn zu suchen.

Dann sprach Ulmo, der Herr der Wasser, zu ihm und weckte in ihm den Gedanken, fortzuziehen. Tuor folgte dem stummen Ruf, durchschritt die Pforte der Noldor und gelangte an das Große Meer, wo eine Sehnsucht in ihm entbrannte. Er fand Waffen dort und Rüstungen, welche einst für ihn geschmiedet; den Umhang Ulmos erhielt er und direkte Weisung von jenem sowie einen Führer, der ihn nach Gondolin zu Turgon, dem Herrscher der Noldor bringen sollte - und die Nachricht, die Ulmo für diesen hatte, welche bedeutend war für den Krieg gegen den Dunklen Feind.

Das Buch erhält 7 von 10 Punkten.

Dies ist eine Geschichte aus dem ersten Zeitalter Mittelerdes. Als solche ist sie nur bedingt allgemeinen Lesern zu empfehlen - vielmehr ist sie für Tolkienfans geeignet, welche mehr über die Welt Mittelerde erfahren wollen. Aus der Sicht eines Mittelerdlers ist dieses Werk die Niederschrift einer alten Legende oder Sage (von der man sicher und eindeutig weiss, dass sie wahr ist), die auch in leicht anderen Varianten existiert. Von Mittelerde ausgehend würde es also unter "historischer Roman" laufen (und in der Tat finden sich Quellenangaben und auch Verweise zu anderen Werken, die Christopher Tolkien bei der Bearbeitung hinterließ).

Der Stil ist, ähnlich wie z.B. in "Feanors Fluch", ebenfalls der einer alten Sage oder Legende.

Es finden sich keinerlei Ausschweifungen, wie sie die Kritiker dem "Herrn der Ringe" bisweilen vorwerfen. Es gibt nicht andeutungsweise eine Szene a la "Er ging auf die Wiese, welche er grün blühend in seiner Jugend liebte und sah auf ein Feld der Zerstörung. Die ehemals grünen Blumen waren schwarz verdorrt. Wo ein ehrwürdiger Baum stand war nun..." - statt dessen findet sich einfach "Er fand die Wiesen zerstört vor".

Was hier im (nicht vorkommenden und ausgedachten) Vergleich geschildert wird mag auf den ersten Blick absolut gegen das Buch sprechen. Jedoch sei erstens bedacht, das elendig lange Schilderungen auch ein Fluch sein können und zweitens darauf hingewiesen, dass die einfache Form überaus passend ist. Wäre sie ausgeschmückt wie der Herr der Ringe - die Erzählung könnte leicht mehrere hundert Seiten füllen. Es ist jedoch eine Legende, eine Überlieferung die sich auf die wesentlichen "Fakten" beschränkt und die Ausschmückungen und Schilderungen einzelner Szenen dem jeweiligen Erzähler überlässt, wohingegen sie für die wichtige Linie geringen Spielraum offen hält.

Als Hörbuch - von einem Einzelnen gelesen! - würde sich die Geschichte sicher gut machen, kann man sich doch auch so den Erzähler vorstellen, welcher die Geschichte wiedergibt.

Das Ende ist zwar jedem (halbwegs) bekannt, aber die Erzählung ist trotzdem interessant. Die Mächtigen Mittelerdes treten auf; es gibt keine Wunder. Man weiss (oder erfährt), was sie vermögen und bekommt praktisch eine Stunde Geschichte spendiert.

Ein Werk für Fans von Tolkiens Mittelerde und alten Sagen (und für solche fast schon ein Muss)

"Tuor und seine Ankunft in Gondolin" ist auch zusammen mit "Feanors Fluch" und "Die Geschichte der Kinder Húrins" in einem sehr schön gestalteten Schuber erhältlich - zusammen für 15 Euro (ISBN: 3-423-59061-0).

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Avatar von nico Rezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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