Buch-Cover, Terry Pratchett: Das Erbe des Zauberers

Das Erbe des Zauberers

Originaltitel: Equal Rites [EN]
Serie: Scheibenwelt (#3)
Übersetzer: Andreas Brandhorst
Genre: Humoristische Fantasy
Verlag: Heyne
Seiten: 283
Erschienen: 2002 (Original: 1987)
ISBN: 3-453-03451-1
Preis: 6,95 Euro (Softcover)
Schlagworte: Erbe
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Wertung: 3/5 Grimoires; 7/10 Punkte, Gut

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Der achte Sohn eines achten Sohnes wird - hatten wir das nicht schon einmal irgendwo? na egal - wird ein Zauberer. Wieso? Tradition (wie es bei Zauberern so vieles ist)

Als der Zauberer Drum Billet seinen Tod nahen spürt, begibt er sich ins Spitzhorngebirge, um seinen Zauberstab einem würdigen Nachfolger zu vermachen. Gordo Schmied aus "Blödes Kaff" ist ein achter Sohn und sein achter Sohn soll zur Welt kommen. Kurzerhand lässt sich der Magier (dem zu diesem Zeitpunkt noch exakt 6 Minuten zu leben bleiben, wie er weiß), das Neugeborene bringen und übergibt den Stab.

Ja, der Leser mag hier die Augenbraue hochziehen und sich fragen, warum hier Neugeborenes steht und nicht "Sohn". Gut, als erstes einmal, wäre das eine zu häufige Verwendung des Wortes, aber der primäre Grund ist, dass der Sohn in Wirklichkeit eine Tochter ist - und das gibt Probleme. Für den Magier nicht wirklich, denn der hört wenige Augenblicke später eine Grabesstimme und das macht einiges leichter...

Die junge Eskarina wächst heran und wird schließlich zu einer Hexe in die Lehre gegeben. Eine Zauberin? Wer hätte je davon gehört! Es gibt nur Zauberer, keine Zauberinnen! Doch der Versuch, Eskarina zu einer Hexe zu erziehen, scheitert. Instinktiv entwickelt sie das Gespür für thaumaturgische Magie. Schließlich bleibt der alten Esmeralda Wetterwachs nichts anderes übrig, als ihre Schülerin zur Unsichtbaren Universität zu bringen - der Geschmolzene Kamin nebst Loch durch die Scheibenwelt lässt erahnen, was ansonsten passieren könnte.

Doch selbst der Weg zur Universität ist alles andere als einfach, denn Eskarina geht verloren - und dann sind da noch einige Zauberer, die ziemlich feste Ansichten über die Rolle der Geschlechter haben, sowie die Kreaturen aus den Kerkerdimensionen, die bei Thaumaturgie auch ein wenig mitzureden haben.

Das Buch erhält 7 von 10 Punkten

Dies ist der dritte Teil der Scheibenwelt - Serie. In ihm trifft man das erste Mal auf eine der Personen, die später einen eigenen "Zyklus" bilden: "Oma" Granny Esmeralda Wetterwachs, ihres Zeichens Hexe in den Spitzhornbergen. Die mit einem geringen Vokabular und einer Abneigung gegen "Gehmetrie" und andere Komplexitäten ausgestatte Frau befindet sich jedoch noch sehr deutlich spürbar am Anfang ihrer Existenz. Vergleicht man sie mit ihrem Auftreten in späteren Büchern, so wirkt sie formlos.

Was sich im ganzen Roman spürbar macht. Das Erbe des Zauberers ist ein früher Roman und ich wurde das Gefühl nicht los, das ein weiter reichendes Konzept zu diesem Zeitpunkt noch jenseits aller Vorstellungen war. Das Buch liest sich leicht, wie quasi alle Scheibenwelt-Bücher und es gibt eigentlich keinen Punkt, an dem ich das Buch lustlos zur Seite legte und keine Lust mehr hatte, weiter zu lesen. Dennoch fehlt dem Buch das gewisse etwas. Nach der Lektüre einiger Scheibenwelt-Bücher waren einige Passagen doch sehr altbacken. Bei anderen Büchern musste ich deutlich öfter schmunzeln und herzhafte (minutenlange) Lacher bleiben diesmal gänzlich aus. Um es kurz zu sagen: Das Buch ist nicht so humorig wie viele andere Bücher. Vielleicht liegt das an mir, ich kann es nicht sagen... Humor ist schwierig und individuell.

Was mir im Nachhinein auffällt sind auffällig wenig Realitätsbezüge, vergleicht man es z.B. mit MacBest, wo allein schon der Titel diesen Bezug herstellt.

Letztendlich ist "Das Erbe des Zauberers" beileibe kein schlechtes Buch und der Scheibenwelt oder Pratchett-Fan wird nicht drum herum kommen, doch lässt es ein wenig von der Spritzigkeit und dem weitgefächerten Humor seiner anderen Werke vermissen.

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Avatar von nico Rezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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