Buch-Cover, Ulrich Kiesow: Das Zerbrochene Rad I: Dämmerung

Das Zerbrochene Rad I: Dämmerung

Serie: Das Schwarze Auge (#56)Genre: Fantasy
Seiten: 480
Erschienen: 09/2005 (Original: 1997)
ISBN: 3-89064-459-7
Preis: 9,00 Euro (Softcover)
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Wertung: 4/5 Grimoires; 8/10 Punkte, Gut bis sehr gut

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Borbarad - der Bethanier, der Dämonenmeister, Unsterblicher - ist zurückgekehrt, doch noch ahnt die Welt nichts vom Ausmaß der Katastrophe. Kriegsberichte erreichen das ruhige Geestwindskoje: Maraskan soll von einer fremden Macht eingenommen worden sein, die nun auch auf das Festland übergreift - doch alle das ist so weit fort. Thesia von Ilmenstein jedoch macht sich große Sorgen und überredet ihre Verbündeten, die Wehrübungen ernster zu nehmen: Dunkle Träume plagen sie und es scheint, dass sich Aventurien für Dunkle Zeiten rüssten muss.

Mehr und mehr nehmen die Zeichen an Klarheit zu: Borbarad marschiert und die Dämonen der Niederhöllen sind Bestandteil seines Heeres; derische Soldaten fliehen in Panik und können nichts ausrichten gegen die schwarzmagischen Gewalten. Überdies scheint es, dass sich der Adel des Bornlandes längst gespalten hat und ein nicht unbeträchtlicher Teil auf der Seite des Dämonenmeisters kämpft, sei es aus Angst, Unwissen oder Machtgier. So kommt, es, dass die Streiter für die Zwölfgötter erst einmal herausfinden müssen, wer überhaupt noch auf ihrer Seite steht - und was genau vor sich geht.

Das Buch erhält 8 von 10 Punkten.

Ulrich Kiesow erzählt mit "Das Zerbrochene Rad" einen Teil des wohl bedeutendsten Handlungsstrangs neuer Aventurischer Geschichte: Die Rückkehr des verbannten Dämonenmeisters Borbarad, welcher das Antlitz Aventuriens wesentlich geprägt hat. Dabei nutzt Kiesow nicht einen einzigen Handlungsstrang sondern mehrere. Diese schließen sich alle in eine gewisse Ruhe ab; ein Abwarten am Ende, das dennoch der Fortsetzung bedarf, jedoch nicht so drängend, dass man sich über die Unterbrechung ärgert. In diesem Sinne ist die Teilung des ursprünglichen Ganzwerks (Es existierte ein Roman "Das Zerbrochene Rad", nunmehr geteilt in "Dämmerung" und "Nacht") gelungen. Auch sind die einzelnen Episoden der verschiedenen Handlungsstränge um Thesia, die anderen Barone, Geestwindskoje u.ä. immer sinnvoll vor-abgeschlossen: Spannung geht nicht gänzlich verloren, ist aber auch nicht zu drängend. Bezeichnenderweise ist es eine solche neue Episode, welche Licht auf einen weiteren Schauplatz wirft und das Buch beendet.

Womit man sich jedoch durchaus anfeinden kann ist der manchmal aufkommende Chronisten-Stil: Beizeiten schwebt der Erzähler geradezu über der Welt und schreibt in seinem Buch nieder, was geschah, so dass man sich fragen muss, wo er sich eigentlich befindet, wer er ist. Generell ist er ein Standarderzähler (allwissend, allmächtig, nicht kommentierend), doch beizeiten schien er mir zu sehr aus dieser Rolle herauszufallen und wie ein Historiker die Situation zu bewerten. Es störte mich - jedoch nur ein wenig.

Das Zerbrochene Rad ist ein epischer Roman, der nicht episch wirkt. Er beginnt in diesem ersten Teil im Kleinen, wo die Menschen erst noch herausfinden müssen, was ihnen droht. Der Leser sollte dies bereits wissen, wie auch der Rückentext erahnen lässt. Wer keine Ahnung hat, wer Borbarad ist, der wird einiges im Buch nicht korrekt zuordnen können. Das Zerbrochene Rad ist somit ein Roman, der vor allem den Spielern des ("aktuellen") Aventurien vorbehalten ist; in jedem Fall aber ein Roman der besseren Kategorie.

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Avatar von nico Rezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


Zitat(e) aus dem Buch

  • Seht das Rad - Es ist zerbrochen vor der Zeit! Ließ uns zurück in Bitterkeit. Der Speichen fünf sind ihm geblieben Ihre Namen sei'n hier aufgeschrieben: Sind Hass, Schmerz, Zorn und Not und Wut. In Bächen fließen Trän' und Blut.

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