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Grimoires.de    
Wertung: 3/5 Grimoires; 7/10 Punkte, Gut

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Wertung: 2/5 Grimoires; 5.7/10 Punkte, Naja

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Kurz&Knapp (?)

Kurzgeschichten

Dieses Buch enthält eine Sammlung von Kurzgeschichten, die im Rahmen eines vom Heyne-Verlag und Amazon.de ausgeschriebenen Wettbewerbs entstanden. Jede Geschichte ist im Folgenden einzeln bewertet, die Gesamtwertung ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel + evtl. Gesamteindruck.

Das Buch beginnt mit der Siegerstory, "Die Queste der Donna Consuela" von Markus Tillmanns, der den Wettbewerb gewann, und handelt von einer al'anfanischen Grandessa, die unbedingt in den Dschungel ziehen will und dies tut. Mit Witz geschrieben, jedoch entbehrt das Verhalten und Auftauchen eines bestimmten Wesens jeglicher Logik. (7)

Geschichte 2 ist "Li" von Stefan Schweikert, in der eine magiedilettantische Streunerin an einige übelwollende Gestalten gerät. Die Geschichte hat einen flüssigen Stil, jedoch musste sich der Autor zum Schluss aus der Geschichte "herauslügen". Skrupellose Dämonologen, die mit einem Mal doch Skrupel haben passen nicht - nie und nirgends. Ein besseres Ende wäre erfreulich gewesen und auch das Verhalten der Streunerin ist nicht gerade typisch. (6)

Als Nummer 3 folgt "Der perfekte Mann" von Detlef Linde. Was einem hierbei gesagt werden soll, ist mir schleierhaft. Grob zusammengefasst die Beschreibung eines Turniers, das für die "Geschichte" eigentlich so gut wie keine Bewandtnis hat; ein Mädchen, dass sich in einen Ritter verliebt und zum Schluss feststellt, dass er unter dem Helm nicht wie erwartet aussieht. Uralt. Zu viel Drumherum, "Witz" vorausgeahnt. Zudem wurde das bei einer Kurzgeschichte Essentielle vergessen: Sich auf eben dies zu beschränken. Schade eigentlich, denn die Turnierbeschreibung war doch nicht die Schlechteste. (2)

Als 4. folgt "Phexrose" von Sven Christian Lennard. Der junge Timor von Vinsalt wird durchs liebliche Feld eskortiert und trifft die schöne Arieve, in die er sich verliebt. Doch was will sie wirklich? Leider fehlt der Geschichte die Spannung und der Schluss ist nur noch erbärmlich. Nach 4 Hieben dürfte geübten Kämpfern wohl kaum die Puste ausgehen und die Anspielung auf Halbelfen im Schluss hätte sich der Autor getrost schenken können. Bis auf das Ende aber immer noch nett zu lesen. (5-6)

Der 5. Autor ist Stefan Schulz mit "Der Erbe", welcher die Familientradition der Rondratreue nicht weiterführte sondern lieber Phex folgte. Einige grammatikalische Fehler, ein mittlerer Stil und fehlende Spannung machen die Geschichte nicht sonderlich gut - lediglich die Erwartung, was mit dem Sterbenden passiert lässt einen weiterlesen; das Verhalten letztgenannten passt jedoch so gar nicht zu einem rondratreuen, auch mit Erklärung nicht. (5)

"Die Mühle" folgt als 6. Geschichte und stammt aus der Feder von Sven Svenson. Ich finde es doch höchst befremdlich, dass Stammkunden einer Gaststätte Fremde nicht vor der Gefahr warnen, in die sie gerade gehen. Außerdem ist die Geschichte zum Schluss sehr berechenbar und es gibt einige doppelte Erklärungen. Ständige Szenenwechsel sind Geschmackssache. (6)

Als 7. wartet Marion Frost mit "Im Wald des Jaguars" auf. Wie kaum anders zu erwarten geht es um einige Waldmenschen - und einen Jaguar. Besser wäre es wohl, wenn die Waldmenschen andere Waldmenschen Namen in Waldmensch-Sprache gäben, ein wenig mehr Spannung hätte auch hier kaum geschadet. Aber die Geschichte ist auch so insgesamt gut lesbar und relativ interessant, wenn auch das Ende absehbar war. (7)

Es folgt, als 8., "Falscher Freund" von Jakob Schmidt. Die Geschichte handelt von einem hässlichen Gassenmädchen, das eine magische Puppe findet, die für jemand anderen bestimmt war. Ein wenig durcheinander. Zudem ist mir unbegreiflich, wieso ein Artefakt erst scheinbar permanent ist und mit einem Mal gar nicht mehr geht (6)

Nummer 9 ist "Schein und Sein" von Patrick Pricken, die praktisch 3 Geschichten gleichzeitig erzählt: Eine Erzählung in der Taverne, wie es wirklich war und den Weg eines jungen Mannes durch die Gassen zur Taverne. Was ein bestimmter Stab letztendlich soll ist mir unbegreiflich. Die ständigen Rückblenden empfinde ich störend; ein Fulminictus ist und bleibt unsichtbar... ein netter Ansatz, Seemansgarn und Wahrheit gegenüberstellen zu wollen, aber in unanagebrachter Form (4-5)

Als 10. Autor findet sich Christian Gosse mit "In den Gassen Fasars", welche die Ereignisse in eben jenen beschriebt. Mal eine etwas andere Sicht und auch eine Erzählweise, die dem Erzähler angemessen ist - jedoch verrät der Autor an einigen Stellen schon vorm Ende den eigentlichen Witz - leider. (6)

Elfte Autorin ist Claudia Siegmann-Gabriel mit "Die Fallgrube", in der 3 Personen festsitzen, die sich einfach nciht einigen können, wer zuoberst heraus steigen soll. Ein altbekanntes Dilemma doch in guter Form beschrieben. Der Schluss ließ sich erahnen. (6)

An der Stelle der (göttlichen) 12 folgt Tanja Vetesnik mit "Blutmal". Eben jenes ziert den unbekannten Erben eines jungen Mannes und mit Hilfe eines neuen Zaubers will sich eine Diebin das Blutmal auf die eigene Haut transferieren um so an das Vermögen zu gelangen. Unglücklicherweise hat der reiche Herr andere Pläne. ch frage mich nur, warum er dazu ausgerechnet den Träger des Blutmals braucht. Offensichtlich tut es jede Person - aber wieso will er eine bestimmte? (7)

13. Autorin ist Janika Garbe mit "Was Travia verbindet". Namenlos gut könnte man ob der Stelle witzeln. Tatsächlich ist dies meiner Meinung nach eine der zwei besten Geschichten, wenn auch der Plot altbacken ist: reiche Kaufmannstochter liebt Leibwächter, soll aber mit einem anderen Kaufmann verheiratet werden; Ihr Vater ist alt und krank und sie will ihm die Freude machen. Nach einem schwachen Anfang (auch was die Ausdrucksweise angeht) eine enorme Steigerung und eine schöne, plausible Lösung. (8)

Als 14. folgt Michelle Wassermanns "Fließendes Wasser", die Geschichte der Flucht einer Druidenschülerin. Ich verstehe nicht, warum sie gerade zu diesem Zeitpunkt flieht und wie ein vorsorglicher Druide alle Druckmittel auf einem Haufen liegen lässt... zudem hatte sie die Macht, zu fliehen, auch vorher schon. Aufgrund zahlreicher unlogischer Punkte nur mittelmäßig (6)

Fünfzehnte(r) im Bunde ist Sharon Ratke mit "Rabenfedern", welche vom "Flug der 10" in Al'Anfa und einem von Boron verfluchten Geist handelt. Ich habe noch nie von Geistern in einem Tempel gehört. (6)

Als nächstes folgt "Die Levthansschale" von Ralf Dieter Renz und handelt von eben diesem Göttlichen Artefakt, einem Diener Rahjas und einer Dienerin Belkelels. Irgendwie war klar, worauf es hinaus läuft und es verwundert doch, dass ein fauler Geweihter eine Reise nicht als anstrengend empfindet. Und ist ein Neugeborenes nicht eher ein Geschenk Tsas? Würde sich eine Paktiererin wirklich so verhalten? (7)

"Heulende Nadeln" ist die siebzehnte Geschichte und stammt von Armin Wührer. Sie erzählt von einigen Nivesen(?) und Orks, die es mit einigen Paktieren aufnehmen, welche Theriak fördern und einen Stamm willenlos machten. Der Autor hat wohl etwa zu viel "Braveheart" gesehen ("Wartet...Wartet...") und der Anfang ist recht durcheinander, man weiss nicht, wer die Akteure sind. (6)

"Die Magika in der Flasche, von Ingrid B. Berlet ist drittletzte Geschichte und die andere, die meiner Meinung nach zu den zwei besten zählt. Eine Magae ist in einer Flasche gefangen und will befreit werden - was nicht so einfach ist, da der Schwarzmagier ist noch immer hinter ihr her. Zudem gibt es in Aventurien keinen Zauber, der jemanden derart einsperren kann - man kann hier also relativ klar sagen, dass an der Welt vorbei geschrieben wurde (auch was einen Waldelfen angeht). Sieht man davon ab eine gute Geschichte (8)

Vorletzte Geschichte ist "Das Erwachen nach dem Traum" von Josaphat Niebler. Diese Geschichte fällt deutlich aus der Qualität heraus. Eine Hexe auf der Traumsuche nach ihrer Mutter, keine Spannung, seltsame Ausdrucksweise; Unlogik. Diese Geschichte wirkt mehr noch wie einige andere als aus dem eigentlichen Zusammenhang einer längeren Geschichte heraus gerissen und für sich einfach nur noch schlecht. Man kann nichts damit anfangen Ach ja: So wie er verwandt wird funktioniert der Zauber auch nicht. (1)

Die 20. und letzte Geschichte des Bandes stammt von André Wiesler und heisst "Die Sonne im Herzen". Was für mich wie billige Urlaubswerbung oder ein schlechtes Kompliment klingt ist eine gar nicht so schlechte Geschichte um einen wandernden Praiosgeweihten. Mittelmaß. (6-7)

Das Buch erhält 7 von 10 Punkten

Ein Roman aus Aventurien, der Welt des Rollenspiels "Das Schwarze Auge".

Rechnerisch ergeben sich 5,825 Punkte, wegen einer guten Mischung und nur einiger, kurzer, Geschichten, die aus dem Rahmen fallen aufgerundet und mit einem (sehr knappen) Gesamteindrucksbonus versehen.

Zu den einzelnen Geschichten wurde bereits genug gesagt. Ein Mangel lässt sich in vielen der dargebotenen Kurzgeschichten erspähen: Meist hielten sie sich nicht an ihr Format: Spannung fehlte, die Charakteristika einer Kurzgeschichte waren nicht vorhanden. Es steht zu vermuten, dass einig Geschichten einfach so aus einem größeren Zusammenhang heraus gerissen wurden - nicht nur jene, bei denen dies explizit erwähnt ist. Dennoch braucht sich der Großteil nicht zu verstecken. Mit einigen Büchern der Serie können sie locker mithalten, wenn sie auch von wirklicher Top-Schreiberei noch ein ganzes Stück entfernt sind.

Meiner Meinung nach sind solche Wettbewerbe im Rahmen der Nachwuchsförderung sehr zu begrüßen, so dass ich vermutlich ein wenig mehr zur positiven Wertung tendierte, was dieses Buch betrifft - dies einmal als ausdrückliche "Subjektivitätswarnung" vorweg.

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Avatar von nicoRezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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Lesermeinungen:

Name: firunew Bewertung: Wertung: 2/5 Grimoires; 5/10 Punkte, Naja (5) Datum: 18.01.2003 00:00:00
Meiner Meinung nach waren einzelne Kurzgeschichten zu schlecht, als dass man dafür noch eine 7 geben könnte. Ich komme vielmehr auf eine 5.

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