Buch-Cover, Markus Heitz: Die Vergessenen Schriften 1

Die Vergessenen Schriften 1

Serie: Die Legenden der Albae: Die Vergessenen Schriften (#1)Genre: Fantasy
Verlag: Piper
Seiten: 19
Erschienen: 12/2012 (Original: 2012)
ISBN: 978-3-492-96241-4
Preis: 0,99 Euro (Digitaler Text / eBook)
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Grimoires.de    
Wertung: 3/5 Grimoires; 7/10 Punkte, Gut

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"Ich gestehe, dass ich meine Vorstellungskraft bemühte, um diese Episode zu beschreiben. Aber sie ist gespickt mit kleinen Wahrheiten, die ich inzwischen herausfand, über die Dorón Ashont und alles, was mit ihnen zusammenhängt", so beginnt Carmondai seine Einführung zu dieser ersten der Vergessenen Schriften und räumt ein, nicht dabei gewesen zu sein. Im Gegensatz zu seinen direkten Aufzeichnungen erdenkt er hier eine Geschichte, die zu den bekannten Fakten passt und beleuchtet, wie es zum Angriff aufs erste Dsôn kam.

Das Buch erhält 7 von 10 Punkten.

Wie kam es zu dem Angriff der Dorón Ashont? Diese Kurzgeschichte von Markus Heitz beleuchtet die Ereignisse im Jenseitigen Land. Sie ist der Auftakt einer Reihe und besonders deshalb ungewöhnlich, weil der Erzähler nicht präsent war und die Protagonisten zudem zu den undurchsichtigsten Wesen der Welt gehören.

Neue Sub-Reihe

Mit den "Vergessenen Schriften" bringt Markus Heitz eine neue Reihe von Kurzgeschichten auf den Markt, die ausschließlich als eBook erhältlich sind. Dabei sollen die Geschichten der Charaktere erzählt werden, die in den Legenden der Albae-Romane keinen Platz fanden. Gleichzeitig wird durch die monatliche Herausgabe die Zeit bis zum nächsten "echten" Vollroman überbrückt werden. Im Grunde ist das eine gute Idee: Nicht nur die Figuren, auch Leser haben sich über manchen Charakter Gedanken gemacht. Zudem ist auch das Verkaufsmodell interessant: Einen Euro pro Monat hat man meist über und bekommt damit eine (zugegebenermaßen kurze) Geschichte aus einer liebgewonnenen Welt.

Textmängel

Aber. Und hier kommt das große Aber: Der Text der ersten Schrift wirkt einfach nur lieblos. Nicht wegen des Inhalts, sondern wegen der unvergleichlich hohen Anzahl an Fehlern. Vergessene Worte, doppelte Teilworte, vertauschte Worte in einer äußerst hohen Anzahl. Ich weiß nicht, ob am Lektorat gespart wurde oder ein technischer Grund dahinter steht - aber so viele Fehler (und dabei nur selten Verwechslungen einzelner Buchstaben) ist man von keinem großen Verlag gewohnt. Die Qualitätskontrolle hat hier klar versagt. Gerade bei einem elektronischen Text mit DRM-Schutz wäre eine Nachbesserung wünschenswert, denn gute Werbung macht man auf diese Art sicher nicht.

Offene Handlung? Neue Figuren!

Die Vergessenen Schriften sollen die Geschichte von Charakteren erzählen, die in den Romanen "verschwanden" und offene Handlungen abschließen. Für Auf den ersten Teil trifft das nicht ganz zu, denn die Charaktere kennt der Leser nicht. Zumindest nicht im Einzelnen, denn die "Wandelnden Türmen" oder Dorón Ashont sind bekannt. Die Verbindung zur Albae-Handlung ergibt sich nicht über die Erlebnisse einer Figur sondern über die Ereignisse, die zum Angriff auf Dsôn Faimon führen. Bislang konnte der Anschein entstehen, dass dieser aus dem Nichts kam. Daran ändert die Geschichte wenig, denn letztlich läutet ein Zufall den Untergang des ersten Dsôn ein. Ein Muss ist diese Geschichte nicht, außer für Hardcore-Fans; kurzweilig ist sie sehr wohl. Es mangelt ihr im Grunde nur an einer direkten (bekannten) Identifikationsfigur. Spannung und Interesse können durch Einsichten in die Dorón Ashont aufrecht erhalten werden, aber die Geschichte hängt ein wenig im Leeren; die Charaktere bleiben vergleichsweise blass und wirken auf mich nicht nach – wozu auch die kaum merkbaren Namen beitragen.

Die Vergessenen Schriften sind für Fans von Markus Heitz' Romanen einen Blick wert; nach diesem ersten Band muss man aber deutlich auf ein besseres Lektorat in den weiteren Bänden hoffen.

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Avatar von nico Rezension von: (Grimoires.de)
Nico hat besonderes Interesse an Fantasy sowie ihrem Bezug zur Realität und anderen Texten (Intertextualität). Nico studierte Literatur in Deutschland und England. Wenn er nicht liest, läuft er oder ist im Tischtennis unterwegs.

Diese Rezension wurde veröffentlicht am und zuletzt geändert am .


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